Angepinnt Neue Surround-Audio-For​mate Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X

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    • Mir scheint auch als würde hier im Forum Dolby Atmos gegenüber Auro 3D favorisiert.

      Interessant wäre die Frage: Wer hat überhaupt schon mal Dolby Atmos für den Endkonsumenten, also nicht im Kino, gehört?

      Es wird hier sehr viel über Vermutungen berichtet was Dolby Atmos alles können soll. Wenn ich hier manche Zeilen lese könnte ich meine Dolby Atmos wäre ein wahres Wunderformat und kann alles was Auro 3D kann plus noch mehr: Ein paar zusätzliche Lautsprecher, oder nur nach oben strahlende Lautsprecher, reichen aus und Atmos macht dank der objektbasierenden Technik den Rest.

      Ist für mich reines Wunschdenken und kann ich so nicht glauben. Thema Raumakustik!

      Wenn doch Dolby Atmos so flexibel bezüglich Lautsprecher Positionierung ist, dann müsste es doch möglich sein eine Lautsprecherkonfiguration gemäß Auro 3D aufzubauen, welche ich dann Dolby Atmos mitteile, und Dolby Atmos berechnet daraus die entsprechende Signalverteilung.

      Gibt es überhaupt schon eine BluRay mit Dolby Atmos Abmischung? Lichtmond 3 wird zumindest auch eine Auro 3D Abmischung haben.

      Mir scheint als ob alle großen Herrsteller Dolby Atmos in Ihre Receiver integrieren, aber es aktuell keine entsprechende Sofware gibt. Bei Auro 3D wiederum gibt es aktuell nur den für die breite Masse nicht bezahlbaren „Auriga“, dafür erscheinen bereits die ersten Titel.

      Um zurück auf meine Eingangsfrage zu kommen: Wer hat überhaupt schon mal Dolby Atmos für den Endkonsumenten, also nicht im Kino, gehört?

      Ich hatte dazu bisher leider noch keine Möglichkeit. Gibt es hier jemand? Ich meine wie gesagt nicht im Kino.

      Auro 3-D konnte ich bereits hören. Einmal die besagte Hotelvorführung und ein zweites Mal in Belgien, und ich fand es gut.Keine Effekthascherei, sondern eine räumliche Erweiterung in alle Richtungen.

      Sehr beeindruckend war für mich die reine Musikdarbietung. Habe selten solch eine gute, natürliche, Musikwiedergabe gehört. Da brauche ich kein Stereo-HighEnd mehr.

      Wird Dolby Atmos auch für Musikwidergabe geeignet sein? Gibt es dazu schon Informationen? Und wie sieht es mit einer Upmix-Möglichkeit von 5.1 oder Stereo-Material aus?

      Ich könnte mir generell vorstellen zusätzlich Höhenlautsprecher als Einbauversion in Trockenbauabkofferungen zu installieren. Deckenlautsprecher fallen raus in meinem Wohnzimmerheimkino raus.

      Bin gespannt wie es sich mit Dolby Atmos und Auro 3D weiter entwickelt. Neben 4K ein weiters spannendes Thema fürs Heimkino.
    • HiFi-HCU schrieb:

      Auro 3-D konnte ich bereits hören. Einmal die besagte Hotelvorführung und ein zweites Mal in Belgien, und ich fand es gut.Keine Effekthascherei, sondern eine räumliche Erweiterung in alle Richtungen.

      Sehr beeindruckend war für mich die reine Musikdarbietung. Habe selten solch eine gute, natürliche, Musikwiedergabe gehört. Da brauche ich kein Stereo-HighEnd mehr.
      AURO 3D kann noch so beeindruckend sein, wenn der Support der großen Major-Studios fehlt, wird das wohl - ob kurz oder lang - den Tod für AURO bedeuten. Zumindest was (Hollywood-)Filme anbelangt.
      DOLBY ist in dieser Hinsicht einfach wesentlich besser aufgestellt. Es gibt weltweit auch schon deutlich mehr ATMOS- als AURO-Kinos.
      Tendenziell sieht es also mMn eher düster aus für AURO... :huh:

      Vielleicht ändert sich das aber alles noch, wer weiß?! ;)
      Beste Grüße
      Andy

      CINE LOUNGE 4K // Bauthread //

      ...::: HD RGB Homecinema Dreams Regensburg :::...
    • HiFi-HCU schrieb:

      Interessant wäre die Frage: Wer hat überhaupt schon mal Dolby Atmos für den Endkonsumenten, also nicht im Kino, gehört?
      Habe bisher nur einen (immerhin vielversprechenden) Erfahrungsbericht einer Vorführung bei Dolby im avsforum gesehen.

