Lumière - 2021: Mit Original THX Kinolautsprechern - und 19 Euro Weitwinkel-Linse für größere Bilder im Heimkino

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    • Ravenous schrieb:

      Zudem brauchen die JBL etwas Abstand zum Hörplatz. Ich vermute mal, Du sitzt etwas zu dicht davor.
      Der Abstand passt schon. Die Bühne ist wunderbar geschlossen. Ich finde sogar noch eine Spur besser als mit den KCS.
      Von der unterschiedlichen Klangcharakteristik abgesehen, bin ich immer noch total begeistert von den KCS, weil ich mal so gar nichts vermisst habe.




      celestron schrieb:

      Ich hab da so meine Zweifel, ob das daran liegt, daß die eine Box bis 16000 und die andere bis 12000 "kann". Zumal das ein Bereich ist, wo die menschliche Stimme schon lange nicht mehr hinkommt (Sopran ist bei ca. 1174 Hz schluß
      Danke für den Hinweis. Wenn ich bei 4 kHz oder 8kHz die Pegel anhebe, sind die Klangunterschiede gut zu hören.
      Meine Messungen ergaben im Vergleich zu den KCS, dass die JBL 3678 im Bereich von 500 bis 2000 Hz rund 2 dB leiser spielen. Nachdem ich das ausgeglichen habe, finde ich die Stimmenwiedergabe deutlich besser.

      Ich werde mich erst mal weiter einhören und gegebenenfalls jemanden zum Einmessen kommen lassen.
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, Projektor: JVC DLA-N7, Leinwand: Alphaluxx Barium Reflax 4K, Lautsprecher-: KCS S-1200 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,
    • Ravenous schrieb:

      Das mit den 12kHz ist jetzt aber wahrlich nichts Neues. Das ist der Grund, warum mir die Lautsprecher nicht so gut gefallen haben als ich sie damals gehört hatte.

      Zudem brauchen die JBL etwas Abstand zum Hörplatz. Ich vermute mal, Du sitzt etwas zu dicht davor.

      Auf beide Probleme habe ich 2011 schon hingewiesen, als ich mich mit der Beschaffung von THX Lautsprechern beschäftigt hatte.
      Das sehe ich ganz genauso. Für Filmton sind die JBL eine Liga für sich, aber für Musik würde ich jeden Hifi Lautsprecher vorziehen... dafür sind die Dinger nicht gemacht und klingen auch nicht.
      4K Sony VPL VW270+LW 120" / Yamaha RX-3070 / Myryad MA-360 / Denon POA T 10 / Intel NUC 5i5RYH / 4K ATv / Oppo UDB-203 / Samsung UBD-K8500 / Technisat HD-S2 / Dolby Atmos 5.2.4 System / AM 8033 Cinema / Akustik R-T-F-S & Fairland / Reckhorn 405+4xBS200
    • Hatte JBL 3678 ja auch über 4 Jahre lang in meinen Kino. Musik Wiedergabe fand ich auch nicht so gut aber dafür habe ich ja noch meine B&W N801 im Kino stehen. Es war sogar oft so dass ich eine Musik BRs mit 5.1 nicht mit den 3678 gehört habe sondern in Stereo mit den B&Ws.
      Seit dem ich die JBL 3730 hat sich diesen dann aber geändert. Da schaue ich fast jede Musik BR auf dem JBLs. Muss dazu aber sagen das auch 3730 leichte Probleme hat mit der Stimmenwiedergabe weiblicher Stimmen aber bei weiten nicht so schlimm wie mit den 3678.
      Aber das alles wusste George schon vorher. Hat die 3678 ja öfters bei mir gehört. :)
    • Die KCS S-1200 finde ich auch "musikalischer". Da ich aber zu 98 % Filme, Sport und Serien im Kino schaue, liegt meine Gewichtung anderswo. Bei typischem Kinoton.

      Die JBL 3678 machen nach der Feineinstellung richtig viel Spaß. Den leichten "Schleier" konnte ich lüften. Vor allem Dynamik, Druck und schnellste Pegelsprünge gefallen mir.
      In diesen Disziplinen liegen sie deutlich hörbar vor den KCS S-1200.

      In Summe hat sich das Upgrade für mich gelohnt.

