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Zervix

Kaiser

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1

Freitag, 9. Januar 2009, 09:13

Wird Akustik überbewertet?

Hallo zusammen,

Um es gleich klar zu stellen: Ich habe keine Ahnung von Akustik. Im alten Rom würde ich sicher gesteinigt, den Löwen zum Frass vorgeworfen, gevierteilt oder auch alles zusammen, für meine nun folgenden Schlussfolgerungen.

Das Beste Klangergebnis würde ein freies Feld mit kniehohem Gras ergeben. Alle Einflüsse der Natur (Wind und sonstige Umgebungsgeräusche) werden bei dieser Idee ausgeblendet. Das Bild spielt auch keine Rolle. Es geht bloss um den idealen Klang.

Aufstellung der Boxen wäre in einem Kreis um den Zuhörer (5.1 bis 7.2 spielt keine Rolle) Alle Boxenhochtöner sind auf Ohrhöhe und zum Zuhörer ausgerichtet ( der Sub steht über dem Gras und nicht am Boden bei diesem Beispiel)

Vorteil dieser Wiese:

-Kein Einmessen nötig
-Nur Direktschall
-Keine Absorber (Teppich, Stoff, Regale u.s.w.) welche den Klang beeinflussen.

Nun zur Praxis. Was beeinflusst alles unser Gehörtes:

-Der Mensch selber ( Alter, Verfassung, Ohrenleistung)
-Der Raum ( Teppich, Stoff, Regale u.s.w.)
-Equipment ( hochwertige Teile von A-Z, oder Brüllwürfelsystem für 500 Euro)
-Einmesssysteme
-Klangaufpolierer (wie THX)
-Trennfrequenz der Schaltungen ( Boxen, Receiver)
-Direktschall oder Dipole
-Alles vollbereichs Standlautsprecher, oder Satteliten
-Das Medium, welches abgespielt wird.

Fazit:

Man kann noch so viel in die Raumakustik stecken, trotzdem ist das schwächste Glied in der Kette der Mensch. Schlussendlich muss jeder selber entscheiden, wie viel er in die jeweilige Kette investiert. Das ganze sollte in einem Verhältnis zum Nutzen und der jeweiligen Geräte untereinander stehen.

Gruss
Zervix

P.S. Das ist alles bloss meine Meinung und ich erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Aussagen. Ich habe auch nicht stundenlang Recherchiert, sonder einfach aufgeschrieben, was mir spontan in den Sinn kam. :biggrin:

kitesailer

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2

Freitag, 9. Januar 2009, 09:35

Moin Zervix,

wenn Du vom schwächsten Glied sprichst fällt mir dazu ein, dass so lange wir einen Unterschied hören, etwas anders das schwächste Glied sein muss.

Und das ist leider sehr häufig der Raum.

Ich kann Dir nur raten, schlepe Deine Anlage nur die beiden Front-LS reichen), die Du ja sicher am besten selbst beurteilen kannst, mal nach draußen und höre dann.

Ich garantiere Dir, Du wirst sie nicht wiedererkennen.

Wenn Du diesen Unterschied mal gehört hast, dann kennst Du den Einfluss eines Raumes.

Grüße

Werner





Grüße

Werner



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Zervix

Kaiser

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3

Freitag, 9. Januar 2009, 09:39

Hallo kitesailer,

es geht nicht darum, denn Unterschied zu hören, sondern den Klang zu verbessern und das dann warzunehmen.

Meine Wiese funktioniert auch nur in der Theorie, dass habe ich oben schon geschrieben. :biggrin:

Gruss
Zervix

Elmar

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4

Freitag, 9. Januar 2009, 09:43

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Zervix
Das Beste Klangergebnis würde ein freies Feld mit kniehohem Gras ergeben.


Ja, wenn die Soundtracks für Freifeld-Wiedergabe aufgezeichnet wären. Sind sie aber nicht. Die Aufzeichnung berücksichtigt bereits, dass sie in einem realen Raum wiedergegeben werden.

Mal ganz allgemein zum Hintergrund: Beim Live-Erlebnis hast du auch akustische Effekte des Raumes, der dich umgibt. Konzertsaal, Club, Stadion... Diese werden bei der Aufzeichnung nicht komplett eingefangen, weil der Wiedergaberaum auch einen gewissen Beitrag leistet. Darum ist ein völlig toter Raum genauso ein Krampf für die Wiedergabe wie im Freifeld.

Dass das ein Kompromiss ist, ist völlig klar. Nur lebt halt der überwiegende Anteil der Nutzer solcher Medien weder unter freiem Himmel noch in schalltoten Räumen - und so müssen wir und wohl damit abfinden.





Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elmar« (9. Januar 2009, 09:44)


kitesailer

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5

Freitag, 9. Januar 2009, 09:44

Hi,

meine Wiese auf dem Dorf funktioniert 1a :biggrin: außer die Landwirte machen auf ihren Feldern rum.





Grüße

Werner



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Kat-CeDe

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6

Freitag, 9. Januar 2009, 09:49

Hi Zervix,
hier möchte ich ausnahmsweise mal sagen das der Mensch nicht das schlechteste/schwächste Glied der Kette ist. Die Effekte durch Reflektion und Interferrenz sind sehr schnell so schlimm das man die hört auch wenn man fast taub ist.

Mit dem berücktigtem Dröhnen habe ich zum Glück nicht zu kämpfen aber bei einem Sweep höre ich bei mir auch kleine Problemstellen und meine Ohren sind schon eher von der schlechteren Art.

Was deine Wiese angeht kann ich dir aus Erfahrung zustimmen. Es war zwar keine Wiese sondern Terasse mit Garten (also nicht ganz Freifeld) aber es klang genial und das war schon in den 80ern.