      HiFi-HCU schrieb:

      Es wird hier sehr viel über Vermutungen berichtet was Dolby Atmos alles können soll. Wenn ich hier manche Zeilen lese könnte ich meine Dolby Atmos wäre ein wahres Wunderformat und kann alles was Auro 3D kann plus noch mehr: Ein paar zusätzliche Lautsprecher, oder nur nach oben strahlende Lautsprecher, reichen aus und Atmos macht dank der objektbasierenden Technik den Rest.
      Bezüglich Atmos für zu Hause sind es noch sehr viel Vermutungen. Atmos im Kino ist aber sehr genau bekannt, siehe die diversen Dolby White Papers. Und ja, es ist aufgrund der Objekte eine Revolution was Surroundsound angeht. Ich kann mir vorstellen, dass die Arbeit mit Objekten schon bei der Abmischung für den Toningenieur eine ganz erhebliche Erleichterung darstellt, insbesondere wenn das Resultat (auch auf herkömmlichen Systemen!) spektakulär klingen soll. Schon alleine dadurch könnte Dolby Atmos zum Standard werden. Und bei der Wiedergabe haben die Objekte eben auch wieder Vorteile.

      HiFi-HCU schrieb:

      Wenn doch Dolby Atmos so flexibel bezüglich Lautsprecher Positionierung ist, dann müsste es doch möglich sein eine Lautsprecherkonfiguration gemäß Auro 3D aufzubauen, welche ich dann Dolby Atmos mitteile, und Dolby Atmos berechnet daraus die entsprechende Signalverteilung.

      Es wird sich zeigen, wie flexibel die Receiver sein werden. Das ganze wird wohl ohnehin viel Prozessorleistung benötigen und dann kommen ja noch Raumkorrektur für mehr Lautsprecher hinzu.

      Angesichts der Vorgaben für Atmos im Kino wird es auch im Heimkino ratsam sein, sich an Standardaufstellungen zu halten. Zumindest im Kino-Atmos kann der Toningenieur ein Soundobjekt vom nächstgelegenen Lautsprecher im Raum wiedergegeben lassen ("snap to speaker"-Funktion). Falls das auch im Heim-Atmos möglich ist, könnte eine exotische Lautsprecheraufstellung nicht so klingen wie eigentlich gedacht war.

      HiFi-HCU schrieb:

      Gibt es überhaupt schon eine BluRay mit Dolby Atmos Abmischung? Lichtmond 3 wird zumindest auch eine Auro 3D Abmischung haben.
      Ankündigt wurden die ersten BDs für Herbst. Was genau kommt, ist bisher unbekannt.

      HiFi-HCU schrieb:

      Sehr beeindruckend war für mich die reine Musikdarbietung. Habe selten solch eine gute, natürliche, Musikwiedergabe gehört. Da brauche ich kein Stereo-HighEnd mehr.
      Schon eine gut gemachte 5.1-Musikabmischung ist eine wahre Freude. Da kann ich mir gut vorstellen, dass Auro3D nochmals mehr bietet. Allerdings ist der Markt für Surround-Musik aller Art ohnehin sehr klein. Mein Fokus liegt daher klar bei den Filmen.

      HiFi-HCU schrieb:

      Wird Dolby Atmos auch für Musikwidergabe geeignet sein? Gibt es dazu schon Informationen? Und wie sieht es mit einer Upmix-Möglichkeit von 5.1 oder Stereo-Material aus?
      Dolby bewirbt Atmos (natürlich) auch für Musik und Games. Ich denke, v.a. für Games könnte Atmos breite Unterstützung finden. Für herkömmliches Material gibt's den "Dolby surround upmixer", welcher PLIIx vollständig ablöst, und (natürlich) noch besser sein soll als PLIIx.
    • Hallo,

      ich glaube das sich Dolby Atmos durchsetzten wird wegen der besseren Verbreitung von Decodergeräten.
      Bei Receivern der 2014er Generation bekomme ich Dolby Atmos dabei, ohne Mehrkosten (bei Gerätepreisen ab ca. 1000.- Euro).
      Ein Auro 3D Receiver wird nicht unter 10000.- Euro zu bekommen sein. Bis hier Geräte zu Konsumerpreisen verfügbar sind werden wahrscheinlich mehrere Jahre vergehen.
      Bis dahin dürfte sich Dolby Atmos durchgesetzt haben wegen der viel größeren Verbreitung.
      Ich denke das die Hochpreispolitik das System Auro 3D zum scheitern verurteilt.