      Kippschalter schrieb:

      Musik Wiedergabe fand ich auch nicht so gut aber dafür habe ich ja noch meine B&W N801 im Kino
      Das ist aber auch noch eine ganz andere Preisliga, da erwarte ich schlichtweg einen Klangunterschied. Dass dir die B&W 801 bei Musik besser gefallen, kann ich sehr gut nachvollziehen.


      Kippschalter schrieb:

      Hatte JBL 3678 ja auch über 4 Jahre lang in meinen Kino.
      Dass es am Ende immer noch besser geht, ist ja nichts Neues für uns.
      Mir gefällt der Klang und ich bin aktuell sehr zufrieden mit den JBL 3678
      Gruß
      George Lucas

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von George Lucas ()

    • JBL 3678 - Diaphragma-Tuning für noch besseren Klang!

      Ich muss gestehen, dass mir der Klang des JBL 3678 keine Ruhe gelassen hat.
      In vielen mir wichtigen Bereichen klingen die JBL zwar deutlich besser als die KCS S-1200, aber mit der Musik- und Frauenstimmenwiedergabe bin ich (leider!) nicht ganz zufrieden.
      Der Klang ist etwas nasal, "schrammelig" und minimal komprimiert. Schwer zu beschreiben. Im Vergleich mit den KCS S-1200 jedoch sofort offensichtlich.

      Auf Facebook habe ich Hilfe gefunden!

      Ein Nutzer betreibt die JBL 3678 und berichtet mir, dass er alle Diaphragmas im Horn-System ausgetauscht hat.
      Der Grund leuchtet ein:
      Ursprünglich kam ein Aluminium Diaphragma im Horn-System zum Einsatz, das in den großen Kinosälen den hohen Leistungsanforderungen vielfach nicht gerecht wurde. Die Folge waren Defekte durch Überlastung. Dem begegnete JBL damals, in dem die Aluminium-Membran gegen die beschriebene Titan-Membran getauscht wurde. Seither gibt es diesbezüglich keine Berichte mehr von Defekten.
      Allerdings geht diese Umrüstung von JBL auf Kosten der Klangqualität.
      Da in kleineren Mischkinos, Aufnahmestudios und Heimkinos nie die extremen Pegel gefahren werden, wie es in einem größeren Kinosaal der Fall ist, ist die Gefahr eines überlastungsschadens deutlich geringer. Zu Gunsten der Klangqualität kann das Tuning auf das Aluminium-Diaphragma daher Sinn machen.

      Meine weitere Recherche ergab, dass es mehrere Tonstudios gibt, die den Wechsel zurück auf das Aluminium Diaphragma im Horn-System selbständig durchgeführt haben. Meine Neugierde ist geweckt und ich bestellte drei Diaphragmas.

      Heute wurden sie geliefert. Ich habe sie gleich eingebaut:

      JBL 3678 - Tuning 01.jpgFoto: Michael B. Rehders
      Das Diaphragma aus Aluminium wird ein besserer Klang nachgesagt gegenüber dem TITAN-Membran.

      JBL 3678 - Tuning 02.jpgFoto: Michael B. Rehders
      Für den Umbau habe ich das Horn von der JBL 3678 demontiert und die Kappe hinten abgeschraubt. Darunter ist das TITAN-Diaphragma zu sehen.


      JBL 3678 - Tuning 03.jpgFoto: Michael B. Rehders
      Das Titan-Diaphragma (links) unterscheidet sich optisch ein wenig vom Alu-Diaphragma (rechts).


      JBL 3678 - Tuning 04.jpgFoto: Michael B. Rehders
      Das Alu-Diaphragma wird einfach aufgesetzt und verschraubt. Anschließend wird das Kabel noch korrekt mit Plus und Minus angeschlossen.


      JBL 3678 - Tuning 05.jpgFoto: Michael B. Rehders
      Anschließend wird das Horn wieder auf die JBL 3678 montiert und gereinigt. Fertig ist der Umbau.


