Angepinnt Heimkinobau – Ein paar Anregungen, Teil 1: Einführung und Gliederung

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    • Ich hatte ja schon angekündigt, meine Kritik hier konstruktiv zu formulieren. Also dann erstmal zu den Fehlern, die mir auf den ersten Blick aufgefallen sind. :)

      1. Der Schwarzwert ist auf akustisch transparenten Leinwänden nicht besser. Er ist bei einem kompletten Schwarzbild natürlich identisch. Sobald gemischte Szenen projiziert werden, kann es sogar sein, dass er schlechter wird. Das hängt ganz von dem Tuch ab. Es gibt z.B. stoffbasierte Tücher, die in sich selbst reflektieren und somit den Inbildkontrast verschlechtern. Das ist aber sehr spezifisch. Daher ist eine allgemeine Aussage dazu nicht möglich.

      2. Ein SBA alleine führt nicht zu einem "ausgeglicheren Bass". Ganz im Gegenteil. In einem schallharten Raum werden die Längsmoden maximal angeregt. Das sorgt für eine extrem ausgeprägte Berg- und Talfahrt im Amplitudengang und ein sehr langes Abklingen (siehe hier). Erst eine starke Bedämpfung löst das Problem (siehe hier). Räume mit nicht ganz schallharten Wänden können hier auch positiv sein (z.B. Spitzböden).

      3. Der Direktschall wird durch Absorber an den Stellen der Erstreflexionen nicht erhöht. Er ändert sich überhaupt nicht. Korrekt ist, dass sich das Verhältnis zwischen Direkt- und Diffusschall günstig ändert. Es wird ja nur der Diffusschall verringert. Ein kleiner aber feiner Unterschied.

      4. Bassabsorber können sehr wohl den Tiefbass bedämpfen. Die Dicke, Fläche und der längenbezogene Strömungswiderstand sind hier entscheidend (siehe hier).


      Ich habe im Moment keine Zeit, auf weitere Dinge konkret einzugehen. Hier noch mal einige Punkte, die ich für verbesserungswürdig halte:


      Grafiken und Bilder
      Fehlen leider komplett. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern veranschaulichen Sachverhalte meist um einiges schneller und klarer. Es ist zwar Arbeit, sie zu erstellen, aber sie gehören einfach zu einem guten Text dazu. :)


      Schreibstil
      Prosa und Ich-bezogene Formulierungen halte ich für sehr problematisch, weil sie keine Allgemeingültigkeit besitzen und sehr subjektiv sind. Außerdem verzerren sie Sachverhalte. Beispiel:

      suke schrieb:

      Bassabsorber: Diese sind teuer, hässlich und helfen nicht bei Tiefbass.


      Die Adjektive teuer und hässlich sind zutiefst subjektiv und gehören nicht in so einen Guide. Das kann jeder selbst entscheiden. Wichtiger ist, wie effektiv die Maßnahme im Vergleich zu anderen ist und wo ihre objektiven Stärken/Schwächen liegen.
      Noch ein Beispiel:

      suke schrieb:

      Sinn: Mir brachte das nichts


      Das ist auch extrem subjektiv. Als Leser kann ich damit überhaupt nichts anfangen. Weiterhin ist das Wort "Sinn" in dem Kontext unpassend. Es war wohl eher "Effektivität" gemeint.


      Links
      Ich finde es immer unpraktisch, wenn ganze Threads verlinkt werden, in denen irgendwo etwas Interessantes vorkommt. Der bessere Weg ist, dieses Wissen zusammenzufassen, aufzubereiten und mit eigenen Worten zu präsentieren. Schließlich soll so ein Guide selbst ja alle Informationen enthalten, die benötigt werden.
      Wenn auf tiefergehende Seiten/Threads verlinkt wird, die sich ausschließlich mit einem Thema befassen, halte ich das dagegen für völlig in Ordnung. Die Detailtiefe darf ja im Guide nicht zu hoch sein und jeder kann dann selbst entscheiden, ob er weiterlesen möchte oder nicht.


      Gliederung
      Als Neuling fragt man sich, womit man eigentlich anfangen soll. Dementsprechend sollte so ein Guide auch aufgebaut sein. Ich sehe immer wieder dieselben Fehler. Erst wird irgendwas in den Raum gestellt, ein bisschen Filme geschaut und dann wird gemerkt, dass man mit etwas nicht zufrieden ist. So beginnt die Aufrüstspirale (ja, das war vor zig Jahren auch bei mir so ;)). Kleiner Vorschlag, wie man es gliedern könnte:

      1. ggfs. Trockenlegung des Kelelrraums
      2. Belüftungskonzept
      3. Grobplanung (Sitzplätze, Leinwand, Subwoofersystem, Raumakustik usw.)
      4. (teilweise) Umsetzung der Raumakustik
      5. Bau des Subwoofersystems
      6. Bau der Leinwand
      7. Weitere Baus (Podest, Maskierung, Lampen, Sitze usw.)
      8. Endgültige Abstimmung der Raumakustik
      ...
      9. Finale Verschönerungen usw.

      Das ist nur eine Idee und nicht ausgereift. Ich halte sowas aber für besser als eine "lose" Sammlung von Informationen, die man als Anfänger unmöglich in ein Gesamtkonzept fassen kann. Das Gesamtkonzept macht am Ende ein gutes Heimkino aus. Ich weiß, das basiert zum größten Teil auf Erfahrung, aber man kann ja versuchen, auch bei weniger erfahrenen die Kosten und den Aufwand durch sinnloses Aufrüsten gering zu halten.

      Soviel erstmal von mir dazu. :)
    • Kleiner Nachtrag: es hilft für die Gliederung ungemein, wenn man mal die typische Änderungshistorie vieler Heimkinos analysiert.

      Ausgangslage:
      - kleine Leinwand
      - 1 - 2 Subwoofer irgendwo im Raum

      Und hier die baulichen (!) Änderungen:

      1. mehr Subwoofer
      2. größere Leinwand
      3. Bau einer Bühne
      4. akustische Maßnahmen
      5. Abriss der Bühne und Umrüstung auf akustisch transparente Leinwand
      6. Bau einer Baffle Wall inklusive SBA/DBA
      (X. ggfs. Bau einer gekrümmten Leinwand)

      Ich kenne z.B. keinen, der von akustisch transparent wieder zurückgewechselt ist. Gleiches gilt für das Subwoofersystem. Und auch von gekrümmt auf plan gibt es kaum Rückkehrer. Es scheint also quasi einen natürlichen Aufrüstpfad zu geben, wenn auch nicht immer in derselben Reihenfolge. Wenn man das Guide nun so gestaltet, dass es von vornerein auf die höchste(n) Ausbaustufe(n) abzielt, wäre das doch sicherlich eine große Hilfe.
    • Nilsens schrieb:

      Das würde für mich nicht in die Grundlagen kommen. Ein trockener Raum (egal ob Keller oder sonst wo) ist Voraussetzung. Wenn einer wirklich Probleme mit Feuchtigkeit hat, dann soll er einen Experten fragen. Das allgemein zu behandeln finde ich sehr gefährlich.


