Helmholtz Absorber vorher/nachher

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    • Helmholtz Absorber vorher/nachher

      Hi,

      ich habe in meinem Wohnzimmer eine ordentliche 31 Hz Mode und wollte mal die Wirkung eines Helmholtzabsorbers testen. Nach einem Artikel in der HobbyHifi und dem Online Rechner von Strassacker habe ich einen Absorber aus 10mm Spanplatte mit den Innenmaßen 100cm x 50cm x 50cm gebaut (250l) und mit deinem 9cm langen 15cm Rohr (Innenmaß KG 160 Rohr) versehen. Ich wollte eigentlich ein 200mm langes 200er Rohr nehmen, aber das gabs in keinem Baumarkt. Darum habe ich ein KG Rohr 160 mit passendem Deckel gekauft. Der Deckel wurde mit einem Forstnerbohrer durchbohrt und dann auf dem Frästisch mit einem Bündigfräser von seinem Innenteil befreit. Dann den Deckel von Außen durchgesteckt und das Rohr von innen aufgesteckt. Hält Bombe! Dadurch kann man die Länge auch noch ein Paar cm variieren.
      Das Innenleben habe ich dann noch mit 4 Ikea Polyester Kissen gefüllt und anschließend hinter das Sofa gelegt. Die Öffnung ist 50cm von der Raumecke entfernt.

      Hier mal meine Messung vorher und hinterher. So wie ich das sehe, habe ich die 31Hz gut getroffen, oder?



      Kann jemand beurteilen, wie stark sich die Wirkung mit einem 200mm Rohr ändert? Sollte das Gehäuse starrer sein oder ist die Vibration zur Energiereduzierung erwünscht?

      Lohnt der Aufwand überhaupt? Oder ist ein DSP die bessere Alternative? (Ich neige fast dazu.)

      PS: Taugt auch prima als Katzenspielzeug :thumbsup:
    • rollercontainer schrieb:




      Kann jemand beurteilen, wie stark sich die Wirkung mit einem 200mm Rohr ändert? Sollte das Gehäuse starrer sein oder ist die Vibration zur Energiereduzierung erwünscht?
      Hi,

      also ich finde es für einen Absorber schon recht gut.
      Interessant wäre, wie die Änderung mit mehreren Absorbern aussieht.
      Bei professionellen Installationen werden viele der HHR eingesetzt. Hauptsächlich in den Ecken, auch oben in den Längsecken.

      Zu Deinen beiden Fragen kann ich Dir leider keine Antwort geben.
      Tschüss E.


      Der Anbau
    • Material für einen zweiten habe ich auch noch, aber keine Ecke mehr frei. In zwei Ecken sind Türen und in der nächsten ein Durchbruch. Bleibt nur eine und da steht der jetzige. Auch sind die 250l ein Problem, da kann ich mir ja nicht das Wohnzimmer mit voll stellen.
      Dem Artikel nach, braucht man bei einer 31Hz Mode mindestens 100 bis 150l, also währen mehrere auch nicht wirklich klein oder billig.
      Da kann ich auch mal einer iNuke mit DSP eine Chance geben.
    • Hi,

      mit den Ecken meinte ich das mehr so: fairland-studio.com/projekte
      Schau mal beim Hörrmax, ich bin der Meinung das oben mit den Löchern sind alles HHR's.

      Da diese Technik intensiv von Fairland genutzt wird gehe ich auch davon aus, das dies günstiger als eine DSP Lösung ist.
      Und mit günstiger meine ich nicht finanziell sondern für die Akustik.

      Es ist eben nur schwierig solche HHR's richtig abzustimmen.
      Tschüss E.


      Der Anbau
    • Hi,
      ich meine das ist für die tiefen Töne.
      Man muss nicht zwingend lange Rohre verwenden. So wie ich es verstehe, kann auch einfach die Materialstärke genutzt werden.
      Wenn man z.B. 1,5 cm nutzt, sollte nur noch der Ø der Öffnung angepasst werden.
      Die Anzahl der Öffnungen richtet sich dann nach dem vorhandenen Volumen.

      Du kannst ja mal hier mit einigen Werten spielen.:
      lautsprechershop.de/index_hifi….de/tools/t_helmholtz.htm
      Tschüss E.


      Der Anbau
    • Das ist nicht korrekt Augustiner.
      Ich konzipiere meine HHRs stets nur auf Materialstärke ohne Rohr, dafür dann lieber stimmbar in Bezug über die Gesamtmündungsoberfläche um auf die Stimm-Frequenz zu kommen.
      Mit einem "Pochtest" kann man die Stimm-Frequenz gut ermitteln und feinabstimmen. Die Berechnung muss natürlich vorher weitgehend passen.
      Wichtig ist zudem keine doppelten oder vielfachen der kleinsten Kantenlänge zu verwenden und ein gewisses Grundvolumen nicht zu unterschreiten.
      Nicht zuletzt gehört der HHR ins Druckmaximum der Mode.

