Schutz gegen Spannungsspitze

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    • Schutz gegen Spannungsspitze

      Hallo,

      Wenn man an einem Verteiler mehrere Geräte stecken hat, die gleich voll Energie ziehen, dann kann es vorkommen, dass die Sicherung fällt. Das ist technisch gesehen wohl anders, als wenn z. B. ein Blitz in der Nähe einschlägt und es vom Netzwerk her eine extreme Spannungsspitze gibt.

      Meine Frage ist nun: Kann man so eine solche Situation auch mit Verteilern verhindern, die gegen Spannungsspitzen aus dem Netz schützen oder gibt es da andere Vorrichtungen?

      Würde mich freuen, wenn mir da die technisch Versierten helfen können!

      Gerald
      Virtus in actione consistit!
    • n‘Abend!

      mir fallen da verschiedene Lösungsansätze ein- je nach „Größe“:

      1. Einzelabsicherung per Überspannungsschutz an einer Steckdose, z. B. von Brennenstuhl. Gut geeignet für PCs etc. . Max dürfen irgendwas um die 3500 Watt angeschlossen werden. Ist einfach ein Zwischenstecker zwischen Steckdose und Gerät. Gibts auch in Steckdosenleisten integriert. Kann man selber installieren. Unser Elektriker nannte das „Feinschutz“. Bei der ersten Spannungsspitze stirbt der Feinschutz den Märtyrertod ;(

      2. Absenkung der max Spannungsspitzen auf 500-600V in der Etagenverteilung

      3. Überspannungsschutz im Sicherungskasten verbaut: Sehen aus wie Sicherungen und werden direkt auf der Hutschiene in der Verteilung montiert. Die sind sogar ein Schutz gegen Blitzschlag („Grobschutz“) Soweit ich mich entsinne, funktioniert das wie ein Überlauf: Parallel zum Stromkreis geschaltet sind die Dinger so lange neutral, wie die Spannung im definierten Bereich bleibt. Bei zu viel Spannung, wird die Überspannung über die Hauserdung abgeleitet, ohne im Haus Schaden anzurichten.

      Wenn man es 100%ig machen will, investiert man in einen Aufbau von Grob- Mittel- und Feinschutz.

      Angeblich sind für die meisten Geräte 500-600V (kurzzeitig) kein Problem. Aber wer will sich darauf schon gerne verlassen, wenn er viel Geld investiert hat :rolleyes:
    • Danke für die Rückmeldung, daraus kann ich schon ganz gut abschätzen, wie ich das angehen kann, ich werde das mal probieren.

      Konkret ist ein Problem bei uns in der Schule: 30-40 iPads liegen in einem Wägelchen und sind gleichzeitig angesteckt. Der Lehrer steckt das Ding dann an und manchmal fällt dann der Schutz. Mein Tipp, dass man die iPads der Reihe nach anstecken könnte hat die Kollegen nicht begeistert, da das ja am Ziel dieser "einfachen" Ladung etwas vorbeigeht.

      Eine Idee von mir war dann auch, dass man 2 oder 3 Gruppen hat, die man dann einsteckt, minimaler Mehraufwand aber ziemlich sicher kein Problem beim anstecken.

      Das müsste ich dann aber auch 60 Lehrern beibringen, die einfach nur einstecken wollen und nicht einsehen, dass das nicht funktioniert ;)

      Gerald
      Virtus in actione consistit!
    • Aaaah, jetzt verstehe ich: Ich habe auf ein Problem geantwortet, das Du gar nicht hast, Gerald :thumbsup:

      Dein Problem ist also der Einschaltstrom. Also eine Spannungspitze beim Einschalten, die so viel höher ist, als der Nennstrom, dass die Sicherung fällt. Damit hat Darklord vermutlich recht, denn genau dafür sind trägere Sicherungen gemacht: Spannungsspitzen länger auszuhalten als flinke Sicherungen.

      Da es um ein öffentliches Gebäude und unschuldige Kinder geht, ist das definitiv eine Frage an einen ausgewiesenen Elektriker, der Dir die passenden Automaten zusammenstellt.

      Es gibt auch sog. Tablet-Ladewagen- sind aber mit rund 1.200 Euro und aufwärts nicht ganz günstig.
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