      Gruß
      Christian
    • Ich glaube nicht, dass AURO wirklich eine Hochpreispolitik verfolgt,
      sich aber gerne die Early Adopters mitnimmt :kratz:


      Nun ich konnte jedenfalls gestern AURO 3D bei einem Händler erleben, und
      es war atemberaubend. Gerade auch im Upmix.

      Für mich steht fest,ich kann schon mal mit dem Kabel legen beginnen 8o
      Ich werde eine 5.2.6 Konfiguration nach AURO-Richlinien verkabeln und diese
      halt für Dolby Atoms missbrauchen. An AURO wird Atoms nicht rankommen.


      Zur Zeit gibt es ja - wenn überhaupt - nur den 12er AVR von AURIGA um die 14K
      Dieses Jahr noch soll von AURIGA eine Vorstufe kommen an die man einfach nur die
      Endstufe(n) seiner Wahl anschließt. Z.B. die Yamaha 11.1 Endstufe.


      Interessant war gestern auch die Zuspielung. Da der Auriga auf Reise war erfolgte
      diese über ein MacBook Pro an eben diese Yamaha-Endstufe. Ob da noch irgendwo
      was zwischen steckte konnte ich nicht entdecken. Aber der Mac als Vorstufe wäre
      natürlich auch was :]





      Viele Grüße vom linken Niederrhein
      Frank
      ---------------------------------------------
      Meine aktuelle Heimkinokette:
      Sony VPL VW 1000, Pioneer LX 86, Oppo BDP 103 EU, Toshiba HD-XE1, Humax HD-Fox+ im Lan mit Icord Mini 1TB, Apple TV, Xodiac Screens Deluxe Masked 310 Akustik, Sonos-System, Canton Karat 7er Serie in 7.1 + IBeam, Logitech Harmony 1000 + IPAD
    • Gentleman schrieb:

      Desweiteren zickt die Tochter rum, als es so drückend warm war, sie wollte im Kino pennen. :nono: Oder noch besser, wenn es nach Ihr ginge, Kino raus reißen und ihr Zimmer nach unten. :cluebat: Ich habe ihr gleich verklickert, nur über meine Leiche. Auf Ideen kommen die Teenis........ :ccrazy:

      Musst sie halt auch mal (natürlich technisch von dir begleitet) Filme im Kino schauen lassen. Dann dürfte sich die Einstellung dazu schnell ändern! ;)

      HiFi-HCU schrieb:

      Ist für mich reines Wunschdenken und kann ich so nicht glauben. Thema Raumakustik!

      Stimmt, das ist der Teil den ich auch nicht ganz verstehe, besonders wenn man weiss, was die Kinobetreiber für einen Aufwand betreiben müssen beim Bau eines Atmos Saales.

      HiFi-HCU schrieb:

      Gibt es überhaupt schon eine BluRay mit Dolby Atmos Abmischung? Lichtmond 3 wird zumindest auch eine Auro 3D Abmischung haben.

      Ja, kommen im Herbst!

      Jigsaw schrieb:

      Vor dem Hauptfilm letzten Samstag lief im CINECITTA dieser DOLBY ATMOS Trailer. Meine Herren, das war schon echt fein und hat gezeigt, zu "was" das Soundsystem und ATMOS fähig wäre. Geil! :freu: :thumbsup:

      Den kenn ich schon in und auswendig und finde ihn auch genial! Auch wenn es etwas an "Ping-Pong Stereo" erinnert, was letztlich auch der Grund sein dürfte, warum es in den Filmen dann eben wieder nicht ganz sooo krass klingt.
    • Hier eine Meldung bezüglich Atmos-BDs:
      Erste “Dolby Atmos” Blu-ray Discs ab Herbst

      Irritierend an dem Artikel finde ich folgende Aussage:
      Die zusätzlichen Toninformationen werden beim Authoring in Dolby TrueHD-Tonspuren integriert. Aber auch das im Streaming & TV-Bereich weiter verbreitete Dolby Digital Plus soll Atmos-tauglich sein.