      Klangeindrücke

      Die Stimme von Katie Melua in „Pictures“ (CD) tönt total sauber, fein aufgelöst und prächtig abgestuft. Alles klingt extrem präzise und analytisch. Soweit keine Änderung im A/B-Vergleich. Allerdings gelingt es der JBL 3678 mit Aluminium-Diaphragma, die von mir so vermisste Klarheit in Katies Liedern wieder herzustellen. Das „Dumpfe“ und leicht „Kratzige“ sind verschwunden. Restlos! Die Drums sind nach wie vor authentisch und druckvoll, diesbezüglich hat sich auch nichts geändert. Sehr gut!

      Als nächstes spiele ich The Corrs „Unpluged MTV“ (DVD). In „Forgiven Not Forgotten“ (Track 9) ertönt gleich zu Anfang die Geige natürlich, die Flöte ist als solche überaus realistisch. Der Gesang ist jetzt nicht mehr leicht gepresst und nasal, sondern klingt angenehm warm und natürlich.
      Auch die Frauenstimmen in „Bombshell“ haben wieder die vertraute Charakteristik.

      Peter Maffay auf der Blu-ray "PETER MAFFAY -MTV Unplugged" klingt in "Wenn der letzte Regen fällt" überaus kraftvoll, sonor. Auch die Medley mit Katie Melua "Ich wollte nie erwachsen sein" und "Schatten in die Haut tätowiert / Liebe wird verboten" mit Johannes Oerding transportieren pures Live-Feeling in mein Heimkino. Bassdrum und Snare kicken richtig auf der Brust. Selbst unter höchsten Pegeln klingen die JBL 3678 nie anstrengend oder nervend.

      Actionfilme profitieren ebenfalls vom klareren Klang, wenn auch nicht in dem Maße wie Musik. Doch Feindynamik und brachiale Pegelsprünge mit extremer Schallschnelle sind schlichtweg spektakulär.
      In Summe bleibt festzuhalten: So groß und deutlich wahrnehmbar hätte ich den Unterschied nicht erwartet.

      Der Vorteil pro JBL 3678 zur bereits vorzüglichen KCS S-1200 - die immerhin gegen deutlich teurere Beckersounds B500 und KEF R-Serie mithalten kann - ist in allen Belangen deutlich zu hören.

      Fazit
      Das Tuning mit dem Aluminium Diaphragma zahlt sich aus. Die 99,- Euro pro Alu-Membran ist eine hervorragende Investition. Sie bringt die JBL 3678 noch ein großes Stück nach vorne, so dass sie mir nun auch für Musik vorbehaltlos gefällt.
      Gruß
      George Lucas

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    • Na das hört sich doch gut an. Gut das Du jetzt zufrieden bist. Ansonsten hat man immer was im Hinterkopf und denkt an das nächste Upgrade.

      Viel Spaß mit dem modifizierten Neuerwerb.
      Mein Equipment: Jede Menge bald ziemlich wertloser Elektroschrott, der eh alle paar Monate wechselt. Aufzählung daher totaler Schwachsinn ;-)

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    • Vielen Dank.
      Genauso sieht es aus.
      Gruß
      George Lucas

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    • Lumière
      WALIMEX - DIE 19 EURO WEITWINKEL-VORSATZLINSE
      FÜR GRÖSSERE BILDER IM HEIMKINO


      01 JVC DLA-N7 mit Weitwinkelkonverter - Foto Michael B. Rehders_autoscaled.jpgFoto: Michael B. Rehders - Der JVC DLA-N7 sieht mit montierter Walimex Weitwinkel-Vorsatzlinse richtig gut aus.



      Eigentlich wollte ich die Linse im Altglascontainer entsorgen. Aber ich dachte mir, dass das Ergebnis damals schon gut war. Also habe ich dem Projekt "Größeres Bild" spontan eine zweite Chance gegeben.

      Damaliger Neupreis: 36 Euro. Aktueller Straßenpreis: 19 Euro!