      Wie gesagt, die Liste war nur ein spontaner Einfall und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich würde auch nie explizite Tipps zum Trockenlegen geben, sondern eher daraufhinweisen, dass dies ein Problem sein könnte, was man als erstes lösen sollte. Darum ging es mir bei dem Punkt. Denn schließlich hatten schon einige Leute damit Probleme. Den Fokus würde ich natürlich ganz klar auf die Heimkino relevanten Dinge legen.
    • Schwarzwert von schalldurchlässigen Bildwandtüchern

      FoLLgoTT schrieb:

      1. Der Schwarzwert ist auf akustisch transparenten Leinwänden nicht besser.
      Natürlich kann sich der Schwarzwert auch "verbessern", wenn als Grundlage (für den Vergleich) ein Tuch mit dem Gainfaktor 1,0 herangezogen wird.
      Je nach Gainfaktor des schalldurchlässigen Tuches, dem Backing (üblicherweise Schwarz oder Weiß), Material/Webstruktur, dem Lochdurchmesser und der Farbe/Farbtemperatur kann der Schwarzwert unterschiedlich ausfallen - und natürlich auch das Spitzenweiß - nach der Kalibrierung auf beispielsweise D65.
      In der Regel verändert sich der Kontrastumfang aber nicht großartig, so dass das Verhältnis von Weiß zu Schwarz meistens gleich bleibt. Es kann aber sehr wohl sein, dass das Schwarz heller oder dunkler ausfällt.
      "Sonderanfertigungen" wie schalldurchlässige "High-Contrast-Screens" sind noch mal eine andere Nummer.
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, Projektor: JVC DLA-N7, Leinwand: Alphaluxx Barium Reflax 4K, Lautsprecher-: KCS S-1200 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,
    • George Lucas schrieb:

      Natürlich kann sich der Schwarzwert auch "verbessern", wenn als Grundlage (für den Vergleich) ein Tuch mit dem Gainfaktor 1,0 herangezogen wird.


      Ok, wenn man es in absoluter Leuchtdichte betrachtet... ;)

      Aber darum geht es ja nicht. Bzw. diese Betrachtung alleine führt in die Irre. Denn bei Gain 0,8 ist Weiß ja auch um denselben Faktor dunkler und somit der Kontrast identisch. Was zählt, ist das Kontrastverhältnis und das ist starr verknüpft mit Schwarz- und Weißpunkt. Richtig formuliert müsste es also heißen, dass ein akustisch transparentes Tuch nichts am An-/Aus-Kontrast ändert. Die mögliche Beeinträchtigung des Inbildkontrasts habe ich ja oben angesprochen.

      und natürlich auch das Spitzenweiß - nach der Kalibrierung auf beispielsweise D65.


      Die Kalibrierung kann auf jeder Leinwand Kontrast kosten, wenn die Leuchtdichte des Weißpunktes durch Korrekturen verringert wird. Das ist aber ein generelles Problem aller Leinwände und hängt auch stark von Projektor(zustand) ab.
    • Also ich könnte mir schon vorstellen, dass man "Der Raum muss 'trocken' sein, also keine feuchten Wände o.ä." als Voraussetzung am Anfang mit erwähnt, es gibt immer mal einen, der sich denkt, "das kannman später noch machen/das wird schon nicht so stören"...

      Allerdings gebe ich Recht, dass man das nicht im Detail klären kann, die Ursachen sind einfach viel zu individuell, da muss man halt an einen Spezialisten verweisen...
    • George Lucas schrieb:

      FoLLgoTT schrieb:

      1. Der Schwarzwert ist auf akustisch transparenten Leinwänden nicht besser.
      Natürlich kann sich der Schwarzwert auch "verbessern", wenn als Grundlage (für den Vergleich) ein Tuch mit dem Gainfaktor 1,0 herangezogen wird.
      Je nach Gainfaktor des schalldurchlässigen Tuches, dem Backing (üblicherweise Schwarz oder Weiß), Material/Webstruktur, dem Lochdurchmesser und der Farbe/Farbtemperatur kann der Schwarzwert unterschiedlich ausfallen - und natürlich auch das Spitzenweiß - nach der Kalibrierung auf beispielsweise D65.
      In der Regel verändert sich der Kontrastumfang aber nicht großartig, so dass das Verhältnis von Weiß zu Schwarz meistens gleich bleibt. Es kann aber sehr wohl sein, dass das Schwarz heller oder dunkler ausfällt.
      "Sonderanfertigungen" wie schalldurchlässige "High-Contrast-Screens" sind noch mal eine andere Nummer.
      All das legt doch den Schluss nahe dass die pauschale Aussage "Der Schwarzwert ist auf AT Leinwänden besser." in der Tat nicht korrekt ist. Kann sein, kann aber auch nicht sein. Hängt halt von mehreren Faktoren ab und nicht eben nur davon ob die LW AT ist oder nicht.
    • Hallo Nils,

      Deine Hinweise zu Fehlern habe ich eingearbeitet, vielen Dank dafür. :bier:

      Deine Hinweise bezüglich einer etwas, sagen wir mal wissenschaftlicheren Schreibweise kann (und will) ich mangels Zeit und Wissen nicht folgen. Für mich ist das Ganze hier Hobby, und meine Zeit ist leider sehr, sehr beschränkt. :sad: Aber wenn ich einen ersten Stein ins Wasser werfe und eine Diskussion in Gang kommt, ist einem hilfesuchenden Leser sicher auch geholfen. :bigsmile:

      Die Idee einer Gliederung find ich gut. Ich hatte so etwas sogar schon angefangen, was die Ermittlung der Raummaße betrifft, aber hatte bisher keine Zeit zur Vervollständigung. Ich stell mal den Entwurf ein. Der Stil ist natürlich genauso wie sonst. :biggrin: Grafiken hab ich auch noch nicht geschafft. :sad: Es sieht so schnell dahingeschrieben aus, aber es hat mich schon sehr, sehr viel Zeit gekostet. Bitte nicht zerfleischen, sachdienliche Hinweise sind gern gesehen. :thumbs: Pushen ist natürlich streng verboten. :biggrin:




      Hallo beisammen,

      nun folgt ein weiteres Kapitel aus der Reihe Antworten auf Fragen, die noch nie gestellt worden sind.