      Man hat einfach eine normale 5.1 oder 7.1 Spur "mit zusätzlichen Informationen"? Diese "zusätzlichen Informationen" sind dann also die Soundsignale für die Decke? Dann wäre es ja aber wieder eine Kanal basierte Lösung und nicht Objektbasiert, was ja gerade die Stärke von Atmos ist. Oder ist Atmos für zu Hause etwa nur eine "Light" Version? Hmmm..... Irgendwie verwirrend. Oder einfach vom Autor des Artikels etwas ungünstig formuliert?

      Die Atmos DCPs im Kino haben ja auch noch zusätzlich eine 5.1 bzw. 7.1 Spur drauf. (Quasi so wie früher beim 35mm Film wo neben der Dolby Digital auch noch eine analoge Dolby SR Spur mit drauf war.) Doch die sind beide völlig unabhängig voneinander.
    • In dieser Patentschrift von Dolby sind alle Details zu finden, wie Atmos zu Hause funktioniert: freepatentsonline.com/WO2014099285A1.html
      Ich denke, das entspricht dem im Dolby White Paper erwähnte "Spatial Audio Coding".

      Ich habe es nicht im Detail gelesen, aber etwas scheint klar zu sein: Die Komprimierung für Atmos zu Hause basiert darauf, dass die bis zu 118 Objekte vom Kino-Mix in Clustern zusammenzugefasst wird. Die Charakteristik der Objekte - z.B. Lautheit oder Wichtigkeit (Dialogspur) - wird dabei berücksichtigt. Es findet also sicher ein Verlust an räumlicher Information statt, falls sehr viele Objekte im Kino-Mix vorhanden waren. Das Resultat wird hoffentlich trotzdem sehr nah am Kinoerlebnis sein.
    • fm-mg schrieb:

      Für mich steht fest,ich kann schon mal mit dem Kabel legen beginnen 8o
      Ich werde eine 5.2.6 Konfiguration nach AURO-Richlinien verkabeln und diese
      halt für Dolby Atoms missbrauchen. An AURO wird Atoms nicht rankommen.



      An so eine Herangehensweise habe ich auch schon gedacht. Wo kann man die diversen Setups für finden? Ich möchte zuerst zwar nur die LS Kabel verlegen, aber eben auf alles vorbereitet sein.
      Wenn du immer nur tust, was du schon kannst, bleibst du immer das, was du schon bist.
    • Beitrag #1 dieses Threads wurde um Links zu folgenden Trailern ergänzt:

      Dolby Atmos: "Amaze" Cinema Trailer
      Dolby Atmos: "Leaf" Cinema Trailer

      Dolby Atmos: "Unfold" Cinema Trailer Credits: Jigsaw Good find! :dankoe: :thumbs:

      Dolby Atmos: "Coming Soon in Dolby Atmos" Cinema Trailer

      Gruß
      96fps

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 96fps () aus folgendem Grund: Credit where credit is due

    • Guardian schrieb:

      In dieser Patentschrift von Dolby sind alle Details zu finden, wie Atmos zu Hause funktioniert: freepatentsonline.com/WO2014099285A1.html
      Ich denke, das entspricht dem im Dolby White Paper erwähnte "Spatial Audio Coding".


      Danke für den Link!

      Das heißt, die Heimtonspur hat immer weniger räumliche Differenzierungen als die Kinovariante. Schade, aber wahrscheinlich sind die Clustering-Algorithmen so intelligent, dass man es kaum bemerken würde. Und in dem White Paper hatte ich gelesen, dass man die beschränkte Kodierung schon bei der Abmischung anhören und somit von vornerein optimieren kann. Trotzdem kann man nur hoffen, dass das Nachfolgeformat der Blu-ray die notwendige Datenrate von Atmos in voller Gänze unterstützt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von FoLLgoTT ()

    • Hier mal, bei aller auch von mir geteilten Euphorie über die Heimkino-Neuerung des Jahres, der Ausgewogenheit halber zwei begründet skeptische bis kritische Stimmen (in englischer Sprache)
      zu Dolby Atmos for Home Theater und seine mit Einschränkungen und Kompromissen einhergehende Implementierung in der aktuellen ersten Geräte-/Produktgeneration:

      What Is Dolby Atmos for Home Theater?