Ralf





--- Die Lücke, die ich hinterlasse, ersetzt mich vollkommen. ---

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Zervix

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7

Freitag, 9. Januar 2009, 10:02

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Elmar

Zitat

Original von Zervix
Das Beste Klangergebnis würde ein freies Feld mit kniehohem Gras ergeben.


Ja, wenn die Soundtracks für Freifeld-Wiedergabe aufgezeichnet wären. Sind sie aber nicht. Die Aufzeichnung berücksichtigt bereits, dass sie in einem realen Raum wiedergegeben werden.



Hallo,

die Medien werden in Studios gemischt, welche einen gewissen Standart einhalten müssen (bei THX sind sie genau definiert). Nun hat nicht jeder so ein Studio zu Hause um des Klangerlebnis genau so warzunehmen wie geplant. Das war die Idee meiner Wiese. Nur bei Direktschall erlebt man nahezu selbiges, wie es geplant wurde (bei THX klappt das natürlich nicht). Aber wie gesagt, es ist bloss eine Theorie.

Gruss
Zervix

Zervix

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8

Freitag, 9. Januar 2009, 10:06

Zitat

Original von Kat-CeDe
Hi Zervix,
hier möchte ich ausnahmsweise mal sagen das der Mensch nicht das schlechteste/schwächste Glied der Kette ist. Die Effekte durch Reflektion und Interferrenz sind sehr schnell so schlimm das man die hört auch wenn man fast taub ist.

Mit dem berücktigtem Dröhnen habe ich zum Glück nicht zu kämpfen aber bei einem Sweep höre ich bei mir auch kleine Problemstellen und meine Ohren sind schon eher von der schlechteren Art.

Was deine Wiese angeht kann ich dir aus Erfahrung zustimmen. Es war zwar keine Wiese sondern Terasse mit Garten (also nicht ganz Freifeld) aber es klang genial und das war schon in den 80ern.

Ralf


Hallo,

gewisse Schallereignisse hört man ganz gut, da gebe ich dir recht. Ich selber würde es aber nicht merken, wenn eine Box 1db lauter spielt als die andere. Ich würde es nicht mal merken, wenn eine Surroundbox überhaupt kein Signal bekommt, während dem Filmerlebnis. Aber da ist jeder Mensch anders sensibilisiert.

Gruss
Zervix

Elmar

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9

Freitag, 9. Januar 2009, 10:07

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Zervix
Aber wie gesagt, es ist bloss eine Theorie.


Ja, von der Theorie her gebe ich dir auch völlig recht. Ich bin auch der letzte, der sich gegen theoretische Gedankenspielereien wehrt. Nur wenn sie schlecht mit der Realität vereinbar sind, ist deren Nährwert relativ gering.

Kunstkopf-Stereophonie war auch eine schöne Sache mit ähnlichen Hintergedanken, ist aus Praxis- und Akzeptanzgründen auch wieder in der Versenkung verschwunden.






Kreuzi

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10

Freitag, 9. Januar 2009, 10:14

RE: Wird Akustik überbewertet?

Servus,

ich glaube, daß die Akustik eher unterbewertet ist. Nach dem ich in meinen Kino die Kettensäge geschwungen habe... den schwarzen Saal in ein Hackschnitzellager verwandelt hab... ein paar Absorber verbaut habe... und somit den Akustikumbau Teil Eins abgeschlossen habe.... war sogar für mich als Akustiklaien, Nichtmusikhörer etc. der Unterschied, der etwa so heftig ist wie Tag und Nacht, absolut klar.
Nach diesem Ergebnis werde ich dann nochmals die Kettensäge schwingen, mein Kino nochmals in einen Hackschnitzelbunker verwandeln und weitere Akustische Massnahmen durchführen, denn wenn man das Bessere mal gehört hat, will man es unbedingt haben.

gruß
die Säge





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Kreuzi

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11

Freitag, 9. Januar 2009, 10:18

Zitat

Original von Zervix
..................e. Ich würde es nicht mal merken, wenn eine Surroundbox überhaupt kein Signal bekommt, während dem Filmerlebnis. Aber da ist jeder Mensch anders sensibilisiert.

Gruss
Zervix


Schau Dir mal Mr. & Mrs. Smith auf Blu-Ray an. Ich bin tatsächlich aufgestanden, ob da was an meinen Center kaputt ist, so schlecht war da die Sprachverständlichkeit.






12

Freitag, 9. Januar 2009, 10:20

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Zervix
...Nur bei Direktschall erlebt man nahezu selbiges, wie es geplant wurde (bei THX klappt das natürlich nicht). Aber wie gesagt, es ist bloss eine Theorie.

Nein, jedes Studio oder Kino, welches nach SMPTE- oder auch THX-Norm gebaut wird, hat eine genau spezifizierte Nachhallzeit, die abhängig ist von der Raumgröße. Es gibt einen Toleranzschlauch, der gewisse Unwägbarkeiten auffängt. Sowohl beim Mischen, als auch bei der Wiedergabe wird davon ausgegangen, dass ein solcher Raum vorhanden ist, weil sonst die Illusion, die bei der Mischung erzeugt wird, bei der Wiedergabe nicht erreicht wird. Kurz gesagt, es wird davon ausgegangen, dass ein gewisser Anteil Diffusschall hinzukommt.

Deine Theorie würde greifen, wenn auch im Freifeld gemischt werden würde.

Insofern imho nette Idee, aber ...

efdeluxe

Kaiser

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13

Freitag, 9. Januar 2009, 10:22

Schau Dir mal Mr. & Mrs. Smith auf Blu-Ray an. Ich bin tatsächlich aufgestanden, ob da was an meinen Center kaputt ist, so schlecht war da die Sprachverständlichkeit.[/quote]


So schlecht wegen Deiner Raumakkustik oder weil es schlecht abgemischt war?
Ich konnte keine überdurchschnittlich schlechte Sprachqualität feststellen.