      Wie würde ich mein nächstes Kino planen? Dies richtet sich vor allem an diejenigen, die einen Raum frei planen können. Aber auch Besitzer vorhandener Räume können einen Blick riskieren. Vermutlich würde ich einen Profi einschalten, der die folgenden Schritte für mich übernimmt, aber wenn nicht, würde ich es wie folgt machen:

      1. Die Raumbreite

      1.1 Der Projektor und die Leinwand

      Hoppla, warum geht es mit dem Projektor los? Das Bild ist nun einmal entscheidend für ein großes Kinoerlebnis. Glücklicherweise ist es mit den Projektoren rel. Einfach ein gutes Bild zu bekommen. Kein Vergleich mehr mit den Röhrenprojektoren oder dem Ton/der Akustik. Ein tolles Bild legt dann vor, wenn die Leinwand schön groß und das Bild schön hell ist. Und da sind wir beim Problem, denn die Lichtleistung vieler Projektoren ist kalibriert nicht hoch genug für eine 4m breite Leinwand und außerdem nimmt die Helligkeit nach einigen Hundert Stunden ab. Kurz: Die Lichtleistung entscheidet (derzeit) über die Breite der Leinwand.

      Wie wird nun gerechnet?
      Helligkeit in footlambert = ANSI-lumen des Projektors / qm-Größe der Leinwand / 9,3 * Gain der Leinwand

      ANSI-lumen des Projektors: Die lumen-Angabe sollte der kalibrierte Wert sein, den man hier findet: Vor-und Nachteile einiger Full-HD-Projektoren oder auf Testseiten im Internet oder in Zeitschriften wie z.B. der Audiovision. Die gängigen UHP-Lampen verlieren mit der Zeit an Helligkeit, so dass man als Faustformel 25% Lichtverlust einkalkulieren sollte.
      Größe der Leinwand in qm: Breite * Höhe in m. Bei 21:9-Leinwänden muss man aber die qm-Größe bei 16:9 nehmen.
      Gain der Leinwand: Der Gain gibt an, wieviel Licht vom Projektor wieder auf den Sitzplatz zurückgeworfen wird und liegt z.B. bei der Cheap Trick (schalldurchlässig) bei 0,9

      Bsp.: Die Projektoren von JVC weisen nach wie vor den höchsten nativen Kontrast auf und haben für mich ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Unser George Lucas hat für den X35 einen Lichtstrom von 1000 lumen ermittelt, nach Abzug von 25% bleiben 750 lumen übrig. Nehmen wir eine 3m breite Leinwand, so ergibt sich eine Leinwandfläche von 5,06qm. In die Formel eingetragen ergeben sich 16 footlambert. Und 16 footlambert sind auch die Empfehlung für ein ausreichend helles Bild. 10% weniger dürfte man noch nicht sehen, aber zuviel sollte man nicht drunter bleiben.

      Ergebnis in diesem Beispiel: Eine 3,00m breite Leinwand.


      1.2 Bestuhlung

      Jetzt kommt es darauf an, wie viele Sitze ins Kino sollen. Bei z.B. sieben Sitzen bieten sich zwei Reihen mit 3 bzw. 4 Sitzen an. Pro Sitz sollte man in der Breite mindestens 50cm rechnen, je nach Art der Bestuhlung auch mehr. Bei vier Sitzen wären das gut 2m. Wenn man links und rechts noch vorbeigehen will, sollte man noch jeweils 70cm dazu nehmen. Hinzu kommt noch die Tiefe der Surrounds, sonst stößt man sich den Kopf, z.B. 30cm.

      So sind wir dann bei 4m Breite. Gegencheck Surrounds: Wenn man nur den Masterplatz optimieren möchte, sind die Surrounds rd. 1,6m vom Hörer entfernt. Das ist flexibel genug für Direktstrahler oder Surrounds.


      1.3 Die Seitenwände

      Nun soll das Kino auch gut klingen. Hierfür sind akustische Maßnahmen in den Seitenwänder erforderlich. Dies sollten mind. 30cm je Seite sein. In diese 30cm kommen die Absorber für die Erstreflektion, aber auch Diffusoren, ggf. Helmholtzresonatoren und natürlich Kabel, Kabel und Kabel.

      Jetzt ist der Raum schon 4,6m breit, von denen man aber nur rd. 4m sieht.


      1.4 Ergebnis Raumbreite

      Der Raum ist in diesem Beispiel also 4,6m breit.


      2. Die Raumlänge

      2.1 Schalldurchlässige Leinwand und Baffle Wall
      Ich empfehle eine schalldurchlässige Leinwand, da der Klang dort aus einer Höhe kommt und identische Lautsprecher verwendet werden können. Das Bild ist dadurch minimal schlechter, aber aus meiner Sicht ist ein guter Kompromiss, der auch nicht sehr teuer sein muss. Außerdem sind auf diese Weise die Frontlautsprecher und die Subwoofer nicht mehr zu sehen, was das Kino einem aufgeräumten Look verleiht.

      Die Frontlautsprecher und die Subwoofer können in eine Baffle Wall integriert werden. Ggf. sind auch schon Helmholtzresonatoren integrierbar (Akustiker erforderlich!). Je nach Tiefe der Geräte sind das um die 50cm. Zwischen Baffle Wall unf Leinwand sollten 20cm Platz sein, um Kammfilterffekte zu verringern.

      Auf diese Weise haben wir bereits 70 cm Raumlänge.


      2.2 Sitzentfernung Leinwand

      Die ist sehr individuell, da hilft nur Ausprobieren. Wenn schon ein Projektor da ist, hilft das Zoomen und Probieren. Die meisten hier im Forum liegen bei dem 1-fachen bis 1,5fachen der Leinwandbreite. Bei der 3m-Leinwand in unserem Beispiel wären das im Mittel 3,75m und der Raum ist bereits 4,45m lang.


      2.3 Bestuhlung: Anzahl Sitzreihen

      Nun kommt es auf die Anzahl der Sitzreihen an. Die erste Reihe schlägt mit 50 cm zu Buche, da man sich nach vorne ausstrecken kann. Jede weitere Sitzreihe kostet mind. 1,5m, außerdem sollte ein Podest (mind. 25-30cm Höhe) eingeplant werden. Je mehr Sitzreihen, desto weiter ist die hinterste Reihe von der Leinwand entfernt. Dann sollte die erste Reihe höchstens das einfache der Leinwandbreite von der Leinwand entfernt sein. Ich würde bei mir zwei Reihen einplanen, also wären das für die erste Reihe 50cm und dahinter 1,5m, also 2m zusätzlich. Dann wären wir bereits bei einer Raumlänge von 6,45m.