      Gruß
      96fps
    • Ich masse mir kein tieferes Wissen in Sachen Lautsprecher an, soviel als Einleitung

      Das die beiden Herren sich nicht vorstellen können das ein Lautsprecher "gebündelte" Schallwellen abgeben kann ist offensichtlich, ich kann mir das auch nicht vorstellen, (ich bin aber auch kein Experte der über das Theme ein Youtube Video dreht) ich kann mich nur an hundertfach gelesene Passagen erinnern in denen bei Lautsprecherkonstruktionen über die Vermeidung eben solcher Bündelungseffekte geschrieben wurde.

      Also wenn es solche Effekte gibt, und wenn solche "Soundprojektoren" wie ich sie auf der IFA Live gehört habe tatsächlich funktionieren, dann kann ich mir schon vorstellen das so ein Höhenkanal über die Reflektion der Schallwellen an der Decke "funktioniert"

      Ich will ganz klar diese "Konstruktion" nicht mit tatsächlich an der Decke montierten Lautsprecher gleichstellen, das ist sicher eine "Krücke" aber einer der ich speziell in europäischen EFHs ganz gute Chancen gebe ganz Vernünftig zu klingen.

      Im Gegensatz zu den Wänden sind die Decken in unseren Wohnzimmern frei von Möbeln, dämmenden Flächen, die Decken sind i.d.R nicht wahnsinnig weit weg, sie sind i.d.R. parallel zum Fussboden, also alles gute Vorraussetzungen das es klappen könnte.

      Das in der amerikanischen Baracken- Bauweise mit OSB Platten als Decke über einer abgehängten Pappmaschee Decke die Schallwellen nicht so reflektiert werden wie an meiner Stahlbetondecke ist zu vermuten, daher werde ich mir so ein Dolby Atmos System sicher mal anhören wenn es soweit ist, das ich im Wohnzimmer Lautsprecher an die Decke montiere.... kann ich mir nicht vorstellen.

      Gruss Auric
    • FoLLgoTT schrieb:

      Trotzdem kann man nur hoffen, dass das Nachfolgeformat der Blu-ray die notwendige Datenrate von Atmos in voller Gänze unterstützt.
      Hab ich mir auch gedacht. Aber es ist doch schön, dass ein neues Medium auch im Sound nochmals eine kleine Verbesserung bringen kann.

      Auric schrieb:

      Ich will ganz klar diese "Konstruktion" nicht mit tatsächlich an der Decke montierten Lautsprecher gleichstellen, das ist sicher eine "Krücke" aber einer der ich speziell in europäischen EFHs ganz gute Chancen gebe ganz Vernünftig zu klingen.

      Die diversen Berichte über "Atmos Home Demos", die jetzt gerade im Netz auftauchen, bestätigen alle, dass das Prinzip mit der Deckenreflexion erstaunlich gut funktioniert und keinesfalls eine "Krücke" ist für eine Wohnzimmer-Anlage. Im Heimkino-Keller würde ich dennoch auf Deckenmontage setzen, insbesondere da dort an der Decke meist Absorber oder Diffusoren hängen.


      Die beiden Audioholics-Clowns haben übrigens keine solche Demo gehört, sondern ziehen einfach über die offensichtlichen Nachteile von Atmos her. Und die nennen sich "Audioholics". Extrem peinlich.
    • Im folgenden sehr ausführlichen und IMHO ansehenswerten Interview (geführt Anfang Juli 2014) von Scott Wilkinson, Macher des Home Theater Geeks Kanals bei YouTube, mit Andrew Jones, Leiter der Lautsprecher-Entwicklung von Pioneer Electronics, in welchem die neu entwickelten Pioneer-Lautsprecher für Dolby Atmos besprochen werden, äußert Andrew Jones sich dahingehend, dass er persönlich der reflektierten Variante gegenüber der deckenmontierten Variante beinahe den Vorzug zu geben geneigt ist, und erläutert dies auch recht nachvollziehbar anhand verschiedener Kriterien:

      Home Theater Geeks 214: Dolby Atmos Comes Home (in englischer Sprache)


      Eine Stunde aufgewendete Lebenszeit, die sich für diejenigen lohnen sollte, die Dolby Atmos gerne in ihr Heimkino integrieren würden. :thumbs-up:

      Gruß
      96fps

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 96fps ()