      Noch einmal zum Hintergrund:
      Meine Leinwand besitzt eine Breite von 3,20 Meter inklusive Rahmen, wovon ich gerade mal 2,80 Meter nutzen kann. Mehr gestattet der JVC DLA-N7 nicht. Weiter zurück stellen kann ich ihn nicht, weil er bereits mit dem Rücken fast die Wand berührt. Trotzdem würde ich gerne die reine Leinwandfläche von 3,06 Meter ausleuchten.
      Gute Weitwinkelkonverter und Anamorphoten aus dem Pro-Bereich kosten zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Zuviel für 20 Zentimeter mehr Bildbreite. Für das Geld fliege ich lieber mehrmals im Jahr mit meiner Frau in den Urlaub. Darüber hinaus haben Weitwinkelkonverter auch Nachteile. Ein von mir getesteter Isco (2.000 Euro neu) schluckte rund 15 Prozent an Lichtausbeute und das Bild büßte sichtbar an Plastizität und Randschärfe ein. Für mich stehen hier Preis und Leistung nicht mehr im Verhältnis. Ein Anamorphot von Panamorph überzeugt mich hingegen vollständig, hat aber mit 8.000 Euro seinen (berechtigten) Preis.

      Die Lösung
      Ich habe mir von Walimex eine Weitwinkel-Vorsatzlinse für Kameras gekauft. Diese Linse hat einen Durchmesser von 72 Millimeter. Sein Vergrößerungsfaktor beträgt rechnerisch 0,45-Mal.


      25 Walimex Pro MC AF Digital Wide Converter - 72 mm.jpgDie Walimex Weitwinkel-Vorsatzlinse besitzt auf der Unterseite ein Schraubgewinde mit 72 Millimeter.



      02 JVC DLA-N7 - Filter auf Objektivdeckel - Foto Michael B. Rehders.jpgDiesen Wide Converter habe ich auf die Objektivkappe des JVC „geschraubt“, nachdem ich diese passend „ausgeschnitten“ habe.

      03 JVC DLA-N7 - Filtermontage - Foto Michael B. Rehders.jpgAnschließend habe ich diese Kombination einfach auf das Objektiv des JVC DLA-N7 ganz plan aufgesteckt. Fertig.


      Tipp: Sollte die Konstruktion keinen richtigen Halt haben, kann zusätzlich noch ein zugeschnittener Kabelbinder in die Objektivkappe eingelegt werden. Auf diese Weise wird die Kappe etwas „enger“ und sitzt fester auf dem Objektiv.


      04 JVC DLA-N7 mit Weitwinkelkonverter ohne Filter.jpgOhne Weitwinkel-Vorsatzlinse projiziert der JVC DLA-N7 „Cruella“ knackscharf auf meine Leinwand. Der Film ist auf der gesamten Fläche gleichmäßig ausgeleuchtet und fokussiert.


      06 JVC DLA-N7 mit Weitwinkelkonverter max. Distanz.jpgMit Weitwinkel-Vorsatzlinse plus etwas Abstand zum Objektiv wird das Bild noch größer. Hier ist aber darauf zu achten, dass der Stellbereich des Fokus-Reglers nicht limitiert.


      JVC DLA-N7 ohne Weitwinkelkonverter - Cruella - Straßenszene.jpgOhne Filter sind die Schilder am linken Bildrand von "Cruella" gut lesbar.


      JVC DLA-N7 mit Weitwinkelkonverter - Cruella - Straßenszene.jpgMit Filter bleibt der gute Bildeindruck erhalten, obwohl das Bild deutlich größer projiziert wird.



      10 JVC DLA-N7 mit Weitwinkelkonverter - Cruella - Abspann.jpgMit Filter ist die Laufschrift im Abspann von „Cruella“ von unten bis oben gestochen scharf. Hier gibt es keine sichtbaren Einbußen. Das Menü des JVC DLA-N7 wird ebenfalls makellos abgebildet auf der Leinwand.



      Messungen und Diagramme
      Der optische Eindruck ist bereits vielversprechend. Meine Leinwand wird jetzt wie gewünscht mit 3,06 Meter vollständig ausgeleuchtet. Ich habe sogar noch ein wenig „Reserven“ im Zoom. Das Bild vergrößert sich mit der Walimex von 2,80 Meter auf 3,12 Meter. Das sind 11,5 Prozent. Je größer der Abstand zum Objektiv wird, desto breiter wird das Bild projiziert.
      Der On/Off-Kontrast bleibt unverändert durch das Filter. Der ANSI-Kontrast liegt mit – 2,5 Prozent im Rahmen üblicher Messwiederholungen. Die Lichtausbeute nimmt nach der Kalibrierung 8 Prozent ab. Das sind alles vortreffliche Werte.