      2.4 Hintere Lautsprecher

      Diese sollten mind. 1,5 m vom Hörplatz entfernt sein, wenn Direktstrahler eingebaut werden sollen (meine Empfehlung). Wenn man nur den Masterplatz optimieren will, kommt keine Raumlänge hinzu. Dann würden die Direktstrahler der hinteren Reihe direkt ins Ohr blasen, was auch nicht gut ist. Also noch einmal 50cm drauf, womit wir bei 6,95m Raumlänge wären.


      2.5 Subwoofer und Bassabsorber hinten

      Ich empfehle dringend mindestens zwei Subwoofer, wenn es geht auch ein SBA (quderförmiger Raum erforderlich!), also vier Woofer vorne, die in die Baffle Wall mit eingebaut werden können. Durch die Vielzahl an Woofern entsteht eine ebene Wellenfront mit einem rel. sauberen Bass. Dadurch wird aber die Längsmode maximal angeregt. Durch den 6,95 m langen Raum reden wir über eine Überhöhung bei rd. 24 Hz, welche noch deutlich hörbar ist. Hier gibt es zwei Alternativen:
      - dicke Poröse Absorber: Sonorock oder Thermohanf bedämpfen die Längsmoden rel. gut (Messreihe: SBA mit bedämpfter Rückwand!) und sind nicht so kritisch wie Helmholtzresonatoren oder Verbundplattenresonatoren. Dafür benötigt man mind. 60cm Raumtiefe. Im link ist der Raum nicht so lang, daher lieber entsprechend dicker planen, ich nehme mal 80cm, so dass der Raum 7,75m lang ist.
      - Helmholtzresonatoren: Hier ist die Einbindung eines Akustikers Pflicht. Der Raumbedarf liegt bei rd. 50cm, so dass wir bei 7,45m Raumlänge liegen. Mit denen rechne ich jetzt auch weiter.


      2.6 Ergebnis Raumlänge und Gesamtraum

      In unserem Beispiel ist der Raum also 7,45m lang und 4,6m breit, also 34qm Fläche. Sichtbar sind davon 6,25m x 4,00m, also 25qm. Der Rest geht für akustische Maßnahmen drauf.
    • suke schrieb:

      Deine Hinweise bezüglich einer etwas, sagen wir mal wissenschaftlicheren Schreibweise kann (und will) ich mangels Zeit und Wissen nicht folgen. Für mich ist das Ganze hier Hobby, und meine Zeit ist leider sehr, sehr beschränkt.

      Hallo Suke,

      schön das du die Vorschläge / Verbesserungen annimmst und umsetzt. Was das wissentschaftlich schreiben angeht, ist das gar nicht so schwer und auch nicht zeitintensiver.

      Versuche einfach alles persönliche raus zu lassen, dass heisst kein "ich, meiner Meinung nach und vor allem "man"" Die Anleitung soll ja objektiv und allgemein gehalten sein. Die Wissenschaft beruht sich halt auf Fakten.

      Mit einem wenig Übung, hat man das ganz schnell raus.

      Beispiel:

      statt:

      Die Projektoren von JVC weisen nach wie vor den höchsten nativen Kontrast auf und haben für mich ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

      würde ich vielleicht schreiben:

      Stand 2014 haben die Beamer von JVC und von Sony einen hohen nativen Kontrast. Insbesondere die Modelle X35 sowie HW50 (oder wie der heisst) haben ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Während die Sony Modell mit etwas mehr Helligkeit und der besseren 3d Leistung punkten, bieten die Modelle von JVC eine motorische Einstellung von Fokus, Lensshift und Zoom und haben zudem den etwas besseren Schwarzwert.

      Oder:

      Bsp: Der JVC X35 hat laut George Lucas 1000 Lumen...

      In beiden Fällen ist die persönliche Meinung fehl am Platz und dazu auch noch falsch. Die JVC Beamer haben nicht den höchsten nativen Kontrast.

      So zieht es sich durch den ganz Text... Statt: Ich würde eine Schalltransparente Leinwand nehmen, kann genau so geschrieben werden: Eine Schalltransparente Leinwand bietet folgende Vorteile: xxx xxx xxx

      Das ist nur ein Tipp von mir und der ist nicht böse gemeint.

      Gruß

      Nilsens
    • Hi,

      alles Gut. :bier:

      Ich hab das absichtlich so geschrieben, da das meiste eben meine persönliche Meinung darstellt. Ich habe nicht das Wissen, um Dinge objektiv darzustellen, das wurde mir ja (sicher zu Recht) vorgeworfen. Auf diese Weise bleibt es halbwegs erkennbar eine persönliche Meinung. Ich kann mal drauf achten, aber mir fehlt schlicht die Zeit, alles umzumodeln.

      Nebenbei: Welche Projektoren haben einen höheren nativen Kontrast als die JVCs?

      Gruß
    • Moin,

      vielleicht ist es sinnvoller konkrete Geräte ganz raus zu lassen oder wenn es um Technik geht sich eher auf Geräteklassen zu beschränken.
      Dann veraltet das Ganze nicht so schnell.
      Oder sich nur auf wichtige Rahmenparameter beschränken die es zu Bedenken gilt. Also z.B. bei einem Beamer: Helligkeit, Kontrast, Lautstärke (Hushbox, Technikraum - ja/nein), Zoombereich - Abhängigkeit Bildgröße<>Aufstellungsentfernung zur Leinwand, Lensshift, etc.
      Wenn man dann seine Hausaufgaben gemacht hat dann kann man auch im entsprechenden Unterforum nach konkreten Empfehlungen für die erarbeiteten Parameter fragen.
    • suke schrieb:

      Nebenbei: Welche Projektoren haben einen höheren nativen Kontrast als die JVCs?


      An/Aus-Kontrast: Röhrenprojektoren
      ANSI-Kontrast: DLP

      :)


      Ansonten möchte ich noch anmerken, dass ich den Projektor bei der Planung nicht an den Anfang setzen würde, sondern ans Ende. Und zwar aus folgenden Gründen:

      1. Projektoren unterliegen, wie alle technischen Geräte, einer starken Evolution. Sprich: er wird oft gewechselt.
      2. Die Leinwand dagegen wird einmal gebaut und unterliegt praktisch keiner Alterung.

      Sinnvoller ist es, die Leinwand so groß wie möglich zu bauen und ggfs. fix zu kaschieren, wenn denn ein zu dunkler Projektor angeschafft werden soll. Dann kann aber später beim Aufrüsten auf ein helleres Modell problemlos die Kaschierung entfernt werden. Man spart sich also sehr viel Mühe und Arbeit, die in den Neubau einer größeren Leinwand "verloren" gehen würde. Man ist einfach deutlich flexibler.