      @rollercontainer

      Ist die Messung reproduzierbar?
      DSP ist definitiv KEINE Alternative zu raumakustischen Maßnahmen.


      Anbei mal meine Feinabstimmung meines HHRs bei unterschiedlichen Stimmfrequenzen ( Pochtest: draufpochen und Ausschlag messen per RTA)
      Passt die Stimmfrequenz, geht es an die messbegleitete Positionsfindung.

      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
      Heimkino-Award 2008
    • @AugustinerQuelle dazu wäre schön...

      Hier (Beitrag #43) habe ich gerade gelesen: Möglichst schwingungsfreien Korpus. (D'Oh!)

      Und: Kissen erhöhen die Bandbreite, senken also die Güte. Die nehme ich heute Abend mal raus...

      Und nach dem Rechner, den es hier gibt, erhöht der Rohrdurchmesser die Güte, der HHR wird also schmalbandiger.

      10,6cm "Rohr" in Plattenstärke (2cm) => fres = 31,7 Hz => Q = 4,73 (Bandbreite 6,7Hz)
      15cm Rohr, 9 cm => fres = 31,7 Hz => Q = 7,09 (Bandbreite 4,48Hz)
      20cm Rohr, 21,5cm => fres = 31,7 Hz => Q = 8,2 (Bandbreite 3,87Hz)
    • rollercontainer schrieb:

      Und nach dem Rechner, den es hier gibt, erhöht der Rohrdurchmesser die Güte, der HHR wird also schmalbandiger.

      10,6cm "Rohr" in Plattenstärke (2cm) => fres = 31,7 Hz => Q = 4,73 (Bandbreite 6,7Hz)
      15cm Rohr, 9 cm => fres = 31,7 Hz => Q = 7,09 (Bandbreite 4,48Hz)
      20cm Rohr, 21,5cm => fres = 31,7 Hz => Q = 8,2 (Bandbreite 3,87Hz)
      Die Güte des HHRs wird in der Regel auf die Halbwertsbreite der zu bearbeitenden Raummode angepasst.
      Auf was Du ebenfalls mal achten kannst ist ein hoher K-Wert, der möglichst über 0.4 in den Ecken liegen sollte.
      Wenn Du geschickt mit dem Volumen des HHRs, der Mündungsoberfläche und der Materialstärke spielst, kannst Du die nötige Güte ( Bandbreite), die Stimmfrequenz ermitteln und gleichzeitig einen hohen Wirkungsgrad (K-Wert) berechnen.

      Deine Angabe habe ich mal in den Rechner eingegeben:
      10,6cm "Rohr" in Plattenstärke (2cm) => fres = 31,7 Hz => Q = 4,73 (Bandbreite 6,7Hz)

      Demnach komme ich aber nicht auf 6,7Hz Bandbreite, sondern nur auf 2,96Hz, war das so auch Deine Eingabe? K ist hier bei 0.344

      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
      Heimkino-Award 2008

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jeez ()

    • rollercontainer schrieb:

      @jeez Was stimmt mit der Messung nicht? Was genau soll ich reproduzieren?

      Genau das haben die bei HobbyHifi aber vorgeschlagen: 100/50/50. Was stimmt nun?
      Die Messung ist schon ok so, ich wollte nur wissen, ob das Ergebnis jedesmal gleich ist. Gerade in tiefen variieren die Ergebnisse gerne mal minimal...war zumindest in meinem Raum so.

      Zu den Abmessungen, das Prinzip ist das gleiche wie zB in einem quadratischen Raum, die Anregung des Modalfeldes in einem Raum mit solchen Proportionen ist akustisch gesehen ja fatal.
      Um Resonanzen im Gehäuse so gering wie möglich zu halten sollen die Kantenlängen daher lieber keine vielfachen der kleinsten Länge haben. Hier geht es im übrigen nicht um tiefe Resonanzen, sondern um die, die sich aufgrund der Innenabmessungen ergeben.
      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
      Heimkino-Award 2008
    • Nanu ...