    • Und hier noch nachgereicht ein älteres Interview (geführt Ende November 2013) von Scott Wilkinson, Macher des Home Theater Geeks Kanals bei YouTube, mit zwei Toningenieuren von dubstage.com, über Auro 3D Audio sowie aktuelle und künftige Vorgehensweisen beim Erstellen von Tonmischungen:

      Home Theater Geeks 184: Auro 3D Audio (in englischer Sprache)


      Gruß
      96fps
    • Auric schrieb:

      Das die beiden Herren sich nicht vorstellen können das ein Lautsprecher "gebündelte" Schallwellen abgeben kann ist offensichtlich, ich kann mir das auch nicht vorstellen, (ich bin aber auch kein Experte der über das Theme ein Youtube Video dreht) ich kann mich nur an hundertfach gelesene Passagen erinnern in denen bei Lautsprecherkonstruktionen über die Vermeidung eben solcher Bündelungseffekte geschrieben wurde.


      Die Deckenprojektion kann überhaupt nicht so funktionieren, wie Dolby es uns propagieren will. Der Grund ist der Haas-Effekt. Der Direktschall der nach oben strahlenende Lautsprechersektion trifft immer früher am Ohr ein als die Reflexion. Daher wird die Lokalisation aus Richtung des Lautsprechers wahrgenommen. Um das zu unterbinden, muss der Lautsprecher so stark bündeln, dass der Direktschall eine gewisse (mir unbekannte) Schwelle unterschreiten. Er muss deutlich leiser sein als die nachfolgende Reflexion. Selbst 10 dB Pegeldifferenz reichen noch nicht aus.

      Das funktioniert aber nur mit extrem starker Bündelung. Bündelung kann nun über verschiedene Mechanismen erzeugt werden:

      1. Membrangröße (größer = höhere Bündelung)
      2. Horn
      3. DSP-gesteuertes Lautsprechergitter

      Möglichkeit 1. fällt wegen der Größe raus. Das Horn funktioniert bei akzeptabler Größe (was immer noch relativ groß ist) nur ab dem oberen Mitteltonbereich. Und ob die Bündelung ausreicht, kommt auch auf den Winkel an, unter dem man hört (Höhe der Decke bzw. Entfernung des Lautsprechers zum Hörer). Möglichkeit 3. dürfte wahrscheinlich aus Kostengründen für die meisten Wohnzimmer flachfallen.

      Weiterhin muss die Decke frequenzneutral reflektieren. Wer mal das Spektrum einer Reflexion untersucht hat, weiß, dass das selten der Fall ist. Ich halte daher überhaupt nichts von Dolbys Reflexionskonzept. Aber irgendwie muss man den Normalverbrauchern ja das neue System im Wohnzimmer schmackhaft machen. Schließlich sollen die fleißig neue AV-Receiver kaufen! :D

      Und bevor jetzt Gegenargumente kommen der Marke "Die Leute, die die Vorführung besucht haben, fanden es aber toll!", kann ja jeder mal zu hause selbst ausprobieren, wie gut bzw. schlecht die Deckenprojektion funktioniert. Einfach einen Lautsprecher auf den Punkt an der Decke ausrichten, über den der Schall direkt zum Hörer gelangt (Einfallswinkel = Ausfallswinkel). Das hört sich dann zwar irgendwie diffus an, aber lokalisiert wird immer der Lautsprecher und nicht den Punkt an der Decke... ;)

      96fps schrieb:

      Im folgenden sehr ausführlichen und IMHO ansehenswerten Interview (geführt Anfang Juli 2014) von Scott Wilkinson, Macher des Home Theater Geeks Kanals bei YouTube, mit Andrew Jones, Leiter der Lautsprecher-Entwicklung von Pioneer Electronics, in welchem die neu entwickelten Pioneer-Lautsprecher für Dolby Atmos besprochen werden, äußert Andrew Jones sich dahingehend, dass er persönlich der reflektierten Variante gegenüber der deckenmontierten Variante beinahe den Vorzug zu geben geneigt ist, ...


      Selbstverständlich tut er das. Er arbeitet ja auch für die Firma, die solche Lautsprecher verkauft... :D
    • Wir werden ja sehen (und hören) wie die sich das vorstellen ;)

      Ich könnte mir vorstellen das eine Schallquelle die von vorne rechts über die Decke reflektiert schon als von "vor mir, oben und rechts" erkannt wird, evtl. weil man sie diffus reflektiert von oben und von vorne/rechts hört.