      Weiterhin setzt du voraus, dass der Raum komplett neu erschaffen wird. Das ist in der Praxis aber fast nie der Fall. Nur wenige haben das Glück, das Heimkino gleich in den Neubau des Hauses mit einzuplanen. Ich schätze, dass weite über 90% aller Heimkinos in bereits bestehende Räume gebaut werden. An den Raummaßen lässt sich also nichts verändern. Das heißt, die Anzahl der Sitzreihen hängt dementsprechend von den Gegebenheiten und den Sehgewohnheiten ab.
      Die Raumgröße 7,45 x 4,6 m aus deinem Beispiel ist leider nicht realistisch. 34 m² sind deutlich größer als die meisten Leute zur Verfügung haben. Ich schätze, dass es eher auf 16 - 25 m² hinauslaufen wird, wenn man das mal statistisch erheben würde. Das heißt, es wäre doch schön, wenn man die Empfehlungen auf diese Raumgröße (samt ihren Einschränkungen) fokussiert. Das soll natürlich nicht heißen, dass man das Guide komplett beschränkt und die Glücklichen mit mehr Raum außen vor lässt. ;)

      Ich bin bei mir z.B. so herangegangen:

      - Raumbreite: 4,8 m -> Leinwandbreite = 4 m + 2 x 30 cm Abkofferung + 2 x 10 cm Vorhang für automatische Kaschierung
      - Baffle Wall (naja, eigentlich Subwooferwand ;)) so flach wie möglich, für die Hauptlautsprecher galt dasselbe
      - der dicke Absorber war der Preis für ein extrem geringes Abklingen im Bass. Den habe ich in Kauf genommen, weil mir ein DBA bei der Treiberanzahl zu teuer gewesen wäre. Sprich: ich habe eine Kosten/Nutzen-Analyse gemacht und dafür in Kauf genommen, dass für die 2. Sitzreihe weniger Platz zur Verfügung steht. Eine Entscheidung, die bei anderen sicherlich anders ausgefallen wäre.
      - Krümmung der Leinwand und akustische Transparenz waren für mich ein MUSS (quasi in Stein gemeißelt). Ich wusste nicht, wie gut es funktioniert. Vor allem waren die Erfahrungen mit digitalen Projektoren sehr dünn. Diese Anforderungen waren mir aber so wichtig, dass ich dafür alles ausprobiert hätte. Zum Glück hat es auf Anhieb geklappt. Und das Ergebnis ist es mehr als Wert! :yes:

      Was ich damit sagen will: wenn mein Raum kleiner gewesen wäre, hätte ich die Seiten nicht 30 cm abgekoffert. Ich hätte auch hinten den Absorber nicht gebaut, sondern direkt ein DBA. Sehr viele Entscheidungen wären anders ausgefallen. Nun wusste ich natürlich genau, was ich wollte. Das weiß ein Anfänger so nicht. Vielleicht könnte man ja mal irgendwie aufzeigen, welche Parameter sich stark gegenüberstehen. Z.B. "Absorber vs. Platz" oder "Anzahl Sitzreihen vs. Beinfreiheit" usw. Da könnte man bestimmt ein paar schöne Diagramme von machen. :)
    • FoLLgoTT schrieb:

      Weiterhin setzt du voraus, dass der Raum komplett neu erschaffen wird.

      Genau das hat er doch auch einleitend dazu geschrieben:

      suke schrieb:

      Wie würde ich mein nächstes Kino planen? Dies richtet sich vor allem an diejenigen, die einen Raum frei planen können. Aber auch Besitzer vorhandener Räume können einen Blick riskieren.


      Ich sehe da gerade kein Problem. Es ist sicher nicht verkehrt, denen mit dem Privileg, ein Kino von der Kellersohle an einplanen zu können, ein paar Hinweise an die Hand zu geben und auch den Fall mal durchzuspielen. Es mag eine Minderheit sein, aber es gibt diese Leute. Und ob man mit dem Projektor oder der Leinwand anfängt, ist wohl auch einigermaßen individuell. Deine Argumente für "Projektor zum Schluss" sind nicht von der Hand zu weisen, aber vielleicht muss die Leinwand/Front ja zu einem Super-Schnäppchen-Beamer passen, den man nicht ignorieren konnte?! Es gibt so viele Möglichkeiten, da würde ich niemandem zu einem pauschalen Vorgehen raten wollen. Jeder muss seine persönlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen selbst aufstellen. Was dabei alles beachtet werden muss, ist aber sicher ein paar Beiträge wert.

      Möglicherweise sollte man neben dem "Anregungen"-Faden auch noch einen für Formeln, Faustregeln und bewährte Konzepte einführen. Darin sehe ich z.B. die Formel für die spezifische Helligkeit, die Podesthöhenberechnungsformel von <Name einfügen>, die Spiegelmethode zur Bestimmung von "Erstrefletions-Zonen" etc. etc. Natürlich gehört dann ein Inhaltsverzeichnis dazu und auch ein paar Querverlinkungen zu Themen wie z.B. Leinwandmessungen von AT-Tüchern (fiel mir gerade so ein).



      MfG
      - deuterianus
      Gute Entscheidungen basieren auf Erfahrung. Leider kommt Erfahrung oft von schlechten Entscheidungen.
    • N´abend,

      eben weil es so viele Möglichkeiten gibt ist doch Sukes "grüne Wiese"-Ansatz eine gute Basis.
      Man addiert einfach die verschiedenen Bausteine zusammen und schaut wo man rauskommt. Wenn dann der vorhandene Raum kleiner (oder vlt. auch größer) ist, dann muss man sich halt überlegen wo man variiert:
      • probier ich´s doch mal dichter an die LW zu gehen?
      • doch lieber 2 Reihen statt 3?
      • geht´s nicht auch mit weniger Beinfreiheit auf den "billigen Plätzen" wo vlt. nur 3x im Jahr jemand sitzt? ;)
      • kann ich mit einer Überhöhung bei 24Hz leben? Was ist mir wichtiger? Dritte Sitzereihe oder sauberer Bass?
      • usw. usw.
      Dein Ansatz Nils ist sicher der bessere wenn man schon alles weiß was es zu bedenken gibt - aber der Alleswisser ist ja nicht Zielgruppe des Artikels.
    • FoLLgoTT schrieb:

      Zitat von »suke«
      Nebenbei: Welche Projektoren haben einen höheren nativen Kontrast als die JVCs?

      An/Aus-Kontrast: Röhrenprojektoren


      Man wird aber deswegen wohl nicht diese veraltete Technologie noch Aufführen wenn man diesen Faden schon unbedingt updaten will, oder doch?




      FoLLgoTT schrieb:

      2. Die Leinwand dagegen wird einmal gebaut und unterliegt praktisch keiner Alterung.

      Das liest sich hier bei einer 6 Jahre alten Leinwand aber anders.
    • deuterianus schrieb:

      Genau das hat er doch auch einleitend dazu geschrieben:


      Ok, das kann man machen. Aber damit trifft man einfach nicht den typischen Neuling. ;)

      Deine Argumente für "Projektor zum Schluss" sind nicht von der Hand zu weisen, aber vielleicht muss die Leinwand/Front ja zu einem Super-Schnäppchen-Beamer passen, den man nicht ignorieren konnte?!