      Ich könnte mir vorstellen, dass bei Deinem Rechner mit einer anderen Mündungskorrektur gearbeitet wird, aber dass das so viel ausmacht :huh:
      Ich hatte mit dem MH-Audio Rechner eigentlich beinahe richtig gelegen mit meiner Berechnung damals. war vielleicht 2Hz daneben, daher stimme ich die ja auch nachträglich über die Mündungsoberfläche ab.
      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
      Heimkino-Award 2008

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jeez ()

    • Davon mal ab finde ich, dass Du dafür, dass der HHR nicht in der Ecke steht, trotzdem eine sehr gute Wirkung erzielt hast.
      Was mir auch an Deiner Messung auffällt ist dass die 1.Oktave der Mode ebenfalls mit bearbeitet wird, so war es damals auch bei mir.
      Reicht die Wirkung des einen HHRs allerdings nicht aus ( er hat ja auch nur eine begrenzte äquivalente Absorptionsfläche) könnte man über einen zweiten oder dritten identischen nachdenken.

      Die Ecke kommt nicht in Frage? Hast Du da mal Messungen vorgenommen?
      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
      Heimkino-Award 2008
    • Das Programm habe ich ja auch bei mh-audio.nl runtergeladen...

      Der Absorber kann nicht ganz in die Ecke. Da ist eine Fensterbank im Weg und auch optisch geht das gar nicht. Zumal der Kater sich gestern direkt reinplumpsen lassen hat... Und wie soll das treue Tier aus 1m Tiefe durch die Kissen das 15cm Rohr wiederfinden? Rettungsleine? :bigsmile:

      Ich neige zu einer dreieckigen Eck-Konstruktion wie in dem oben verlinkten Heimkinoraum. Das kann ich auch noch in eine zweite Ecke bauen...

      Ist aber eher als proof-of-concept für das spätere Eigenheim anzusehen.
    • Servus,

      anbei ein Auszug aus dieser Arbeit, siehe Abschnitte 5.1:

      "Um einen hohen maximalen Absorptionsgrad
      zu erhalten müssen die Reibungsverluste im Hals hoch sein. Dies erreicht
      man, indem Halsradius möglichst klein und Halslänge groß gewählt werden."

      Ich habe ja nicht behauptet das es nicht funktioniert, nur ist es eventuell nicht das Optimum hinsichtlich Absorption. Es gibt auch noch einen anderen Artikel, wo erähnt wird die Halslänge größer als Materialstärke auszuführen. Ich suche noch :)

      Gruß Andi
    • Das Mikrofon nicht direkt davor stellen, eher 10 - 15cm etwas schräg etwas daneben, damit die Kapsel durch den Luftdruck nicht beschädigt wird.
      RTA anklicken und den roten Aufnahmepunkt anklicken.
      Kurz nach dem leichten darauf pochen ( am besten mit dem dumpfen Faustballen) fällt der Impuls im RTA etwas ab, man muss den Zeitpunkt des Speicherns (oben "Save") so abpassen, dass die Wirkfrequenz und die Bandbreite gut ersichtlich wird.
      Aus dem RTA wird dann ein Frequenzgang errechnet und gespeichert. Die Lautstärke der Messung ist dabei egal, es kommt auf Frequenz und Bandbreite an.
      Die Kissen im Inneren erzeugen eher eine größere Bandbreite.
      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
      Heimkino-Award 2008
    • Wo der HHR beim Pochtest steht ist egal. Man gibt ja kein Messsweep über die Anlage aus, sondern bollert nur ganz leicht mit dem Handballen auf das Gehäuse des HHRs...
      Man muss ein wenig Glück haben beim Speichern, das Klopfgeräusch klingt ja in der Messung etwas ab und im idealen Moment muss dann gespeichert werden, wenn die Zielfrequenz sich erkennbar von den Nebengeräuschen des Gehäuses absetzt.
      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
      Heimkino-Award 2008
    • Ich hab mit dem MH-Audio-Rechner die Erfahrung gemacht, dass die Berechnung bei ca. 25 Hz nahezu genau war.
      Später habe ich den HHR neuabgestimmt (50Hz), dazu wurde nur die Lochfläche vergrößert und per Pochtest auf die Zielfrequenz angepasst.
      Rechnerisch hätte die nun vorhandene Lochfläche aber ca. 42,5 Hz ergeben müssen, obwohl auf 50Hz abgestimmt (Siehe Posting Nr. 9 oben)
      Für meine Belange reicht der Rechner von MH-Audio, ich bekomme zwar nur Näherungswerte, aber das Feintuning mache ich eh vor Ort.
      Gruß, Jeez

      "FOSSIL-THEATRE"
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    • Alex1975 schrieb:

      Frage, wie wird die Energie in einem Helmholtz- Resonator eliminiert?
      So wie ich das verstehe funktioniert ein Resonator über Auslöschung, d.h. gegenphasige Schallanteile heben sich auf.

      Alex1975 schrieb:

      Muss Dämmung in das innere? Wenn ja, wieviel und was?
      Die Literatur sagt:
      Muss nicht, kann aber.
      Mit Absorber im inneren wird der wirksame Frequenzbereich breiter, das Maximum der Wirkung nimmt dafür ab.

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