Dann schon eher bei Fightclub, wo mir sowas aufgefallen ist :biggrin:

Gruß David





Heimkino: Onkyo 875,Sirus PRO MXC-8,JVC - X30, Humax HD1000, Heco Mythos Center, Canton Ergo 92DC, 6x JBL Control, DBA 4xMivoc AW 3000, DCX 2494, T-Amp 1400, Playstation 3, Xtreamer Sidewinder, Toshiba HD DVD Player HD-E1KE

Zervix

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14

Freitag, 9. Januar 2009, 10:23

Zitat

Original von Kreuzi

Zitat

Original von Zervix
..................e. Ich würde es nicht mal merken, wenn eine Surroundbox überhaupt kein Signal bekommt, während dem Filmerlebnis. Aber da ist jeder Mensch anders sensibilisiert.

Gruss
Zervix



Schau Dir mal Mr. & Mrs. Smith auf Blu-Ray an. Ich bin tatsächlich aufgestanden, ob da was an meinen Center kaputt ist, so schlecht war da die Sprachverständlichkeit.


Hallo,

den Film habe ich auch gesehen und die Sprachverständlichkeit war schlecht. Da hilft auch ein optimierter Raum nichts...

Ich habe ja auch geschrieben, dass ich den Ausfall eines Surroundlautsprechers vermutlich nicht merken würde. Bei einem Center sieht das ganz anders aus.

Gruss
Zervix

Zervix

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15

Freitag, 9. Januar 2009, 10:26

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von VanillaCoke

Zitat

Original von Zervix
...Nur bei Direktschall erlebt man nahezu selbiges, wie es geplant wurde (bei THX klappt das natürlich nicht). Aber wie gesagt, es ist bloss eine Theorie.

Nein, jedes Studio oder Kino, welches nach SMPTE- oder auch THX-Norm gebaut wird, hat eine genau spezifizierte Nachhallzeit, die abhängig ist von der Raumgröße. Es gibt einen Toleranzschlauch, der gewisse Unwägbarkeiten auffängt. Sowohl beim Mischen, als auch bei der Wiedergabe wird davon ausgegangen, dass ein solcher Raum vorhanden ist, weil sonst die Illusion, die bei der Mischung erzeugt wird, bei der Wiedergabe nicht erreicht wird. Kurz gesagt, es wird davon ausgegangen, dass ein gewisser Anteil Diffusschall hinzukommt.

Deine Theorie würde greifen, wenn auch im Freifeld gemischt werden würde.

Insofern imho nette Idee, aber ...


Hallo,

genau so ist es, leider bringt das zu Hause im eigenen Kino nicht viel. Ich kenne kein Kino, dass Studioqualität hat. Es ist alles eine Frage der Verhältnismässigkeit und der Bedürfnisse.

Gruss
Zervix

suke

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16

Freitag, 9. Januar 2009, 10:27

Hallo,

der Raum macht nun einmal sehr viel aus.

Theoretisch wäre ein fast schalltoter Raum möglich, oder? Man müsste "nur" so viel Dämmung in den Raum packen, dass fast alles absorbiert wird. Dann hätte man sehr viel Direktschall. Aber ob das gut klingt? Müsste man mal probieren.

In einem normalen Raum kommt es sehr darauf an, wie dieser beschaffen und ausgestattet ist.

Ein leerer, schallharter Raum dürfte wie Schwimmbad klingen.

Überall Plüsch dürfte den meisten auch nicht gefallen.

Und dazwischen wird dann optimiert, was ich persönlich für sehr sinnvoll halte.

Vielfach werden imo die Prioritäten falsch gesetzt. Wer z.B. über den klanglichen Unterschied von Bitstreamausgabe vs. PCM-Ausgabe diskutiert, sollte schon einen akustisch bearbeiteten Raum haben. Das bringt imo mehr.

Auch die beliebten Audyssey-Systeme zeigen, dass die Akustik durchaus ein Thema ist.

Gruß

Kreuzi

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17

Freitag, 9. Januar 2009, 10:31

Zitat

Original von efdeluxe
...

So schlecht wegen Deiner Raumakkustik oder weil es schlecht abgemischt war?
Ich konnte keine überdurchschnittlich schlechte Sprachqualität feststellen.

Dann schon eher bei Fightclub, wo mir sowas aufgefallen ist :biggrin:

Gruß David


nö, wegen der schlechten Abmischung. Und fast jeder kennt ja die Scheibe, daher hab ich das als Beispiel genommen.

Und wenn ein Surround ausfällt, denke ich wirst Du das dann auch deutlich hören.

gruß
Kreuzi






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18

Freitag, 9. Januar 2009, 10:32

Zitat

Original von suke
Hallo,

der Raum macht nun einmal sehr viel aus.

Theoretisch wäre ein fast schalltoter Raum möglich, oder? Man müsste "nur" so viel Dämmung in den Raum packen, dass fast alles absorbiert wird. Dann hätte man sehr viel Direktschall. Aber ob das gut klingt? Müsste man mal probieren.

In einem normalen Raum kommt es sehr darauf an, wie dieser beschaffen und ausgestattet ist.

Ein leerer, schallharter Raum dürfte wie Schwimmbad klingen.

Überall Plüsch dürfte den meisten auch nicht gefallen.

Und dazwischen wird dann optimiert, was ich persönlich für sehr sinnvoll halte.