      Gerade dann sollte man doch langfristig und auch finanziell denken. Wer bei jedem Projektorkauf eine neue Leinwand bastelt, zahlt schließlich mehrfach. Mir kommt es so vor, als ob oft einfach zu kurz gedacht wird und deswegen die endlose Aufrüstspirale entsteht. Das lässt sich mit einer durchdachten Planung entschärfen. Das setzt natürlich auch Geduld voraus.

      hocky schrieb:

      Dein Ansatz Nils ist sicher der bessere wenn man schon alles weiß was es zu bedenken gibt - aber der Alleswisser ist ja nicht Zielgruppe des Artikels.


      Darum geht es mir ja. Wenn man es schaffen würde, diese Erfahrungen in einen sinnvollen Leitfaden zu pressen, würde das doch sicher mehr helfen als eine lose Sammlung von Informationen, die der Neuling nicht einschätzen und priorisieren kann. Mir geht es einfach darum, unnötige Fehler zu verhindern. Oder soll am Ende doch jeder dieselbe Lernkurve haben wie die alten Hasen? :)

      kottan schrieb:

      Man wird aber deswegen wohl nicht diese veraltete Technologie noch Aufführen wenn man diesen Faden schon unbedingt updaten will, oder doch?


      Wenn die Aussage korrekt sein soll, doch. Um mehr ging es ja nicht.

      Das liest sich hier bei einer 6 Jahre alten Leinwand aber anders.


      Das ist sicherlich stark vom Tuch abhängig und nicht der Regelfall. Praktisch immer, wenn ich vom Neubau einer Leinwand lese geht es um folgendes:

      - größer
      - anderes Seitenverhältnis
      - akustisch Transparent
      - gekrümmt

      Alterung spielt doch kaum eine Rolle.
    • FoLLgoTT schrieb:

      Darum geht es mir ja. Wenn man es schaffen würde, diese Erfahrungen in einen sinnvollen Leitfaden zu pressen, würde das doch sicher mehr helfen als eine lose Sammlung von Informationen, die der Neuling nicht einschätzen und priorisieren kann. Mir geht es einfach darum, unnötige Fehler zu verhindern. Oder soll am Ende doch jeder dieselbe Lernkurve haben wie die alten Hasen?
      Auf der einen Seite natürlich völlig richtig, auf der anderen Seite, je mehr ich über das Thema nach denke, desto schwieriger wird das...
      Es wird immer davon ausgegangen, das falsch geplant wurde, aber ist das wirklich so?

      Mein erstes Kino (und ich kenne noch ein Paar wo es auch so war) sollte für Kino und Musik genutzt werden. Da war eine AT-Leinwand für mich ausgeschlossen. Mittlerweile hat sich durch die Kinder das Nutzenverhalten verändert und ich nutze das Kino wirklich nur für Film... Deshalb der Umbau...

      Jemand anderen baut sich einen Raum den er nicht nur fürs Kino nutzen will usw.

      Sprich am Anfang des Leitfadens müsste erstmal geschaut werden, was der derjenige überhaupt will. Nicht jeder will ein 100% Kino ohne Kompromisse... Schwere Sache...
      Geld spielt da sicher auch eine große Rolle... Gerade wurde z.B. ein Kino mit soviel Liebe gebaut aber auf eine AT-Leinwand verzichtet da der LCD Beamer Moire produzierte. Der Umbau ist vorprogrammiert...

      Das Thema ist wirklich nicht einfach.
    • Nilsens schrieb:



      "Ähdit":

      Ähm...
      Schwierig, wenn man eine Antwort auf etwas schreibt, bei dem das Zitat dann rauseditiert wird, BEVOR man die Antwort reinstellt.
      Es ging irgendwie darum, dass der Thread für alle gelten sollte und jedem verständlich sein muss.
      Oder so.
      Meine Antwort lasse ich jetzt trotzdem drin.
      Weil sie dadurch ja nicht falscher wird.

      "/Ähdit"

      Das ist aber gerade ALLEM Schreiben immanent.
      Man kann nicht alles immer jedem verständlich machen und man kann nicht immer alles überall berücksichtigen und man kann nicht auf jede Frage und individuelle Disposition die richtige Antwort geben.
      Oder eben nur 42.
      So wie ich das verstanden habe, soll dieser Thread als Einstiegsdroge für diejenigen fungieren, die gedenken, ein eigenes HK in einem eigens dafür zur Verfügung stehenden Raum zu bauen.
      Und er soll die Standardantwort auf die leider allzuhäufig auftauchende, verkappte Aufforderung von derlei Kandidaten, die an die werte Forenwelt gerichtet wird: "Denkt, plant und am besten baut für mich uns sagt mir, wenn es fertig ist".
      Diesen Freunden vom Stamme Nimm soll man sagen können: "RTF - und wenn dann noch konkrete Fragen sind, frag ebendiese".
      Mehr ist m. E. nicht zu leisten.
      Vielleicht erbarmt sich irgendjemand, auch noch ein Grundlagenseminar HK im WZ mit WAF zu erstellen. Aber das ist eben eine ganz andere und vor allem kompromissextreme Baustelle.
    • Nilsens schrieb:

      Auf der einen Seite natürlich völlig richtig, auf der anderen Seite, je mehr ich über das Thema nach denke, desto schwieriger wird das...


      Ich gebe dir völlig Recht, das Thema ist sauschwer und sehr individuell. :)
      Aber gerade deshalb würde ich mich entweder auf eine Zielgruppe beschränken (z.B. "Heimkino ohne Kompromisse") oder ein paar Weggabelungen und Kompromisse aufzeigen, so dass jeder selbst entscheiden kann, in welche Richtung er dann geht.

      Es wird immer davon ausgegangen, das falsch geplant wurde, aber ist das wirklich so?


      Nach meiner Erfahrung in vielen Fällen, ja. Das liegt aber einfach auch daran, dass man nicht genau weiß, was möglich ist und was man will. Und es kommt natürlich ganz klar der Kostenfaktor hinzu. Wobei der aus Unwissenheit oft überschätzt wird und ich der Meinung bin, dass man mit sehr wenig Geld sehr viel erreichen kann, wenn man es schlau anstellt.

      Ich setze mal voraus, dass ein dediziertes Heimkino gewünscht ist. Dabei beobachte ich immer wieder das typische (unvollständige) Szenario:

      1. Der Anfang
      Leinwand, Projektor, Lautsprecher, AV-Receiver, Subwoofer usw. werden gekauft und einfach hingestellt. Am besten ins Wohnzimmer.