      Das dazu keine Bassfrequenzen nötig sind ist klar, am Ende sind diese reflektierenden Lautsprechersysteme natürlich nur für das "boooa ey, das kam jetzt von da oben" im Film und können prinzipiell kaum mit einem Rudel Punktschallquellen an der richtigen Stelle mithalten (aber dass wollen die aber auch nicht ;) )


      Gruss Auric
    • @FoLLgoTT
      Hättest Du das Videointerview mit dem Pioneer-Lautsprecherentwicklungsleiter aufmerksam(er) angesehen, so wüsstest Du, dass Pioneer laut Andrew Jones, der selbst relativ spät von der Dolby Atmos Entwicklung erfuhr, überhaupt erst beschlossen hat Dolby enabled Lautsprecher für die mittlere Preisklasse von Grund auf neu zu entwickeln, weil er und weitere Kollegen der Produktmanagement- und Entwicklungsmannschaft von Pioneer bei einer Dolby-Demo mit einer prototypischen Lautsprecherkonfiguration davon überzeugt werden konnten, dass Potential in diesem Konzept steckt, und da Pioneer ein erfolgversprechenderes Marktsegment in dieser Variante sieht als in der deckenmontierten Variante.

      Anderenfalls gäbe es von Pioneer zur Begrenzung des Entwicklungsrisikos in der ersten Produktgeneration nur Aufsatzlautsprecher oder Deckenlautsprecher, statt einer integrierten Lösung aus einem Guss...

      Gruß
      96fps
    • Auric schrieb:

      Ich könnte mir vorstellen das eine Schallquelle die von vorne rechts über die Decke reflektiert schon als von "vor mir, oben und rechts" erkannt wird, evtl. weil man sie diffus reflektiert von oben und von vorne/rechts hört.

      Das dazu keine Bassfrequenzen nötig sind ist klar, am Ende sind diese reflektierenden Lautsprechersysteme natürlich nur für das "boooa ey, das kam jetzt von da oben" im Film und können prinzipiell kaum mit einem Rudel Punktschallquellen an der richtigen Stelle mithalten (aber dass wollen die aber auch nicht


      Ja, das denke ich auch. Es ist ähnlich wie mit Dipolen: bei diffusen Umgebungsgeräuschen ist das völlig in Ordnung. Aber wehe es sollen diskret platzierte Schallereignisse wiedergegeben werden... ;)
    • 96fps schrieb:

      ...weil Andrew Jones und Kollegen der Entwicklungsmannschaft von Pioneer bei einer Dolby-Demo mit einer prototypischen Lautsprecherkonfiguration davon überzeugt werden konnten, dass Potential in diesem Konzept steckt, und da Pioneer ein erfolgversprechenderes Marktsegment in dieser Variante sieht als in der deckenmontierten Variante.


      Das deckt sich doch mit meiner Aussage weiter oben. Es geht eben um das Geschäft und nicht um die technisch bessere Variante.
    • Je nach Akzeptanz der Mitbewohner, Ansprüchen an die Optik der Innenraumgestaltung, Ansprüchen an die akustische Qualität der Raumklanglösung, Raumdimensionen, Form des Raumes, Deckenneigung, sowie für die Decke verwendeten Materialien ist, wie in diversen Beiträgen im Web plausibel ausgeführt wird, die Variante mit Deckenlautsprechern nicht immer der beste Kompromiss.

      Bei eher niedrigen, ebenen, horizontalen, schallharten, nicht akustisch behandelten Decken, die nicht abgehängt werden können, sollen oder dürfen, ist ggf. die Reflexionsvariante die bessere, da sie die bei der anderen Variante nur mit nicht unerheblichem Aufwand zu vereinbarenden gegensätzlichen Anforderungen an bestmögliche technische Funktionalität, ästhetische Umsetzbarkeit, Finanzierbarkeit und ein niedriges bis erhöhtes jedoch gerade noch eben so akzeptables Beziehungskrisenrisiko eher erfüllen kann. ;)

      Gruß
      96fps
    • 96fps schrieb:

