Cloud Atlas

    • Blu-ray

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • MickeyKnox schrieb:

      mpinky schrieb:

      Dieser Film ist mehr als seichte Unterhaltung mit ein paar Zeitsprüngen - nur eben nicht für jeden ...
      Für manche ist vermutlich auch "G. I. Joe" tiefgründige Unterhaltung, aber sicher ist jede Äußerung hier subjektiv, da bedarf es keiner Erwiderung.



      Jetzt versteh ich gar nichts mehr.
      Das ist ja, wie wenn du dir die Augen zuhältst und sagst, hier ist dunkel und dich beschwerst, weil zu wenig Licht da ist. :silly:
      Und wenn jemand sagt, da ist Licht, dann sagst du: "klappe, das weiß ich aber das ist natürlich nur subjektiv." :silly:
    • Ganz und gar nicht, alle Äußerungen hier sind subjektiver Natur, ob ein Film einem als seicht erscheint oder nicht, ist zudem eine Frage der Warte. Da gibt es auch eine Grauzone, nicht nur schwarz oder weiß [wie in Deinem Beispiel].

      Ist doch in Ordnung, wenn der Film für mpinky – oder sonst wen hier – tiefgründig ist. Es gab z. B. auch Filme, die ich früher für viel tiefgründiger hielt, den Effekt kennen sicher viele hier auch. Dann schaut man den betreffenden Film einige Lebensjahre später erneut und denkt sich: "Wieso sah ich dies nur so?"

      Passierte mir gestern z. B. mit dem Film "Dobermann". Früher fand ich den lustig bzw. irgendwie "cool", gestern fast nur noch nervend und aufgesetzt.

      Andersherum gibt es dies wohl auch, aber ich vermute seltener.
      Gruß Mickey

      Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)
    • Wow. Ich hinke zur Zeit etwas hinterher was meinen Filmkonsum angeht. Gestern gab es endlich Cloud Atlas. Hatte bewusst wenig darüber gelesen, da ich Ihn eh schauen wollte. Ich bin begeistert. Freue mich schon das Ding noch mal zu schauen, um mich dann intensiver mir den unterschiedlichen Rollen auseinanderzusetzen.

      Film: 8,5 / 10
      Bild: 7 / 10 für meinen Geschmack etwas zu weich
      Ton: 6 / 10 OK, aber nicht herausragend. Umgebungsgeräusche haben andere Filme besser eingefangen.

      Punktabzug gibt es für die fehlenden engl. Untertitel. Habe deswegen auf Deutsch geschaut. Spannend fand ich die Sprache. Tom Hanks konnte ich erst kaum verstehen.

      Fazit: Sehr zu empfehlen.

      Gruß

      Obiwandicker
    • Ich weiß auch gar nicht, warum alle immer so auf den Äußerungen von Mickey rum hacken müssen?!?! "Seicht" ist doch nicht gleich "Schlecht". Schließlich bewertet er den Film mit der Schulnote: 2

      Des weiteren ist es seine Meinung, die er auch gern haben darf. Warum ihm also eine andere verkaufen wollen? Verstehe ich nicht.....

      Per Definition ist "seicht" vielleicht auch nicht zu 100% das treffende Wort. Wenn es aber darum geht, dass der Film nicht tiefgründig (auch eine Definition von "seicht") ist, dann stimme ich Mickey zu. Einen besonderen Tiefgrund hat dieser Film wirklich nicht. Er ist aber auch alles andere als anspruchslos, alltäglich, inhaltsleer etc...

      Grüße
    • Hallo,

      ich habe den Film gestern nun zum zweiten Mal angeschaut. Diesmal ist mir noch stärker die sehr schöne Filmmusik aufgefallen, da sind ein paar dezent schöne Stücke bei.

      Den Film als "seicht" zu bezeichnen ist vielleicht ein wenig überzeichnet und provozierend (das macht Mickey ja manchmal ganz gerne), dafür ist er dann doch etwas zu komplex und für den Zuschauer fordernd. Ohne ein konzentriertes Anschauen des Films verliert man schnell den Faden. Seichtes Kino siehrt anders aus. Aber das ist natürlich reine Ermessensache. Arthaus-Kino ist "Cloud Atlas" aber ganz sicher auch nicht. Dafür ist er dann doch zu kalkuliert und zu oberflächlich. Auch die Qualität der einzelnen Handlungsstränge ist etwas wechselhaft. Ich finde "Cloud Atlas" aber dennoch ganz gelungen, weil er sich trotz seines Blockbuster-Status wohltuend von den üblichen Filmen mit dieser Ausrichtung abhebt. Hier und da bemerkt man dann doch die europpäische Handschrift des Films. Und hey, wann kann man heute noch einen Blockbuster sehen, der nicht die Fortsetzung oder das Prequel von irgendetwas Bekanntem ist? Das der Film manchmal gerne noch mehr sein möchte als er dann tatsächlich ist, verzeihe ich ihm - mehr kann man bei der Grundkonzeption und Ausrichtung einfach nicht erwarten.