      2. Allgemeine Verbesserungen
      Raum wird dunkel gemacht, möglicherweise bekommt das Heimkino sogar einen eigenen Raum.

      3. Maskierung

      4. Upgrades
      Alle möglichen Geräte werden mehr oder weniger wahllos zyklisch getauscht.

      5. Raumakustik
      Nach dem vielen Aufrüsten wird irgendwann festgestellt, dass es irgendwie immer Sch... klingt und raumakustische Maßnahmen fehlen. Die werden dann irgendwie so reingezwengt, wo gerade Platz ist.

      6. Neue Front
      Akustische Transparenz ist plötzlich interessant geworden. Die komplette Front wird abgerissen und neu gebaut.

      7. ...


      Mit einer anderen Reihenfolge kann man da von vornerein ein paar Schritte überspringen und einfach Geld sparen. Dann fällt natürlich auch die Lernkurve weg, das ist klar. :)

      Mein erstes Kino (und ich kenne noch ein Paar wo es auch so war) sollte für Kino und Musik genutzt werden. Da war eine AT-Leinwand für mich ausgeschlossen. Mittlerweile hat sich durch die Kinder das Nutzenverhalten verändert und ich nutze das Kino wirklich nur für Film... Deshalb der Umbau...


      Klar, eine Änderung im Nutzungsverhalten kann es immer geben. Vor allem, wenn irgendwann eine Zweitanlage nur für Musik angeschafft wird. Oder sich die Sehgewohnheiten ändern. Ich hatte z.B. früher mehr Filme in 16:9 als in Cinemascope. Heute ist das anders.

      Aber das würde ich in so einem Guide nicht berücksichtigen und stattdessen eine klare Zielgruppe definieren. Man kann dagegen z.B. eingangs beschreiben, welches individuelle Seh- und Hörverhalten Auswirkungen auf das Gesamtkonzept hat. Oder typische "Heimkinoprofile" aufzeigen.
      Zielgruppe von suke ist ja anscheinend der Hausbauer. Wenn das so sein soll, ist das natürlich völlig in Ordnung. Die Zielgruppe ist aber sehr klein.

      Sprich am Anfang des Leitfadens müsste erstmal geschaut werden, was der derjenige überhaupt will. Nicht jeder will ein 100% Kino ohne Kompromisse... Schwere Sache...


      Ja, das ist genau das, was ich meine. Das Guide soll ja Entscheidungshilfen geben. Also wäre es gut, wenn man dem Leser vermitteln könnte, welche Maßnahme welche Auswirkungen hat und welche Kompromisse sie mit sich bringt.

      Mir fehlt dabei immer der Blick für das große Ganze. Es ist ja gut, wenn auf einzelne Komponenten eingegangen wird, aber irgendwie spielen die alle zusammen. Es bringt nichts, die Leinwand 4 m breit zu machen, wenn ich 2 m weit entfernt sitze. Es bringt auch nichts, eine Baffle Wall zu bauen, wenn ich die Leinwand erst später akustisch transparent baue usw. Es ist eben alles ein einziger große Kompromiss. Dieses Gesamtgefüge sollte so ein Guide, meiner Ansicht nach im Auge behalten und vermitteln können. Das macht für mich ein gut durchdachtes Heimkino aus und nicht einfach teure Einzelkomponenten irgendwo im Raum, mal überspitzt formuliert. :)

      Wahrscheinlich könnte man ein ganzes Buch mit dem Thema füllen. Nicht umsonst gibt es Leute, die professionell Heimkinos planen und bauen...
    • Suke hat sein Eingangsposting vor 6 (!) Jahren verfasst, um Newbies mit verständlichen Worten Anregungen zu geben. Das ist ihm meiner Meinung nach gelungen. Sicherlich ist dort nicht alles inhaltlich und fachlich korrekt beschrieben. Aber mit seinem Wissenstands von damals hat er das so verfasst. "Heute" wird das kritisiert! Warum nicht schon damals, vor 6 Jahren? Wussten es die Kritiker hier damals nicht besser? War es ihnen egal? - In der aktuellen Diskussion fällt mir auf, dass selbst die "Experten" (welche eine Korrektur wünschen) unterschiedliche Ansichten haben und Sachverhalte teilweise konträr beurteilen.


      Begrifflichkeiten - beispiel Leinwand und Zelluloid:
      Eigentlich dürfte die "Leinwand" gar nicht "Leinwand" heißen, sondern "Bildwand". Denn aus Leinen sind die Aufprojektionstücher schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Aber der Begriff "Leinwand" hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch ebenso etabliert wie beispielsweise die Begriffe "Cinemascope" für das 2,39:1-Bildformat und "Zelluloid" für Film. Zelluloid (Nitrofilm!) ist seit den 1950er-Jahren in Deutschland "verboten" und fällt bereits seit Jahrzehnten unter das (Bundes)-Sprengstoffgesetz! Zelluloidfilm (Nitrozellulose) wird mit Schwefel- und Salpetersäure aus Baumwollresten hergestellt. Der Zelluloidfilm verfügt daher über eine höhere Sprengkraft als Schwarzpulver.
      Ersetzt wurde der "Nitrofilm" offiziell 1951 durch "Sicherheitsfilm". Bis heute wird 35mm-Filmmaterial (das üblicherweise aus Polyester oder Acetat besteht) als "Sicherheitsfilm" gekennzeichnet, um ihn vom Nitrofilm (Zelluloid) unterscheiden zu können.
      Darüber hinaus sind "Leinwände" Verbrauchsartikel mit Alterungs- und Verschleißerscheinungen, auch wenn das einige Hersteller/Vertriebler/Händler von teuren Bildwänden gerne verneinen.
      Ich selbst habe dokumentiert, dass ein Projektionstuch mit der Zeit "vergilbt", weil Weißmacher und Weichmacher allmählich "rausgehen" - und das in einem optimiertem Heimkinoraum, in das praktisch keinerlei direktes Sonnenlicht einfällt und die Bildwand bei Nichtgebrauch von einem Vorhang verdeckt ist. In einem Wohnzimmer mit Sonnenlichteinstrahlung dürfte dieser Alterungsprozess deutlich schneller ausfallen bei einer Rahmenleinwand.