Vielfach werden imo die Prioritäten falsch gesetzt. Wer z.B. über den klanglichen Unterschied von Bitstreamausgabe vs. PCM-Ausgabe diskutiert, sollte schon einen akustisch bearbeiteten Raum haben. Das bringt imo mehr.

Auch die beliebten Audyssey-Systeme zeigen, dass die Akustik durchaus ein Thema ist.

Gruß


Hallo Suke,

das trifft den Kern der Problematik.

Ob nun direkter Schall oder Kinoberieselung besser klingt, ist wiederum Geschmacksache. Ich selber liebe direkte Effekte, welche klar ortbar sind. Dafür ist mein Kino auch nur für 3 Personen ausgelegt. Bei einem Kinosaal mit mehr Besuchern, werden idealerweise Dipole eingesetzt.

Gruss
Zervix

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19

Freitag, 9. Januar 2009, 10:42

Hi.

Bei dem, was von dir und anderen hier im Forum über Akustik geschrieben wird (sowohl qualitativ als auch quantitativ) , muss ich zu deiner eingangs gestellten Frage antworten:

"JA" :wink:





Viele Grüße,
Mike.

taxpayers cinema @ beisammen.de

20

Freitag, 9. Januar 2009, 10:55

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Zervix
Hallo,

genau so ist es, leider bringt das zu Hause im eigenen Kino nicht viel. Ich kenne kein Kino, dass Studioqualität hat. Es ist alles eine Frage der Verhältnismässigkeit und der Bedürfnisse.

Gruss
Zervix


Wie viele Studios kennst Du? Ich kenne einige Kinos mit Studioqualität. Ich war am Bau von so einigen Studios und Kinos beteiligt und behaupte einfach mal so, dass die Qualität von einigen Studios stark überbewertet wird.

HighEndHarry

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21

Freitag, 9. Januar 2009, 11:03

Hi,

also ich denke dass eine gute Akustik die beste Investition im Kino ist, wenn einem der Sound (so wie bei mir) wichtiger ist als das Bild. Sie sollte imo vor Baubeginn berücksichtigt werden. Wurde schon öfters beeindruckt wie positiv sich der Sound durch Absorber usw. verändert.

Grüße,

HighEndHarry





"Das Bessere ist stets der Feind des Guten" - Voltaire

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Zervix

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22

Freitag, 9. Januar 2009, 11:05

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von VanillaCoke

Zitat

Original von Zervix
Hallo,

genau so ist es, leider bringt das zu Hause im eigenen Kino nicht viel. Ich kenne kein Kino, dass Studioqualität hat. Es ist alles eine Frage der Verhältnismässigkeit und der Bedürfnisse.

Gruss
Zervix


Wie viele Studios kennst Du? Ich kenne einige Kinos mit Studioqualität. Ich war am Bau von so einigen Studios und Kinos beteiligt und behaupte einfach mal so, dass die Qualität von einigen Studios stark überbewertet wird.


Hallo,

ich kenne kein Studio und auch Niemand, der zu Hause ein Kino mit Studioqualität hat. Ich war aber schon in THX Kinos, was aber wiederum nicht zum Thema gehört. Es geht hier um die Akustik im Privatkino und mit welchem Aufwand (auch finanziell), man akustisch optimieren will und was es schlussendlich bringt.

Gruss
Zervix

Elmar

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23

Freitag, 9. Januar 2009, 11:07

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Zervix
Ich kenne kein Kino, dass Studioqualität hat.


Und ich kenne noch weniger Kinos, die Freifeld-Eigenschaften haben.






Zervix

Kaiser

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24

Freitag, 9. Januar 2009, 11:12

Zitat

Original von HighEndHarry
Hi,

also ich denke dass eine gute Akustik die beste Investition im Kino ist, wenn einem der Sound (so wie bei mir) wichtiger ist als das Bild. Sie sollte imo vor Baubeginn berücksichtigt werden. Wurde schon öfters beeindruckt wie positiv sich der Sound durch Absorber usw. verändert.

Grüße,

HighEndHarry


Hallo,

gehen wir einmal davon aus, dass der Heimkinofreund sein Kino als Hobby betreibt. Der Mensch konsumiert zuerst über die Augen und danach mit den Ohren. Der Geniesser lässt das Erlebnis wirken und schlisslich ist er ja kein Tester für eine Zeitschrift. Ich sitze nicht im Kino und konzentriere mich auf Frequenzgangfehler oder Nachhallzeiten. Ich sitze und genieße den Film. Sollte die Abmischung schlecht sein, fällt mir das natürlich auch auf, so wie bei Mr. & Mrs. Smith. Aber wenn einem die Akustik selber äußerst wichtig ist, sollte man hier auch nachhelfen, ganz klar. :biggrin:

Bei einem Neubau kann man gleich zu Beginn einiges einplanen. Die meisten bauen aber nicht neu und haben bei weitem keinen idealen Raum. Wieviel Aufwand will man hier betreiben?

Gruss
Zervix

suke

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25

Freitag, 9. Januar 2009, 11:19

Zitat

Original von Zervix
Die meisten bauen aber nicht neu und haben bei weitem keinen idealen Raum. Wieviel Aufwand will man hier betreiben?

Hallo Zervix,

das Problem kennen die Akustiker. :biggrin: Bei meinem war es so, dass man ein Rückgaberecht hat, also kann man selber zu Hause entscheiden, ob es einem das wert ist.

Eine Grundausstattung Absorber (mit tel. Beratung!) kostet rd. 1000 Euro. Wenn man mehr will, entsprechend mehr.

Gruß

edit: RSF

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »suke« (9. Januar 2009, 14:15)


Eismann

Haudegen

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26

Freitag, 9. Januar 2009, 14:12

Hallo,
so extrem teuer ist es jetzt nicht an die SMPT vorgaben (im Nachhall) zu kommen.
Schwieriger empfinde ich überhaupt erstmal konkrete Vorgaben aus den Papers herauszulesen und dann steht in jedem Paper auch noch was anderes.