      23 JVC DLA-N7 - Messung - RGB Niveau - llinks ohne Filter kalibriert - rechts mit Filter pur.jpgRGB Niveau – Links (ohne Filter) beträgt das RGB Niveau dreimal 100 Prozent. Rechts (mit Filter) und ohne Anpassung beträgt das RGB Niveau (102, 101, 97). Die Weitwinkel-Vorsatzlinse reduziert demnach Blau um 3 Prozent, wodurch Grün (+ 1 Prozent) und Rot (+ 2 Prozent) geringfügig höher ausfallen.


      24 JVC DLA-N7 - Messung - RGB Niveau - llinks ohne Filter kalibriert - rechts mit Filter kalibriert.jpgRGB Niveau – Nach der Kalibrierung mit Filter (rechts) sind die Werte gleich zur Kalibrierung ohne Vorsatz-Filter. Dadurch das Blau erhöht werden konnte, geht keine weitere Lichtausbeute verloren, sondern erhöht sich minimal um rund 1 Prozent.


      Das Ergebnis:
      Während die Messungen durch die Bank überzeugen, decken meine Testbilder ein paar Defizite deutlich auf. Gleichwohl in „Cuella“ kaum Einbußen in der Bildqualität auffallen, sind diese nun auch klar ersichtlich. Hierbei handelt es sich um eine nicht homogene Schärfeverteilung, die zu den unteren Bildrändern leicht abnimmt, und um Kissenverzerrungen, wie sie bei vielen Anamorphoten auftreten. Auf 3,06 Meter Bildbreite sind das etwa 2,5 Zentimeter. Hierbei möchte ich aber erwähnen, dass mein Projektor oberhalb der Leinwand und darüber hinaus nicht ganz mittig installiert ist.

      Im Vergleich mit dem Isco Weitwinkelkonverter für 1.500 Euro (UVP) macht die Walimex Weitwinkel-Vorsatzlinse einen sichtbar besseren Job, mit einem so viel besseren Bild, dass ich sie weiter nutzen werde. Vor allem hält die Vorsatzlinse Inbildkontrast, Lichtausbeute, Schärfe und Farbbrillanz besser aufrecht, wodurch das Bild in Summe mehr Plastizität besitzt.

      Dass diese Linse nicht mit 8.000 Euro teuren Profi-Optiken mithalten kann, versteht sich von selbst. Ein paar Defizite, wie Kissenverzug und nicht 100-Prozent gleichmäßige Schärfe über die gesamte Bildfläche, sind hinzunehmen. Aber hey: Für einen Straßenpreis von unter 20 Euro bietet der Pro MC AF Digital Wide Converter ein fast schon sensationelles Preis/Leistungsverhältnis. Hier darf man vielleicht auch mal die Kirche im Dorf lassen. Schließlich will sich nicht jeder in der Oligarchen-Preisliga mit Produkten eindecken, wenn es so günstige und durchaus brauchbare Alternativen gibt.

      Fazit
      Nach dem überaus umfangreichen Testprozedere steht mein Ergebnis fest: Die Walimex Weitwinkel-Vorsatzlinse bleibt weiterhin am Projektor befestigt. Der optische Gewinn durch das größere Bild überwiegt gegenüber den zweifelsfrei vorhandenen Nachteilen durch die Linse. Selbst wenn der Beamer nicht neu kalibriert wird, sind die Farbabweichungen so gering mit 1 bis 3 Prozent, dass diese selbst im direkten A/B-Vergleich kaum zu sehen sind. Chromatische Aberrationen durch die Vorsatzlinse sind mir nicht aufgefallen. Letztendlich habe ich mein Ziel erreicht: Ich kann meine 3,20 Meter breite Leinwand nun vollständig ausleuchten – und so richtig tief ins Filmgeschehen eintauchen.
      Gruß
      George Lucas

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      Lumière, 12 Plätze, Projektor: JVC DLA-N7, Leinwand: Alphaluxx Barium Reflax 4K, Lautsprecher-: KCS S-1200 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von George Lucas ()

