Diffusor-Selbstbau aus Papphülsen

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    • Aries schrieb:

      Ja, solch einen "Diffusor" hat schon mal jemand gebaut … was jedoch nichts über die Funktion aussagt.
      Oder habe ich das in Deinem Link überlesen?
      Nö, mehr als die Aussage "sowas hat schon mal jemand gebaut" war mit dem Link gar nicht gemeint. Ich fand´s interessant die Diskussion dort mal mitzuverfolgen.

      Aries schrieb:

      das ist keine Frage der Sichtweise sondern der Physik.
      Ich habe mir das auch nicht ausgedacht sondern in einem Buch gelesen, das von schlaueren Leuten geschrieben wurde als wir beide es sind.
      Naja, wenn ich das seinerzeit richtig mitverfolgt habe dann war das Ergebnis bei Deinen Skylines ja auch komplett anders als vorher berechnet/erwartet, oder?
    • hocky schrieb:

      Naja, wenn ich das seinerzeit richtig mitverfolgt habe dann war das Ergebnis bei Deinen Skylines ja auch komplett anders als vorher berechnet/erwartet, oder?

      Zum einen gibt es die schallstreuende Wirkung eines Diffusors.
      Zum anderen gibt es die psychoakustische Wirkung des gestreuten Schalls auf das Klangbild.
      Letzteres hatte in meinem Raum bei den Skyline Diffusoren anfangs einen unerwarteten Effekt gezeigt (der mittlerweile jedoch für mich nicht mehr da ist).
      Hier haben wir den ersten Punkt diskutiert, nicht den zweiten.

      Wer das Wirkprinzip von Diffusoren besser verstehen möchte:
      Es gibt einiges an Literatur zum Thema Diffusoren, z.B. das Standardwerk von Cox und d'Antonio.
    • Aries schrieb:

      Zum einen gibt es die schallstreuende Wirkung eines Diffusors.
      Zum anderen gibt es die psychoakustische Wirkung des gestreuten Schalls auf das Klangbild.
      Letzteres hatte in meinem Raum bei den Skyline Diffusoren anfangs einen unerwarteten Effekt gezeigt (der mittlerweile jedoch für mich nicht mehr da ist).
      Hier haben wir den ersten Punkt diskutiert, nicht den zweiten.
      Naja, letztlich ist wichtig was hinten rauskommt. :)
      Und gerade bei Diffusoren habe ich den Eindruck bekommen dass es da eben sehr stark in´s geschmackliche geht und da Ausprobieren das Mittel der Wahl ist.
      Während wohl bei Absorbern das Ergebnis sehr gut vorhersehbar ist, scheint mir dies bei Diffusoren nicht so der Fall zu sein.
      Kann mich aber auch irren - hatte mich die Tage nur kurz damit beschäftigt weil ich günstig welche angeboten bekommen habe.
    • Ich erkläre Freunde die Funktion eines Diffusors immer so:

      Stellt Euch vor Ihr habt eine Pistole die mit Tischtennisbällen schießt.
      Bei einer nackten harten Fläche verliert der Ball kaum Geschwindigkeit. Schieße ich Frontal, kommt das Ding zurück und trifft mich.

      Bei einem Absorber wird die Geschwindigkeit reduziert. Je nach Absorber vielleicht sogar komplett gebremst.
      Bei einem Diffusor werden die Bälle gestreut. Ein Bass der Frontal auftritt wird gestreut.

      Nun stellen wir und das bei den Rohren vor.... Ein Frontaler Ball müsste schon auf einen der Rahmen treffen. Diese Fläche ist aber viel zu klein. Seitlich sieht es schon anders aus. Da könnte das halbwegs funktionieren.
      Idealerweise würde ich die Röhren in der Tiefe variieren und vielleicht sage Basotect einlassen. So sollte auch noch eine Absorbtion gegeben sein.

