EDDINGTON (2025)

    • Blu-ray

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    • EDDINGTON (2025)

      EDDINGTON




      Blu-ray

      Film: 7/10 Punkte
      Während der Corona-Pandemie läuft in der kleinen Stadt Eddington das Leben normal weiter. Es herrscht Lockdown. Die Menschen stehen in großen Abständen vor dem Supermarkt, den sie nur mit Maske betreten dürfen. Der Sheriff Joe Cross leidet an Astma und will Bürgermeister werden. Eine kleine Gruppe von jungen Menschen demonstriert gegen Polizeigewalt. Als Cross einen Obdachlosen erschießt, spitzt sich die Lage zu, weil er für die Vertuschung weitere Menschen töten muss.

      Ari Aster schuf eine bitterschwarze Komödie, die in den ersten fast 60 Minuten nicht richtig in die Gänge kommt. Belanglose und ausladend lange Dialoge ermüden. Aber danach nimmt der Film an Fahrt auf, und wie! Spektakuläre Wendungen und kreative Ideen, die Story voranzutreiben, sowie die schonungslose Aufdeckung der aktuellen amerikanischen Gesellschaftsordnung kombiniert mit brutaler Gewalt bilden den Kontrast zur bedächtigen Erzählweise ganz am Anfang. Das ist brillant! Das wertet den Film deutlich auf.

      Der Film ist mit Joaquin Phoenix als Sheriff glänzend besetzt, weil dieser in seiner Rolle voll aufgeht, in den Nebenrollen glänzen Emma Stone und Austin Butler (kommen aber beide leider viel zu wenig Screeningtime), Pedro Pascal als Bürgermeister und Luke Grimes als Deputy machen ihre Arbeit großartig und bleiben durchweg glaubwürdig in ihren Rollen.

      Bild: 10/10 Punkte
      Der 1,85:1-Transfer gehört qualitativ zum Besten, was ich jemals auf Blu-ray gesehen habe. Ein Großteil meiner Ultra-HD-Filme sieht im direkten Vergleich schlechter aus. Das rauschfreie Bild bietet Schärfe und Feinauflösung auf Referenzniveau. Feinste Elemente werden messerscharf auf der Leinwand dargestellt. Die Gesichter erscheinen natürlich. Anfangs ist das Bild noch ein wenig entsättigt und in warme Farbtöne getaucht. Mit zunehmender Laufzeit werden die Farben etwas kräftiger. Die Nachtaufnahmen mit der finalen Schießerei sind visuell der Höhepunkt. Gleißend helle Spitzlichter und helle Neonbeleuchtung setzten sich überaus plastisch vom rabenschwarzen Hintergrund ab. Referenz!

      Ton: 9/10 Punkte
      Der 5.1-Sound bietet klare Stimmen und gut verständliche Dialoge. Die Rearkanäle werden regelmäßig mit stimmigen Umgebungsgeräuschen ins Klanggeschehen mit eingebunden. Der Bass knallt aber mal so richtig in die Bude rein. Während der Party des Bürgermeisters drücken die lauten und satten Bässe der Anlage des DJs punktgenau. Als sich die Kamera bewegt folgt der Sound über die Surroundspeaker seiner tatsächlichen Position. Satte Bässe tönen aus den Rears und "wandern" ums Publikum herum. Das ist spektakulär. Ebenso der finale Showdown mit wirklich druckvollen Schüssen.

      Fazit:
      Verstörender Film mit schrägen Charakteren, dem der Wandel von einfältiger Corona-Politikumsetzung zum spannenden Actionfilm gelingt. Anfangs extrem langatmig, geht nach rund einer Stunde allmählich die Post ab. Das ist brillant und der Film schwingt noch eine ganze Zeit lang nach.
      Wem die Serie "Fargo" gefällt, könnt Spaß an diesem Film haben.
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, 60 m³, Projektor: JVC DLA-NZ8, Leinwand: Screen Research ClearPix Ultimate Weiß, Lautsprecher: JBL 3678 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,

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    • Eddington

      FSK 16, 149 min


      Aloha,

      da ich vieles davon schon verdrängt/vergessen hatte, kommen anfangs viele nervende Erinnerungen an die Maskenpflicht bei Corona wieder hoch. An geführte Diskussionen. Zoommeetings. Die Menschen wurden zum gegenseitigen Anschwärzen und Ankeifen ob einer fehlenden Maske oder Test erzogen. Denunzianten hatten Hochkonjunktur.r.

      Die Themenfelder verbreitern sich in der Folge recht umfassend. Es wird zuweilen wirr. Was mir gut gefällt, der Film zeigt viele Ansichten und Thesen, aber er bewertet nicht. Das überlässt er zu großen Teilen dem Zuschauer.

      Nach der ersten Hälfte wandelt sich das Bild, es wird exzessiver und immer grotesker – in der Folge zu einem kollektiven bzw. singulärer Amoklauf.

      Joaquin Phoenix ist mal wieder absolut großartig in seiner Rolle.

      Dass jemand, der von oben ein Rambomesser in den Kopf bekommt, überlebt, wenn auch in Mitleidenschaft, halte ich für sehr unrealistisch.

      Die erste Hälfte ist viel zu intensiv und vielschichtig für einen entspannten Samstagabend, aber da ich vorher nie viel über einen Film lese ... Die andere Hälfte passte dann schon. Die intensive Ramboszene am Ende ist ein Knaller. Ich werde wohl erneut in dieses Werk hereinschauen müssen.

      Technik: Das Bild ist gut, der Ton extrem räumlich. Einmal dachte ich, dass etwas neben mir umgefallen wäre.

      Fazit: Der Streifen ist eine heftige Realsatire, den man vielfältig auslegen kann. Das zeichnet ihn aus.

      Film: 1- [gerade noch]
      Gruß Mickey

      Grundlage meiner Filmbewertungen: Abiturnotensystem 1 – 6 (15 – 0 Punkte)
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