Hat man sich dann für den einen oder anderen Zielwert entschieden kommt das nächste Problem. Wie ermittel ich den Wert in meinem realen Raum, wie haben die Autoren den Wert ermittelt. Kann ich deren Messmethoden auf meine Raumgröße anwenden?

Ich hab für meinen Raum ca. 2000€ für die Akkustik ausgegeben ( alles im selbstbau) davon sind aber längst nicht ale Sachen im Raum geblieben. Ich hab mich mit "Versuch und Irrtum" herangetastet und taste immer noch ein wenig ;).

Aber insgesamt mir mir mein Messgedöns einen Nachhall von ca 0,3s über 100Hz und ca 0,6 unter 100Hz an. Von einem Linearen FG bin ich aber selbstverständlich immer noch weit entfernt.

Übrigens, Freifeld rockt :D

Gruß
Stefan






von dr Alb ra

Foren Veteran

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27

Freitag, 9. Januar 2009, 14:29

Servus,

ich finde auch, dass die Räumlichkeiten eine gewisse Beachtung finden sollten, liegen hier doch enorme Möglichkeiten und Gefahren eng beeinander.

Es ist natürlich immer die Frage, wieviel man machen kann/darf.
Als Beispiel: Oft stehen die Boxen rechts und links neben der Leinwand, mit relativer Nähe zu den Seitenwänden. Wenige haben hier Abstände mit 1.5 m oder gar noch mehr.
Bei dieser typischen Aufstellung sind die ersten Reflektionen von den Wänden für den guten Klang eine wahre Katastrophe. Nimmt man den Spiegelschallquellen mit gutem Schaum den Schwung, ist eine Klangverbesserung sofort hörbar, und die Dämmung nicht mehr wegzudenken.

Guter Schaum kostet natürlich etwas, ich würde aber auch nicht mein letztes Hemd dafür hergebenn. Gott sei dank bin ich in der glücklichen Lage, dass ich demnächst von einem Industriellen mehrere große Schaumstoffmuster zur Vermessung in Empfang nehmen darf. Bis zu Raumgewichtgen von über 80kg/m³ ist alles dabei! Mit etwas Glück könnten wir sogar forenintern Material abgreifen, wer Interesse hat möge sich melden.





Grüße von dr' Alb 'ra!

28

Freitag, 9. Januar 2009, 14:57

Ich finde nicht, das es überbewertet wird.

Natürlich kann man sich darüber streiten, ob die teilweise mittleren 4stelligen Beträge im Verhältniss zum Ergebniss stehen.

Aber bereits mit einfachen Mitteln und etwas Arbeit kann man den Klang sehr positiv und für jeden hörbar verbessern.

Ich habe auch diesen Herbst mit Materialien experimentiert und habe sowohl den Bereich der Front mit den Erstreflektionen, als auch den Bereich der Rears mit den Echos der gegenüberliegenden Wände bearbeitet. Heraus kam ein wesentlich harmonischerer Klang mit besserer Räumlichkeit.

Der Aufwand dafür hielt sich in Grenzen und war auch finanziell überschaubar.

Veränderung habe ich ab hier dokumentiert:

Mein Kellerkino (aktuelles Update mit Bildern, 19.11.08)





Mein Equipment: Jede Menge bald ziemlich wertloser Elektroschrott, der eh alle paar Monate wechselt. Aufzählung daher totaler Schwachsinn ;-)

MEIN KELLERKINO

christoph

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29

Freitag, 9. Januar 2009, 16:00

hallo beisammen

ich finde sogar, dass das thema (raum-)akustik massiv unterbewertet ist 8o

an einem guten raum hat man sehr lange freude, denn die physik ändert sich nicht mehr, ganz im gegensatz zu den im jahresrhythmus erscheinenden av-receiver :wink:

ich verstehe nicht, wie man alle drei jahre sich den grössten av-receiver boliden für 5.5k kauft und die dinger in einem raum betreibt, der vor lauter verzögertem nachhall, raumresonanzen, erstreflexionen und kammfilterproblemen gar keinen unterschied zum einsteigermodell zulässt :biggrin:

eine sehr stark verbesserte raumakustik muss nicht so viel kosten, wenn man sich von einem akustiker beraten lässt und die umsetzung selber in die hand nimmt. man kann ebenfalls selber festlegen wie weit man gehen möchte, wobei ich dem kreuzinger recht geben möchte: wenn man mal einen wirklich guten raum ohne störende artefakte gehört hat möchte man nicht mehr anders hören :mitleid:

bereits mit eckabsorbern und absorbern zur verminderung von erstreflexionen kann man sehr grosse fortschritte erzielen... :yes:





gruss christoph

Sobchak

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30

Freitag, 9. Januar 2009, 16:25

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Zervix
Fazit:

Man kann noch so viel in die Raumakustik stecken, trotzdem ist das schwächste Glied in der Kette der Mensch. Schlussendlich muss jeder selber entscheiden, wie viel er in die jeweilige Kette investiert. Das ganze sollte in einem Verhältnis zum Nutzen und der jeweiligen Geräte untereinander stehen.


Ich mach' meinen Sound mit dem Ding hier:
http://www.stereolith.ch/db/stereo/templ….html&var=ln=de

Nimmt wenig Platz, und ich hab ihn auf Rollen an einem langen Kabel. Sehr flexibel.