      Das Ganz ist natürlich absolut nicht berechenbar (so ohne weiteres), aber sollte am Ende dennoch besser sein, als z.B. eine nackte Wand.

      Gruß
      Nilsens
    • Aries schrieb:

      Der eine baut einfach mal drauf los, der andere denkt halt zuerst darüber nach.
      Jaja, der Indschenör, der Indschenör. Vor dem Essen wird erstmal hergeleitet warum es auf Grund der Zutaten und der Zubereitungsweise gar nicht schmecken kann - wenn es dann wider erwarten doch geschmeckt hat wird wissenschaftlich fundiert erklärt warum es doch so war. :lol:

      Aries schrieb:

      Der eine baut einfach mal drauf los, der andere denkt halt zuerst darüber nach.
      Naja, nachgedacht wird ja. Nur ich habe verstanden die Wirkung lässt sich nicht genau berechnen da es bisher keine Berechnungstools für Diffusoren aus runden (röhrenförmigen) Elementen gibt.
      Lässt man es deshalb gleich bleiben?
      Das Material ist vorhanden, die Optik was Besonderes (aber wie immer Geschmackssache). Wenn es nicht funktioniert zumindest was für den Vertrieb. ;)

      Nun Herr Hosman, wie ist die Entscheidung? :)
    • hocky schrieb:

      Naja, nachgedacht wird ja. Nur ich habe verstanden die Wirkung lässt sich nicht genau berechnen da es bisher keine Berechnungstools für Diffusoren aus runden (röhrenförmigen) Elementen gibt.
      Lässt man es deshalb gleich bleiben?
      Wenn Hosman einen Diffusor mit mindestens 50% der Wirkung eines "richtigen" QRDs oder PRDs möchte:
      Ja, dann sollte er das bleiben lassen.
      Mit einer solchen Konstruktion wird das nämlich nicht der Fall sein.

      Wenn es Hosman reicht, dass die Wand nicht ganz nackt ist, sei es akustisch oder optisch:
      Ja, dann kann/sollte er einen solchen Diffusor bauen.

      hocky schrieb:

      Jaja, der Indschenör, der Indschenör. Vor dem Essen wird erstmal hergeleitet warum es auf Grund der Zutaten und der Zubereitungsweise gar nicht schmecken kann - wenn es dann wider erwarten doch geschmeckt hat wird wissenschaftlich fundiert erklärt warum es doch so war.
      In der Tat denke ich, dass bei der Konzeption eines Heimkinos ein auf Verständnis basierender Ansatz sinnvoll ist.
      Und selbst bei der Essenszubereitung kann es nicht schaden, wenn man weiß, was man tut.

      Aber lassen wir diese Grundsatzdiskussionen, sie bringen nichts.
      Und davon abgesehen sind sie OT und da hat Ravenous recht, wenn er solche Beiträge "aufräumt".
    • :) Danke für die rege Diskussion und die ganzen Anmerkungen, Tipps und Vorschläge.
      Ich warte jetzt mal ganz entspannt ab bis mein Sofa fürs Heimkino da ist, hänge die Basotect-Absorber an die hoffentlich richtigen Stellen und schaue dann mal, ob ich im Bereich Diffusion mit meiner Wahrnehmung überhaupt noch Bedarf habe.

      Die Angelegenheit mit dem Schrank hinter dem Sitzplatz (ca. 1,50 m Entfernung), welchen ich eventuell mit Pyramidenschaumstoff (in Ohrhöhe) bekleben möchte um ihn auch noch öffnen zu können, würde ich gerne nochmal in die Runde werfen.
      Wäre das akustisch gesehen gut oder sollte ich mir was anderes überlegen ?
      .
      There´s no faith without fear. The one who doesn´t fear the devil needs no God anymore !
    • Aries schrieb:

      hocky schrieb:

      Naja, nachgedacht wird ja. Nur ich habe verstanden die Wirkung lässt sich nicht genau berechnen da es bisher keine Berechnungstools für Diffusoren aus runden (röhrenförmigen) Elementen gibt.
      Lässt man es deshalb gleich bleiben?
      Wenn Hosman einen Diffusor mit mindestens 50% der Wirkung eines "richtigen" QRDs oder PRDs möchte:Ja, dann sollte er das bleiben lassen.
      Mit einer solchen Konstruktion wird das nämlich nicht der Fall sein.
      Kannst du das erläutern? Das das weniger als 50 % Wirkung haben soll, ist ja schon ein klare Aussage.


