Moonlight

    • Blu-ray

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    • FSK 12, 111 min

      Aloha!

      Direkt vorweg: Der beste Film des Oscarjahres war es definitiv nicht für mich.

      Was fehlte? Vor allem mehr inhaltliche Tiefe. Die Protagonisten sind zwar hier und da nahbar, aber im Ganzen bleibt es thematisch doch seicht und oberflächlich. Das liegt womöglich auch daran, dass der Hauptcharakter durch drei verschiedene Schauspieler dargestellt wird, wodurch man den Bezug immer neu aufbauen muss, weil alle drei sehr unterschiedlich agieren und auch teilweise aussehen. Durch die recht großen Zeitsprünge ist es umso schwieriger. Ähnlich wie bei "Fences" erfährt man anschließend durch Dialogfetzen mit und mit die Geschehnisse der Zwischenzeit – einiges kann man nur erahnen. Die letzte Episode berührte mich am meisten, vor allem die Szene im Restaurant war beeindruckend.

      Seitens der Schauspieler gefiel mir Naomie Harris am besten, weil sie ihre emotionale Verfassung sehr gut nach außen transportiert. Anschließend folgt Mahershala Ali aus Zeitspanne eins (bekannt aus "House of Cards").

      Fazit: "Moonlight" ist ansehnlich, aber insgesamt zu seicht, um als Drama für mich – wie für die Academy – der beste Film 2017 zu sein.

      Film: 2
      Ton: 2-
      Bild: 1-
      Gruß Mickey

      Ihr wisst ja nun alle, was ich verabscheue ... ;)
      Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)
    • Hallo,

      gestern habe ich den Film nun auch endlich sichten können. Meine Eindrücke decken sich weitestgehend mit denen von MickeyKnox.

      "Moonlight" ist ohne Zweifel ein guter und auch durchaus sehenswerter Film, der beste Film seines Jahrgangs ist es aber wohl sicherlich nicht. Da gibt es jedes Jahr (und auch letztes Jahr) zahlreiche Independent-Filme mit mehr Drama, Emotionen und inhaltlicher Tiefe. Selbst aus dem Mainstream-Kreis der anderen für die Kategorie "Bester Film" nominierten Werke sagen mir persönlich vier Filme mehr zu. Für mich ein politischer Oscar, da 2016 die "schwarze" Filmwelt komplett leer ausgegangen war und die Themen Homosexualität und schwarze Hautfarbe bei der Oscar-Akademie immer irgendwie Selbstläufer sind. Da aber keiner der Nominierten herausragend war, kann man mit der Entscheidung leben (bei "Shakespeare in Love" war das damals anders).

      Positiv anzumerken ist, dass der Film durchaus in der Lage war mich zu berühren und auch in visueller Hinsicht hat der Film seine Momente. Gerade hier hatte ich jedoch nach dem Trailer und einigen Kritiken noch etwas mehr erwartet. Meine Frau hat der Film dagegen irgendwie überhaupt nicht angesprochen, sie ist bereits zur Hälfte in ihrem Kinosessel eingeschlafen

      Ein Film den man sich einmal anschaut.

      Film: 7/10
      Bild: 8/10
      Ton: 7/10
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