      Das er dann an den Kinokassen mehr oder weniger gefloppt ist, kann man dagegen wohl auch als ein Zeichen dafür werten, dass "Cloud Atlas" mehr ist als seichte Unterhaltung. Dann hätte der Film sicherlich ein breiteres Publikum gefunden, was er aus meiner Sicht eigentlich auch verdient hätte.

      Alles andere habe ich in meinem ausführlichen Review weiter oben schon gesagt.

      Gruß
      Finch
    • Finch schrieb:

      Das er dann an den Kinokassen mehr oder weniger gefloppt ist, kann man dagegen wohl auch als ein Zeichen dafür werten, dass "Cloud Atlas" mehr ist als seichte Unterhaltung.

      Dass "Cloud Atlas" nicht der Riesenhit im Kino war, führe ich vor allem auf die Erzählstruktur zurück. Die parallele Erzählweise über 6(!) Zeitebenen war zuviel, das hat offenbar viele Zuschauer massiv überfordert. Zumal am Anfang nicht einmal Jahreszahlen eingeblendet wurden, während permanent zwischen den Zeitebenen gewechselt wurde.
      Ob der Film im Kino erfolgreicher gewesen wäre, wenn er (wie das Buch) die Geschichte chronologisch erzählt hätte, vermag ich nicht zu beurteilen.
      Doch auch in meinem Heimkino habe ich festgestellt, dass einige Zuschauer rund 30 Minuten benötigten, um durch das Strukturgeflecht der Geschichte durchzusteigen.
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, 60 m³, Projektor: JVC DLA-NZ8, Leinwand: Screen Research ClearPix Ultimate Weiß, Lautsprecher: JBL 3678 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,
    • David1977 schrieb:

      Per Definition ist "seicht" vielleicht auch nicht zu 100 % das treffende Wort. Wenn es aber darum geht, dass der Film nicht tiefgründig (auch eine Definition von "seicht") ist, dann stimme ich Mickey zu.
      Aloha!

      Das meinte ich mit "seicht", erklärte ich oben ja auch. Ich denke auch, dass sich im Kino viele von den pseudokomplexen Zeitebenen abschrecken ließen. Auf mich macht es aber den Eindruck, dass dies nur Mittel zum Zweck ist, Der Film ist schön herausgeputzt und optisch oft opulent, aber eben nicht besonders tiefsinnig oder gar philosophisch. Bei der heutigen Gesellschaft bin ich allerdings der Auffassung, dass ein großer Kinoerfolg - wenn der große Name fehlt [wie z. B. nicht bei "James Bond"] - noch viel, viel flacher sein muss, weil der Anspruch generell immer mehr abnimmt.
      Gruß Mickey

      Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)
    • Neu

      CLOUD ATLAS
      (2012)

      4K/UHD Blu-ray

      Film: 10/10 Punkte
      1849 beschreibt der amerikanische Anwalt Adam Ewing (Jim Sturgess) in seinem Tagebuch, wie gausam die Sklavenhändler zahlreiche Ureinwohner behandeln.
      1936 gelangt der Komponist Robert Frobisher (Ben Whishaw) in den Besitz dieses Tagebuchs. Er liest, wie ein Sklave dem Anwalt das Leben rettete. Dieses Ereignis inspiriert ihn zum "Wolkenatlas-Sextett". In zahlreichen Briefen teilt er Rufus Sixsmith seine Liebe mit, nachdem er ihn fluchtartig verlassen musste.
      1973 vertraut sich Sixsmith (James D´Arcy) einer Journalistin (Halle Berry) an, damit diese über einen Atomskandal berichtet kann.
      2012 wird diese Geschichte für einen Roman aufgegriffen. Der englische Verleger Cavendish (Jim Broadbent) wird von seinem Bruder in ein Altersheim eingewiesen. Dort inszeniert er mit drei Gehilfen einen spektakulären Ausbruch.
      2144 sieht die geklonte Service-Kraft Sonmi:451 (Doony Bae) einen Film, der auf den Ereignissen von Cavendishs Flucht basiert. Sie wird dadurch zum selbstständigen Denken animiert und nimmt an einer Revolution teil.
      106. Jahr nach der Apokalypse trifft eine außerirdische Wissenschaftlerin auf den Ziegenhirten Zachary (Tom Hanks). Dieser betet einen Gott namens Sonmi an. Nur kurze Zeit später macht er eine Entdeckung, die seinen ganzen Glauben in Frage stellt.