Die meisten Leute sagen: Waaas? Das ist alles, um DEN Sound zu erzeugen?
Natürlich ist es kein Surround und kein 5.1, aber für Klänge, der auch im realen Leben aus einer bestimmten Richtung stammen würde (Dialoge, Gesang, Klavier, Jazz) klingt es sehr natürlich. Der Raumeffekt entsteht durch die Reflexionen an den Raumwänden. Man muss das Teil aber richtig platzieren und es macht den Raum halt auch nicht besser als er ist.

Zervix

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31

Freitag, 9. Januar 2009, 18:00

Zitat

Original von christoph
hallo beisammen

ich finde sogar, dass das thema (raum-)akustik massiv unterbewertet ist 8o

an einem guten raum hat man sehr lange freude, denn die physik ändert sich nicht mehr, ganz im gegensatz zu den im jahresrhythmus erscheinenden av-receiver :wink:

ich verstehe nicht, wie man alle drei jahre sich den grössten av-receiver boliden für 5.5k kauft und die dinger in einem raum betreibt, der vor lauter verzögertem nachhall, raumresonanzen, erstreflexionen und kammfilterproblemen gar keinen unterschied zum einsteigermodell zulässt :biggrin:

eine sehr stark verbesserte raumakustik muss nicht so viel kosten, wenn man sich von einem akustiker beraten lässt und die umsetzung selber in die hand nimmt. man kann ebenfalls selber festlegen wie weit man gehen möchte, wobei ich dem kreuzinger recht geben möchte: wenn man mal einen wirklich guten raum ohne störende artefakte gehört hat möchte man nicht mehr anders hören :mitleid:

bereits mit eckabsorbern und absorbern zur verminderung von erstreflexionen kann man sehr grosse fortschritte erzielen... :yes:


Hallo,

ich gebe dir uneingeschränkt recht. Wer 5500 Euro für einen Receiver ausgibt, der sollte bei der Raumakustik auch nicht sparen. Das ist dann wieder die Frage der Verhältnismäßigkeit. Bei einem Beamer im gleichen Preisrahmen projiziert man ja auch nicht auf die nackte weiße Wand. man sollte das gute Stück sogar kalibrieren lassen.

Bei einem Receiver für 500 Euro, stehen Akustikmassnahmen für 2000 Euro nicht im Verhältnis. Eventuell, wenn der Raum über mehr als 10 Jahre als Kino benutzt würde, könnte sich das rechnen.

Wer noch nie einen optimierten Raum gehört hat, der vermisst ihn auch nicht zwingend. Sollte es aber umgekehrt sein, würde ich den Verlust verstehen.

Gruss
Zervix

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32

Freitag, 9. Januar 2009, 18:05

RE: Wird Akustik überbewertet?

Zitat

Original von Sobchak

Zitat

Original von Zervix
Fazit:

Man kann noch so viel in die Raumakustik stecken, trotzdem ist das schwächste Glied in der Kette der Mensch. Schlussendlich muss jeder selber entscheiden, wie viel er in die jeweilige Kette investiert. Das ganze sollte in einem Verhältnis zum Nutzen und der jeweiligen Geräte untereinander stehen.


Ich mach' meinen Sound mit dem Ding hier:
http://www.stereolith.ch/db/stereo/templ….html&var=ln=de

Nimmt wenig Platz, und ich hab ihn auf Rollen an einem langen Kabel. Sehr flexibel.

Die meisten Leute sagen: Waaas? Das ist alles, um DEN Sound zu erzeugen?
Natürlich ist es kein Surround und kein 5.1, aber für Klänge, der auch im realen Leben aus einer bestimmten Richtung stammen würde (Dialoge, Gesang, Klavier, Jazz) klingt es sehr natürlich. Der Raumeffekt entsteht durch die Reflexionen an den Raumwänden. Man muss das Teil aber richtig platzieren und es macht den Raum halt auch nicht besser als er ist.


Hallo,

ich habe mir nun das Grundprinzip dieses Lautsprechers angesehen. Ich bezweifle stark, dass somit ein glaubwürdiger Rundumklang entstehen kann. Für Stereomusik scheint es zu funktionieren, aber nicht bei 5.1 Abmischungen.

Gruss
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33

Freitag, 9. Januar 2009, 18:15

Zitat

Original von Ravenous
Ich finde nicht, das es überbewertet wird.

Natürlich kann man sich darüber streiten, ob die teilweise mittleren 4stelligen Beträge im Verhältniss zum Ergebniss stehen.

Aber bereits mit einfachen Mitteln und etwas Arbeit kann man den Klang sehr positiv und für jeden hörbar verbessern.

Ich habe auch diesen Herbst mit Materialien experimentiert und habe sowohl den Bereich der Front mit den Erstreflektionen, als auch den Bereich der Rears mit den Echos der gegenüberliegenden Wände bearbeitet. Heraus kam ein wesentlich harmonischerer Klang mit besserer Räumlichkeit.

Der Aufwand dafür hielt sich in Grenzen und war auch finanziell überschaubar.

Veränderung habe ich ab hier dokumentiert:

Mein Kellerkino (aktuelles Update mit Bildern, 19.11.08)


Hallo Ravenous,

deine Erfahrung zeigt, dass es auch ohne Akustiker und teuren Absorbern eine Verbesserung geben kann. Die meisten Kinobauer sind ja da auch auf dem richtigen Weg. Geht man von einer Kirche aus (Nachhallzeiten gehen fast ins unendliche) und meiner Wiese (bloss Theorie, hat aber keine Nachhallzeit), muss man sich von seinem Keller (Kirche) in Richtung Wiese bewegen. Eigentlich kann man nicht viel falsch machen, sondern mit jeder Dämpfung kommt man dem guten Klang etwas entgegen. Erstreflexionen dämpfen und etwas Teppich am Boden wirken schon Wunder. Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass man eine Raum fast nicht überdämpfen kann. Der Unterschied liegt dann in der Leistung vom Zusammenspiel des Receivers und der Boxen. Braucht man im nackten Keller (Kirche) fast keine Leistung, benötigt jede Dämpfung mehr Leistung um den nötigen Schalldruck zu erzeugen (weil die Reflexionen fehlen).