    • Die Linse ist gekommen. Leider entspricht sie nicht der Abbildung vom Verkäufer. Die 72er Linse hat einen integrierten Stepup-Ring auf 52 mm. Beim Recherchieren bin ich auf einen Beitrag von mir in beisammen.de gestossen:
      Ich habe heute auch die Walimex 0,45 x 72 bekommen. Das Bild wird deutlich vergrößert. Mehr als ich bräuchte. Bin mit dem Zoom zurück gefahren.
      Das grosse Problem an meinem Beamer (Mitsu HC7800): Der Drehbereich des Objektives reicht nicht aus, um ein scharfes Bild zu bekommen. Erst wenn ich die Linse sehr weit entfernt (> 15 cm) vom Beamerobjektiv montiere, lässt sich das Bild scharf stellen. Dann passt aber das Bild nicht durch.
      Darüber hinaus gibt es deutliche Kissenverzerrungen. Die Spiegelmethode ist wohl zielführender.

      D.h. die richtige Linse hatte ich schon vor fast drei Jahren bestellt. Oha
      Gruss Norbert
    • Norbert schrieb:

      Die Linse ist gekommen. Leider entspricht sie nicht der Abbildung vom Verkäufer. Die 72er Linse hat einen integrierten Stepup-Ring auf 52 mm.
      Einige Verkäufer bewerben zwar die 72-mm-Linse, liefern aber nur eine 52er. Hintergrund: Der Linsendurchmesser muss noch zusätzlich ausgewählt werden. Die Voreinstellung im Angebot steht dort oftmals auf 52 mm.
      Gruß
      George Lucas

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    • Norbert schrieb:

      Die Linse ist gekommen. Leider entspricht sie nicht der Abbildung vom Verkäufer. Die 72er Linse hat einen integrierten Stepup-Ring auf 52 mm. Beim Recherchieren bin ich auf einen Beitrag von mir in beisammen.de gestossen:
      Ich habe heute auch die Walimex 0,45 x 72 bekommen. Das Bild wird deutlich vergrößert. Mehr als ich bräuchte. Bin mit dem Zoom zurück gefahren.
      Das grosse Problem an meinem Beamer (Mitsu HC7800): Der Drehbereich des Objektives reicht nicht aus, um ein scharfes Bild zu bekommen. Erst wenn ich die Linse sehr weit entfernt (> 15 cm) vom Beamerobjektiv montiere, lässt sich das Bild scharf stellen. Dann passt aber das Bild nicht durch.
      Darüber hinaus gibt es deutliche Kissenverzerrungen. Die Spiegelmethode ist wohl zielführender.
      D.h. die richtige Linse hatte ich schon vor fast drei Jahren bestellt. Oha
      @Norbert: sowas kenne ich persönlich auch schon. Nennt sich Alterssenilität. ;)

      Schick die Linse zurück und für die 19 € kaufst Dir was anderes schönes.
      beste Grüße
      Thomas
    • Ich habe die Linse mit „Blende“ in ein 72 mm „Case“ gebaut und heute vor den Beamer gehalten. Obwohl der „freie“ Bereich nur 52 mm Durchmesser hat, ergibt sich keine Abschattung durch die Blende. Ich könnte diese Linse für ein vergrößertes Bild nutzen. Die originale 72 mm Linse hatte ich wohl vor knapp 3 Jahren zurückgeschickt.
      Hier ein Bild von der Linse:
      0EE3415C-E502-475B-9C57-E6967FC6CC8C.jpeg
      Gruss Norbert
    • Neu

      Moin,

      nach der 72mm Variante hatte ich letzte Woche auch gleich gefahndet. Es waren aber ausschließlich geringere Größen verfügbar.

      Es scheint so, als seien - nach GLs Bericht - sämtliche 72mm Linsen ausverkauft. :)

      Kennt jemand einen anderen Hersteller, der etwas wertigere Vorsatzlinsen (dann von mir aus für 100 €) produziert?

      Gruß
    • Neu

      Kolkrabe schrieb:

      Es scheint so, als seien - nach GLs Bericht - sämtliche 72mm Linsen ausverkauft.
      Das ist mir auch schon aufgefallen. 24 Stunden nach meinem Bericht waren die fast alle weg.

      Es gibt diese Weitwinkel-Vorsatzlinse allerdings auch noch von anderen Anbietern. Sogar in 77 mm und größer.
      Da kein "Markenname" auf der Vorsatzlinse steht, sondern nur die Produktbezeichnung, gehe ich davon aus, dass die allesamt baugleich sind.
      Gruß
      George Lucas

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