      Was die Fläche angeht: wenn man soviele unterschiedliche Durchmesser verwendet, dann finde ich nicht, dass soviel Fläche ungenutzt verloren geht.

      Ich finde die Idee jedenfalls gut und würde das wohl umsetzen, wenn ich diese Möglichkeiten hätte.
    • Aries schrieb:

      Wenn Hosman einen Diffusor mit mindestens 50% der Wirkung eines "richtigen" QRDs oder PRDs möchte:Ja, dann sollte er das bleiben lassen.
      Mit einer solchen Konstruktion wird das nämlich nicht der Fall sein.
      Hallo Aries,

      da es keine ( mir bekannten ) Berechnungsstools für Diffusoren aus Röhren gibt, halte ich Deine Aussage für gewagt.

      Dem Schall ist es egal, ob er an einer rechteckigen Gebilde oder einem runden reflektiert wird. Die simpelsten, aber immer noch erfolgreich eingesetzten Diffusoren sind vertikale Halbsäulen.

      Was ähnliches wie Hosman bauen will , gibts hier zu sehen.


      Gerade im Bereich der Diffusoren gibt es eine schier unendliche Anzahl unterschiedlicher Wirkprinzipien. Sind denn QRD/ PRD die effektivsten Diffusoren?

      Ahoi

      Uwe
    • Opa Uwe schrieb:

      Dem Schall ist es egal, ob er an einer rechteckigen Gebilde oder einem runden reflektiert wird. Die simpelsten, aber immer noch erfolgreich eingesetzten Diffusoren sind vertikale Halbsäulen.
      Was genau meinst du mit vertikalen Halbsäulen?
      Ich könnte die Papphülsen auch in ca. 2m Länge in schwarz matt produzieren mit fast jedem Durchmesser bis zu 25cm.
      Diese dann der Länge nach halbieren und an der Wand anbringen. Das wäre ja noch viel einfacher als jede Menge kleine Hülsen zu kleben.
      Hast du sowas schon mal irgendwo gesehen, gibt es evtl. Bilder? Ich kann da bei google nix finden :(
      .
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    • Das was ich mal über Polys gelesen hatte war, dass sie eher in sehr großen Räumen zum Einsatz kommen und auch einen deutlich größeren Abstand zum Hörplatz benötigen als QRDs.

      Zudem ist der Radius deutlich größer als 12,5cm.
      Mein Equipment: Jede Menge bald ziemlich wertloser Elektroschrott, der eh alle paar Monate wechselt. Aufzählung daher totaler Schwachsinn ;-)

      MEIN KELLERKINO (klick)
    • 1) Nachbau eines QRDs/PRDs mit Röhren

      Opa Uwe schrieb:

      da es keine ( mir bekannten ) Berechnungsstools für Diffusoren aus Röhren gibt, halte ich Deine Aussage für gewagt.
      Uwe,

      sei mir nicht böse, aber Du hast das Wirkprinzip eines QRDs/PRDs nicht verstanden.
      QRDs/PRDs wirken durch die gezielte Überlagerung der einzelnen Segmente und ein sich daraus ergebendes abgestimmtes Interferenzmuster.
      Wenn man nur ein oder wenige Segment(e) entfernt, z.B. um einen Deckenstrahler in einem Skyline Diffusor unterzubringen, wird das Interferenzmuster und damit die diffusive Wirksamkeit bereits erheblich gestört.
      Viel (!) mehr als der reine Flächenanteil.
      Du kannst nicht ein Segment eines 7 x 7 Diffusors entfernen und dann noch 48 / 49 der Wirkung erwarten - es wird deutlich weniger sein.
      Für diese Aussage braucht es kein Berechnungstool, dazu reicht das Verständnis wie ein solcher Diffusor funktioniert.