Gruss
Zervix

34

Freitag, 9. Januar 2009, 20:04

Ja, auch teure Absorber bestehen nur aus Schäumen.

Ich hatte mich vorher mit einem KBekannten unterhalten der die Akustik und Dämmung für Flugzeugkabinen untersucht hat, der konnte mir schon mal gute Hinweise zu Materialien und Absorption/Refklektion geben. Den Rest kann man sich hier und in anderen Foren im Laufe der Zeit zusammensuchen.

Auch die Akustiker kochen nur mit Wasser respektive Schaum und im Kern der Sache landet man dann bei Materialien wie Aixfoam oder Basotect. Wobei das dann schon die teureren Materialien sind. Wer etwas mehr Zeit und Dreck investiert kann mit Steinwolle/Fasermatten wie Sonorock oder dergleichen ähnliches bewirken. Ich hasse aber diese fusseligen Matten, daher habe ich auch einen Schaum gewählt.

Mein Ansatz war nie der perfekt lineare Raum, sondern eine hörbare Verbesserung im überschaubarem Rahmen.

Um überhaupt zu sehen, was wo etwas bringt, hatte ich mir unterschiedliche Materialien besorgt und dann an verschiedenen Stellen im Raum positioniert.Ich wollte erstmal ohne teuren Akustiker auskommen und sehen, was möglich ist. Genau das habe ich geschafft. Aufwand dafür waren 5 Nachmittage. In dem Zuge habe ich dann auch gleich mein Kellerkino umgestaltet und das ganze etwas klarer und aufgeräumter gemacht.





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MichaelH

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35

Freitag, 9. Januar 2009, 23:44

Zitat

Original von Zervix
Wer noch nie einen optimierten Raum gehört hat, der vermisst ihn auch nicht zwingend. Sollte es aber umgekehrt sein, würde ich den Verlust verstehen.

Das sehe ich auch so. Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Diese akustische Matschfreiheit ist wie HDTV fürs Ohr.

Zitat

Original von Zervix
Bei einem Receiver für 500 Euro, stehen Akustikmassnahmen für 2000 Euro nicht im Verhältnis. Eventuell, wenn der Raum über mehr als 10 Jahre als Kino benutzt würde, könnte sich das rechnen.

Akustikmaßnahmen kosten ja nicht wirklich viel, solange man kein Basotect nimmt. Steinwolle oder Homatherm tun es auch um viel weniger Geld. Damit bleibt man unter 1000€ für den kompletten Raum.

Was mich wundert ist, dass viele ein Heimkino bauen und sich erst wenn alles fertig ist, sich um Akustik Gedanken machen. Dann ist es zu spät um 1-2m³ Absorber unauffällig unterzubringen. Insofern ist Akustik noch immer unterbewertet.

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36

Samstag, 10. Januar 2009, 08:54

Zitat

Original von MichaelH

Zitat

Original von Zervix
Wer noch nie einen optimierten Raum gehört hat, der vermisst ihn auch nicht zwingend. Sollte es aber umgekehrt sein, würde ich den Verlust verstehen.

Das sehe ich auch so. Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Diese akustische Matschfreiheit ist wie HDTV fürs Ohr.

Zitat

Original von Zervix
Bei einem Receiver für 500 Euro, stehen Akustikmassnahmen für 2000 Euro nicht im Verhältnis. Eventuell, wenn der Raum über mehr als 10 Jahre als Kino benutzt würde, könnte sich das rechnen.

Akustikmaßnahmen kosten ja nicht wirklich viel, solange man kein Basotect nimmt. Steinwolle oder Homatherm tun es auch um viel weniger Geld. Damit bleibt man unter 1000€ für den kompletten Raum.

Was mich wundert ist, dass viele ein Heimkino bauen und sich erst wenn alles fertig ist, sich um Akustik Gedanken machen. Dann ist es zu spät um 1-2m³ Absorber unauffällig unterzubringen. Insofern ist Akustik noch immer unterbewertet.


Hallo,

wenn man anfängt ein Kino zu bauen, sollte es auch gleich benutzbar sein. Daher werden die Prioritäten anders gesetzt. Erstmal etwas optisch aufpeppen, Geräte installieren und testen wie es aussieht, respektive wie es sich anhört. Erst danach kommen die Optimierungen. So ein Kino soll auch nie fertig sein. Man sucht immer wieder einen Grund weiterzubauen, umzustellen oder zu optimieren. Diese Überlegungen führen dazu, dass der Akustik nicht den nötigen Stellenwert eingeräumt wird.

@Ravenous

Es besteht ein Unterschied darin, ob man sein Kino mit Schaum, oder anderen Isolationen behandelt, oder ob man einen Akustiker beizieht. Der Profi misst den Raum aus und berechnet die Absorber danach. Einfach bloss Absorber reinstellen bringt nicht das gewünschte Resultat (Studioqualität).

@all

Es geht hier nicht um mein Kino, sondern allgemein gesehen. Bisher haben sich fast ausschliesslich Befürworter gemeldet ( eigentlich recht interessant, fast als fühlten sie sich verpflichtet, sich zu rechtfertigen :biggrin:). Trotzdem denke ich, das 90% der Kinos hier nicht klanglich optimiert wurden. Meines gehört auch dazu. Anhand der Diskussionen hier im Forum erlangt man schon etwas Grundlagenwissen und mit diesem Wissen wird dann experimentiert. Einen nackten Keller (Kirche) hat sicher auch Niemand. :biggrin:

Gruss
Zervix

37

Samstag, 10. Januar 2009, 09:44

Zitat

Original von Zervix
@Ravenous

Es besteht ein Unterschied darin, ob man sein Kino mit Schaum, oder anderen Isolationen behandelt, oder ob man einen Akustiker beizieht. Der Profi misst den Raum aus und berechnet die Absorber danach. Einfach bloss Absorber reinstellen bringt nicht das gewünschte Resultat (Studioqualität).