      Bei eher niedrigen, ebenen, horizontalen, schallharten, nicht akustisch behandelten Decken, die nicht abgehängt werden können, sollen oder dürfen, ist ggf. die Reflexionsvariante die bessere, da sie die bei der anderen Variante nur mit nicht unerheblichem Aufwand zu vereinbarenden gegensätzlichen Anforderungen an bestmögliche technische Funktionalität, ästhetische Umsetzbarkeit, Finanzierbarkeit und ein niedriges bis erhöhtes jedoch gerade noch eben so akzeptables Beziehungskrisenrisiko eher erfüllen kann. ;)
      :wow: Wow!
      Was für ein Satz!!! :biggrin:
      Beste Grüße
      Andy

      CINE LOUNGE 4K // Bauthread //

      ...::: HD RGB Homecinema Dreams Regensburg :::...
    • Wenn Dolby das Thema Home-Atmos konsequent zu Ende entwickelt, was kommt dann fürs Wohnzimmer dabei heraus? - Eine Soundbar, die in alle Richtungen abstrahlt? Wozu überhaupt 7.2.4-Lautsprecher noch installieren? Funktioniert doch mit ´ner Playbar sicherlich prima. Einfach das Ding unter den TV oder die Leinwand legen - Plug and Play - und fertig...!?

      Mal ernsthaft. Jeder, der mal eine Soundbar in optimalen Räumlichkeiten hören konnte, wird bestätigen, dass sogar Surround-Effekte hinten ortbar sind - aber gegen echte Surround-Lautsprecher klingt diese "Sound-Projection" gruselig.
      Mit Dolby-Atmos-Projektions-Lautsprechern wird das nicht anders sein - oder aber die Lautsprecher sind ortbar, aufgrund des Direktschalls - das sehe ich ganz ähnlich wie FoLLgoTT.

      Mich erinnert diese Atmos-Geschichte zunehmend an die Anfänge der Surround-Ton-Ära. Da wurden zunächst auch Mini-Lautsprecher als Center und Rears eingesetzt (teilweise als Set preiswert im Mediamarkt erhältlich), um die fetten Standlautsprecher im Wohnzimmer zu unterstützen. Irgendwie musst das damalige AC3-Zeug ja an den Mann gebracht werden. Das ganze Thema hat Jahre gedauert, bis die meisten Leute verstanden haben, dass es so nicht wirklich funktioniert, wenn ein Mindestmaß an Anspruch an den Ton vorhanden ist. Bis heute lese ich von zusammengewürfelten Surround-System und kleinen Centerlautsprechern - sogar hier im Forum. In diesen Räumlichkeiten macht sich dann sicherlich auch die "Decken-Ton-Projektion" prima.
      Die liebevolle Regierung wird Dolby Atmos dann vielleicht sogar erlauben...

      :bier:
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, Projektor: JVC DLA-N7, Leinwand: Alphaluxx Barium Reflax 4K, Lautsprecher-: KCS S-1200 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,

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    • FoLLgoTT schrieb:

      Die Deckenprojektion kann überhaupt nicht so funktionieren, wie Dolby es uns propagieren will. Der Grund ist der Haas-Effekt. Der Direktschall der nach oben strahlenende Lautsprechersektion trifft immer früher am Ohr ein als die Reflexion. Daher wird die Lokalisation aus Richtung des Lautsprechers wahrgenommen. Um das zu unterbinden, muss der Lautsprecher so stark bündeln, dass der Direktschall eine gewisse (mir unbekannte) Schwelle unterschreiten. Er muss deutlich leiser sein als die nachfolgende Reflexion. Selbst 10 dB Pegeldifferenz reichen noch nicht aus.
      Diese Projektions-Lautsprecher zeigen ja in einem sehr steilen Winkel nach oben. Da wird der Direktschall tatsächlich ziemlich gering sein, v.a. im Hochton, welcher für die Höhenwahrnehmung besonders kritisch ist. Aber vermutlich hast du recht. Denn gemäss Diskussion im avsforum scheint Dolby bei der Deckenprojektion zusätzlich psychoakustische Effekte auszunutzen, welche den Höheneindruck verstärken: schmalbandige Filter im Hochtonbereich. Ohne diesen Trick würde also die Deckenprojektion ev. gar nicht überzeugen.

      Auch wenn ich sicher auf Deckenspeaker setzen würde, finde ich es schon eine sehr erfreuliche Nachricht, dass die Deckenprojektion in den Demos auch absolut überzeugt hat. Das erhöht die potentielle Kundschaft ganz erheblich, was letztlich allen Atmos-Enthusiasten zugute kommt.
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