      th_viper schrieb:

      Kannst du das erläutern? Das das weniger als 50 % Wirkung haben soll, ist ja schon ein klare Aussage.
      Das Problem bei den Röhren sind die Zwischenräume (Flächenanteil bei kubischer Packung: 21,5%).
      Damit entstehen zusätzliche Überlagerungen und das abgestimmte Interferenzmuster wird gestört/zerstört.
      Erklärung siehe vor.

      Reality Check:
      Wenn es funktionieren würde hätte wohl auch schon längst jemand solche Diffusoren gebaut, die Idee ist ja naheliegend.

      2) Geometrische Diffusoren

      Wenn die Pappröhren aufgeschnitten und der Länge nach an die Wand geklebt werden sind es geometrische Diffusoren.
      Im Vergleich zu QRDs / PRDs ist die Wirksamkeit deutlich geringer (streuende Wirkung, wirksamer Frequenzbereich).
      Desweiteren wurden geometrische Diffusoren in Hörtests schlechter bewertet als QRDs / PRDs.

      Auch hier zeigt der Reality Check:
      Im Tonstudions werden v.a. QRDs / PRDs verwendet obwohl sie aufwendiger und teurer sind als geometrische Diffusoren.
      Geometrische Diffusoren werden eher in größeren Konzerthallen eingesetzt, da ist die Zielsetzung jedoch eine andere als in einem kleinen Heimkinoraum.
      Siehe auch Hinweis von Ravenous zum Abstand.

      Es gibt noch einige weitere Aspekte wie Streuung - Diffusion, räumliche und zeitliche diffusive Wirkung, usw. - es würde zu weit gehen das hier zu erklären.
      Wer sich dafür interessiert möge das bitte in der einschlägigen Literatur nachlesen.
    • Ich habe mit dieser Idee bisher nicht weitergedacht.
      Wenn ich mal Zeit habe, dann mach ich mich mal ran.

      Ich bin aktuell mit meinem Kellerkino sehr, sehr zufrieden und lass das nun erst mal auf mich wirken.
      Ich überlege aktuell noch ob ich Bass-Traps in die Ecken baue, habe aber keine Ahnung ob sich das wirklich so extrem auswirkt. Momentan shaked einem der Bass so richtig schön den Hintern wenn man auf dem Sofa sitzt :)
      Ich habe noch keinen Raum mit Bassfallen gehört und weiß deshalb auch nicht wie sich sowas anhört.
      Wenn ich Abends in meinem Kino sitze denke ich mir jedes mal "besser geht´s nicht" (aber das denkt wohl jeder von seinem Kino ;-))

      Projekt "Diffuser aus Papphülsen" steht deshalb noch etwas hinten an.
      .
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    • Hosman schrieb:

      Wenn ich Abends in meinem Kino sitze denke ich mir jedes mal "besser geht´s nicht" (aber das denkt wohl jeder von seinem Kino ;-))
      Ich glaube eher das Problem ist dass das eher wenige von ihrem Kino denken. Daher kommt auch diese ständige Unruhe und Umbau-Wut. ;)
      Wenn Du zufrieden bist mit Deinem Kino dann kannst Du Dich sehr glücklich schätzen. :thumbsup:
    • Ihr habt vollkommen Recht, man denkt immer "was könnte ich noch machen, was könnte ich noch ändern?"
      Wenns bei mir soweit ist dann schaue ich einfach einen Film und dann hab ich auch was gemacht :-)..... Und wenn der Film fertig ist geht es wieder von vorne los.
      .
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