@all

Es geht hier nicht um mein Kino, sondern allgemein gesehen. Bisher haben sich fast ausschliesslich Befürworter gemeldet ( eigentlich recht interessant, fast als fühlten sie sich verpflichtet, sich zu rechtfertigen :biggrin:). Trotzdem denke ich, das 90% der Kinos hier nicht klanglich optimiert wurden. Meines gehört auch dazu. Anhand der Diskussionen hier im Forum erlangt man schon etwas Grundlagenwissen und mit diesem Wissen wird dann experimentiert. Einen nackten Keller (Kirche) hat sicher auch Niemand. :biggrin:

Gruss
Zervix


Ähm, dass da ein Unterschied zwischen DIY und Akustiker besteht, habe ich doch wohl mehr als deutlich geschrieben. Also nocheinmal: Ziel bei mir war es NICHT das perfekt lineare Kino mit Studioqualität zu bekommen, wie es evtl. ein Akustiker anstrebt. Ich habe auch nicht "nur Absorber reingestellt" sondern schon mit Positionen und Material experimentiert. Ziel war es Problemstellen zu eleminieren. Das ist extrem gut gelungen, wie mir mittlerweile mehrere Besucher bestätigt haben. Und die haben alle gar keine Ahnung und konnten nicht wissen, was sich hinter der Stoffbespannung versteckt.

Das sich überwiegend Beführworter melden, könnte daran liegen, dass diejenigen die nichts gemacht haben schlecht den Unterschied kennen können.

Was möchtest Du denn hören ? Das es Quatsch ist, damit Du besser schlafen kannst ? :biggrin:

Oder das man ohne Optimierung keine Filme ertragen kann ? :wink:

Ich denke derartig polarisierende Antworten wirst Du nicht bekommen. Die Wahrheit (so es denn bei dem Thema überhaupt eine gibt) liegt irgendwo dazwischen.

Probier doch einfach mal ein paar Sachen aus, trifft doch keinen Armen :sigh:





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38

Samstag, 10. Januar 2009, 10:06

Ich finde im Gegensatz zur Ausgangsfrage, dass Akustik / Klang in der Heimkinoszene meist deutlich unterbewertet ist. Kann man oft auch hier im Forum oder bei den Leserkinos in den Zeitschriften sehen. Beim Bild werden dann z.B. alle 12 Monate ein paar kEuro in den neuesten Beamer / Zuspieler investiert. Der Ton bleibt aber dem Einsteiger-Set von Canton oder Teufel anno 1995 überlassen, selbstredend suboptimal platziert, damit es die Optik nicht stört. Passt für mich nicht so ganz zusammen....





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39

Samstag, 10. Januar 2009, 12:43

Hi Leute

Ich möcht mich auch mal zu Wort melden -Klar ist Akustik sehr wichtig zumindest für mich ,und ich muss sagen ohne guten Ton,ist der Film halb soviel wert .Aber ich muss sagen es gibt verdammt viel unterschiede beim Klang ,jede DVD,Blu-ray oder gar Cd klingt anders .Und ich hab das Glück einen eigenen Raum für Kino mein eigen zu nennen da kann ich stellen oder aufhängen was ich will um den klang zu verändern .Aber wenn mein Kino im Wohnraum installiert wär würden mir glaub bei meinen Boxen die Scheiben rausfallen und der Klang wär auch im Eimer .
Deswegen sollte jeder der bisl vom Klang versteht das beste drausmachen ,was aber im Wohnraum nicht immer einfach ist (ich hab auch viel probiert ).

MFG gerikoe

Auric

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40

Samstag, 10. Januar 2009, 13:39

Ich finde das die Akustik ÜBERbewertet wird.

Einerseits nimmt der Mensch nun mal die meiste (und wichtigsten) Informationen visuell auf, andererseits sind die Audiosignale auf DVDs und Blue-rays soweit weg von der Realität das jegliche realistische wiedergabe gleich welcher Preisklasse das Audio Gerümpel hat grundsätzlich scheitern muss.

(Mit ein wenig Übung kann man z.B. auf einem Schiessstand trotz Gehörschutz heraushören ob die 357er jetzt 38 Patronen oder 357er Patronen verschiesst, in Hollywood klingen die Zimmerflaks immer nach irgend was undefiniertem, selbst eine KK Pistole klingt härter. 2. Beispiel, wer schon mal ein Autorennen live gesehen und gehört hat wird feststellen müssen dass das was die Filmschaffenden einem da akustisch anliefern nicht viel mit der Realität zu tun hat)

Also der Ton ist nur als Effekt zu gebrauchen, und dazu müssen die Effektkanäle vorhanden sein, an den richtigen Stellen müssen die LS platziert sein und der Abhörraum sollte möglichst nicht aktiv mit dröhnen, klappern und Resonanzen in Erscheinung treten.

High End im Heimkino ist :ccrazy: (meiner unmassgeblicher Meinung nach)

Es darf sich aber jeder Highender gerne einen alten 70er TV ins Kino stellen und darauf anschauen was den gerade diese ach so tolle akustische Information verursacht hat.

Gruss Auric





?Erwarten Sie, dass ich rede?? - ?Nein, Mr. Bond - ich erwarte von Ihnen, dass Sie sterben!?