DIE ODYSSEE (2026)

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    • DIE ODYSSEE (2026)

      DIE ODYSSEE

      Film: 8/10 Punkte
      Acht Jahre nach Ende des trojanischen Krieges ist Odysseus, König von Ithaka, noch nicht nach Hause zurückgekehrt. Er befindet sich bei der Nymphe Kalypso auf der Insel Ogygia und hat Schwierigkeiten, sich an die Ereignisse um Troja zu erinnern. Stück für Stück setzt sich das Geschehen über die Jahre für ihn zusammen. Die Erinnerungen an das Pferd von Troja, die Schlachten um Troja, an Zyklopen, Riesen, eine Hexe und Meerjungfraugen kommen allmählich zurück - und damit der Wunsch nach einer Rückkehr zu Penelope, seiner Frau in Ithaka.

      Christopher Nolan schuf ein bildgewaltiges Epos nach der Adaption des Homer. Hierbei nahm er sich viele erzählerische Freiheiten, um eine moderne Fassung zu erschaffen. Diese wird zurecht kontrovers diskutiert, aufgrund seiner Änderungen an der überlieferten Vorlage. Angeblich wurden die woken Änderungen durch Nolan vorgenommen, weil Cast, Story und Stab die Vorgaben erfüllen sollten, damit der Film für den Oscar nominiert werden darf. So wird Helena, die ursprünglich als blond mit rotem Haaransatz und hellhäutig beschrieben wird, von der farbigen Lupita Nyong'o verkörpert. Zendaya (Dune 1-3) setzt als Athene im Grunde ihre Rolle in Dune 1:1 fort. Ausdruck, Mimik und Gestik sind identisch. Selbst das Umfeld (Wüste) ist weitgehend vergleichbar. Elliot Page bezeichnet sich selbst als Transgender und spielte den Krieger Sinon, der das trojanische Pferd schützen sollte. Er ist eine komplette Fehlbesetzung, weil er völlig unglaubwürdig in der Rolle des Kriegers war. Matt Damon als Odysseus gefällt mir hingegen sehr gut, weil er die Rolle annimmt und die Erinnerungslücken glaubhaft herüberbringt.
      Beinträchtigen die Änderungen in dieser "politisch korrekten" Umsetzung das Filmerlebnis? - Abgesehen von den Darstellungen von Helena (weißer Vater, weiße Mutter) und Sinon nicht wirklich. Daher ziehe ich nur zwei Punkte in der Filmwertung ab für die woken Dinge, die mir missfallen haben.
      Die Geschichte ist trotz seiner langen Laufzeit kurzweilig. Dennoch hätte ich sie mir eine Stunde kürzer gewünscht, weil einige Dialoge doch recht lang waren und die Geschichte nicht wirklich weiter gebracht haben.

      Bild und Ton im Kino:
      Das KINOPOLIS in Hamburg (Kino 1) besaß eine 4K-Projektion, die ein relativ dunkles Bild in Cinemascope darstellt. Dunkle Bereiche waren eher Grau als Schwarz. Die entsättigten kühlen Farben trugen auch nicht dazu bei, dass sich eine Hochglanzoptik einstellt. Darüber hinaus schwankte die Schärfe ein wenig, je nach Fokuspuller und als ob unterschiedliche Kameras verwendet wurden.
      Der Sound war bombastisch und laut, sehr laut. Die Stimmen waren jederzeit gut verständlich, der Bass war regelmäßig spürbar und die Dynamik beeindruckend.
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, 60 m³, Projektor: JVC DLA-NZ8, Leinwand: Screen Research ClearPix Ultimate Weiß, Lautsprecher: JBL 3678 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,

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    • So nun habe ich am letzten Sonntag meine Freundin zu mehr als 2 Stunden Homer überredet und möchte etwas reflektieren über diesen C. Nolan Film.

      Als Kind habe ich einmal im Fernsehen diesen Film über Odysseus in Stop Motion von Ray Harryhausen gesehen. Die Tricks waren eher lustig, aber gefesselt haben Sie mich dennoch.

      Die neue Fassung von C. Nolan ist aus meiner Sicht ein typischer Nolan. Sein Steckenpferd ist die Verschachtelung der Handlung in Ebenen und Rückblendungen. In Inception, oder auch Batman war das ein wichtiger Teil der Geschichte und bekommt in Odyssee einen Stellenwert, der bei mir zur Verwirrung führte.

      Der Film Die Odyssee ist eine Aneinandereihung von großartigen Bildern, die Kamerawinkel, die Nahaufnahmen waren grandios. Dagegen war die Voraussicht der Handlungen einfach auch schonmal zu platt. Die Geschichte mit dem Hund, der Bogen, etc. fühlte sich an wie aus anderen Streifen kopiert, um eine Theatralik zu erzeugen.

      Das hat mich wahrscheinlich am meisten enttäuscht, dieses als C. Nolan um jeden Preis einen C. Nolan Film abzuliefern. Die Szenen stehen teilweise nur da, weil die Szene glänzen soll. Bei Batman war die Geschichte eine fesselnde Erzählung in der die Theatralik wie zufällig entsteht, in die Odyssee ist wie reingemeisselt sie ist gewollt gewollt gewollt.

      Der Film hat mich schon unterhalten, ein Drittel weniger wäre auch ausreichend gewesen. Aber was ich Schade fand waren die Tricks. Klar muss bei so einem Anspruch kein CGI über alles stehen, aber die CGI Figuren haben mich weniger berührt, als die Skelette aus Ray Harryhausen.

      Das Kino war voll und das habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Also scheinbar alles richtig gemacht und das finde ich sehr positiv für die Kinolandschaft. Der Film wäre für mich aber trotzdem keine Wunschscheibe auf Bluray.

      Gruss Julien
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