      Tom Tykwer, Lana und Lilly Wachowsky (die als Larry und Andy Wachowski weltberüht wurden mit ihrer Verfilmung "Matrix") schufen im Jahr 2012 einen Film, dessen komplexe Geschichte nicht chronologisch erzählt wird. Die Handlungsabläufe finden vielmehr ineinander verschachtelt statt. Dadurch erschließen sich dem Zuschauer erst am Ende die Zusammenhänge. Gerade die zahlreichen Zeitsprünge sind anfangs etwas verwirrend, weil diese kurzen Sequenzen zunächst ohne Zeitangaben erfolgen. So wird aus sechs simplen Kurzgeschichten ein dichtes und komplexes Konstrukt, welches die durchgehende Aufmerksamkeit des Zuschauers erfordert.
      Wer sich auf diese Erzählweise einzulassen vermag, dem offenbart sich eine wundervolle Geschichte in epischer Größe, die noch lange Zeit nach Filmende nachschwingt - und auch heute noch bestens funktioniert.

      4K-Bild: 8/10 Punkte
      Der defektfreie Cinemascope-Transfer offenbart eine ordentliche Schärfe. Kleine Texturen auf der Kleidung werden detailreich dargestellt. Egal ob es sich um Flugobjekte in der Zukunft handelt oder um das Sklavenschiff im Pazifik, jederzeit ist die Auflösung in sich stimmig und dunkle Bereiche meist exzellent durchgezeichnet. Ab und an laufen Inhalte allerdings im Schwarz zu. Das erweiterte Spektrum nach DCI-P3 erzeugt satte Farben. HDR sorgt für Spitzlichter bis knapp 400 Nits, womit die Range natürlich nicht ausgeschöpft wird, aber das Bild viel heller erscheint als von der alten Full-HD-Fassung auf Blu-ray. Beständiges Rauschen (das teilweise recht grob ausfällt) schmälert den insgesamt positiven Eindruck ein wenig.

      Im Vergleich zur Full-HD-Fassung der alten Blu-ray zeigt sich, dass die brandneue 4K-Version keine nennenswerten Auflösungsvorteile besitzt. Sowohl die Panoramaaufnahmen am Strand als auch von der Brücke mit dem VW-Käfer bieten keine sichtbaren Auflösungsunterschiede. Trotzdem besitzt das 4K-Bild eine viel bessere Plastizität. Das liegt darin begründet, dass die Full-HD-Fassung ein leicht aufgehelltes Schwarz besitzt, ohne daraus Vorteile in der Durchzeichnung zu schöpfen. Die 4K-Version besitzt eine steilere EOTFS (HDR-Gammakurve) und bietet das sichtbar dunklere Schwarz bei gleichzeitig höherer Spitzenhelligkeit. Davon profitiert gleich zu Anfang der Weltraum, der bei dunklerem Schwarz und heller leuchtenden Sterne sichtbare Vorteile hat. Das macht einfach mehr Spaß. Doch auch die Kleider am Strand, die Innenaufnahmen im Pflegeheim und der Dachgeschosswohnung des Komponisten profitieren vom größeren Kontrastumfang der 4K-Version und der satteren Farbdarstellung. Hauttöne sehen in beiden Fassungen natürlich aus. Auf der 4K-Version sind sie aber gesättigter. Hier stellt sich manchmal ein wirkliches HDR-Wow-Erlebnis ein.

      Ton: 8/10 Punkte
      Der 5.1-Mix bezieht alle Lautsprecher ins Klanggeschehen mit ein. Das Knarrzen der Planken auf dem Sklavenschiff, das drohende Klopfen an der Hoteltür, als Ewing und Frobisher beim Liebesspiel ertappt werden, und der "Geist" der um Zachary herumschwirrt, um seinen Geist zu vernebeln, verteilen sich vorzüglich im ganzen Raum. Explosionen tönen herrlich satt und liefern spürbaren Tiefbass.
      Klanglich sind die 4K- und Full-HD-Fassungen identisch.

      Fazit:
      Wer sich auf die Erzählweise des Films einzulassen vermag, dem offenbart sich eine wundervolle Geschichte mit episch wirkenden Bildern, die noch lange Zeit nach Filmende nachschwingen. Für Fans des Films lohnt sich die 4K/UHD Blu-ray im Mediabook, da der Film noch nie besser ausgesehen hat. Wer den Film bereits als Blu-ray besitzt und ihn irgendwann nochmal sehen will, dem reicht ehrlich gesagt die Full-HD-Fassung, weil diese ein wirklich stimmiges Bild besitzt.
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, 60 m³, Projektor: JVC DLA-NZ8, Leinwand: Screen Research ClearPix Ultimate Weiß, Lautsprecher: JBL 3678 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von George Lucas ()

    Abonnement verwalten