      Vergleich mit alten Techniken
      Wenn wir ehrlich sind, haben CRT-Projektoren im Heimkinobereich ihre "besten Zeiten" hinter sich. Sie spielen allenfalls bei einer vergleichweise kleinen Gruppe noch eine Rolle - ebenso wie 16mm, Super8 und 35mm. Neues wird in diese Richtung nicht mehr produziert.
      Von daher finde ich, kann auf diese Techniken aus historischen Gründen verwiesen werden. Liebhaber dieser Techniken stehen ohnehin in Kontakt miteinander und tauschen sich regelmäßig untereinander aus. In sofern wird es wahrscheinlich immer eine kleine Gruppe von Zeitzeugen und Liebhabern geben, welche berechtigerweise Freude an diesen antiquerten Techniken haben werden. Aber für Anregungen und eine Einführung zum Heimkinobau heute sind diese Techniken nicht (mehr) relevant.
      Um aufzuzeigen, was die heutige Audio/Video-Technik kann, ist der Vergleich mit veralteten Geräten sicherlich ganz spannend - vor allem für engagierte Laien und "Experten" - aber doch nicht für Leute, die sich heute ein Heim/Wohnkino einrichten wollen. Bezüglich Vergleiche stellt sich mir dann auch die Frage, wo soll die zeitliche Grenze gezogen werden, wenn es um technische Vergleiche zwischen Projektoren und Tonsystemen geht. Immerhin gab es schon lange vor CRT Projektoren, die im Heimbereich genutzt wurden.
      Vergleiche mit jahrzehnte alten Geräten, die allenfalls noch als Gebrauchtgeräte erhältlich sind, bringt einem Newbie heute nicht weiter, wenn er ein Heimkino bauen will.


      Stand des Wissens
      Suke hat seinen Beitrag über Heimkinobau aus der Sichtweise und mit der Kenntnis eines "Nicht-Profis" (Laien) verfasst. Ich finde das gut. Vor 6 Jahren hat mir das sehr geholfen. Heute ist der Wissenstand (sicherlich auch von suke) ein anderer als damals. Mir gefällt sein erfrischender Schreibstil immer noch sehr gut, weil suke keine allgemeingültigen Empfehlungen verfasst (wer kann das schon?), sondern seine Meinung zu bestimmten Themen von vor 6 Jahren. Er ist der Autor dieser Zeilen. Er bestimmt, was wie formuliert wird. So wie er das macht, ist das für Laien offensichtlich gut zu verstehen.
      Ihn nun aufzufordern, seine alten Beiträge so abzuändern beziehungsweise zu modifizieren, dass sie nicht seine Meinung wiedergeben, sondern Allgemeingültig besitzen, halte ich für schwierig, weil es nicht seiner Schreibweise und schon gar nicht seiner Intension entspricht.

      Hilfreich sind natürlich "technische" Formulierungs-Tipps wie: "Begründe doch kurz, warum Du dieser Meinung bist und nenne ein paar Vor- und Nachteile."
      Das ließe sich wunderbar ergänzen, auch heute noch.
      Dafür muss das Thema aber nicht komplett umgeschrieben werden.
      Auch die Diskussion, ob nun die Leinwand oder der Projektor in einer Gliederung zu erst stehen sollte, hat suke zu entscheiden. Es ist seine Meinung! Das können andere User doch gerne anders sehen und auch konträr kommunizieren. Einigkeit wird darüber ohnehin nicht erzielt werden, weil die Herangehensweise der Menschen an den Heimkinobau zu verschieden ist.
      Wichtiger finde ich vielmehr, dass alle "relevanten" Punkte in einer Gliederung aufgeführt sind, ungeachtet der Reihenfolge. Die Relevanz der Punkte wird dann jeder Newbie für sich selbst entscheiden müssen.
      Eine von suke abweichende Meinung kann da durchaus hilfreich sein.


      Experten vs. Laien
      Hier im Forum hat jeder die Möglichkeiten, seine eigenen Erfahrungen/Meinungen zu verfassen, gleich so wie es ihm beliebt. Wenn sich Experten auf höchstem technischen Niveau miteinander austauschen wollen, dann bietet das Forum dafür die Möglichkeit. Ab einem gewissen Punkt geht es eben nur mit Fachbegriffen in die Tiefe. Da können Laien (vielfach) halt nicht mehr folgen. Ich finde derartige Diskussionen meist sehr lehrreich.


      Modifizierung von alten Threads
      Technische Entwicklungen gehen weiter. Was damals als "Speerspitze" der Technik galt, kann Jahre später längst überholt sein. Ebenso verändert sich der Kenntnisstand der meisten User hier, beispielsweise durch eigene Erfahrungen.
      Aus diesen Gründen frage ich mich, wie sinnvoll ist es überhaupt, alte Threads zu aktualisieren, weil es 6 Jahre später neue Erkenntnisse gibt - oder sich jemand an der Schreibweise stört?

      Ich finde es höchst lobenswert, dass suke sich bereit erklärt hat, ein paar Dinge in seinem Eingangsposting inhaltlich anzupassen. Dass er dafür seine gewohnte Schreibweise nicht ändern möchte, kann ich nachvollziehen und finde ich gut. Immerhin ist diese Art und Weise, etwas zu beschreiben, bei Newbies augenscheinlich gut angekommen - und genau diese Newbies sind doch die "Zielgruppe" seiner Anregungen im Heimkinobau.
      Gruß
      George Lucas

      Mein HEIMKINO
      Lumière, 12 Plätze, Projektor: JVC DLA-N7, Leinwand: Alphaluxx Barium Reflax 4K, Lautsprecher-: KCS S-1200 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,
    • George Lucas schrieb:

      Suke hat sein Eingangsposting vor 6 (!) Jahren verfasst, um Newbies mit verständlichen Worten Anregungen zu geben. Das ist ihm meiner Meinung nach gelungen. Sicherlich ist dort nicht alles inhaltlich und fachlich korrekt beschrieben. Aber mit seinem Wissenstands von damals hat er das so verfasst. "Heute" wird das kritisiert! Warum nicht schon damals, vor 6 Jahren?
      Wussten es die Kritiker hier damals nicht besser? War es ihnen egal?


      Ja, es war mir egal. Das habe ich doch im Sozialboard schon erklärt. Du kannst es dort nachlesen.

      Ich habe Kritik geübt, suke wollte Beispiele, ich habe geliefert. Ich hatte nie vor, diesen Thread hier im Detail durchzukauen, aber suke hatte eine Detailierung meiner Kritik erbeten.

      Begrifflichkeiten - beispiel Leinwand und Zelluloid:


      Das sind alles schöne und interessante Auszüge aus der Kinogeschichte. Aber was hat das mit diesem Thread zu tun?

      Wenn wir ehrlich sind, haben CRT-Projektoren im Heimkinobereich ihre "besten Zeiten" hinter sich.


      Das hat niemand bestritten. Und es hat auch niemand dafür plädiert, dass CRTs in dem Guide empfohlen werden sollen geschweige denn einen großen Platz einnehmen. Es ging nur um die Aussage mit dem besten Kontrast und das ist bei An/Aus nun mal nach wie vor der CRT. Um mehr ging es hier gar nicht.

      Wichtiger finde ich vielmehr, dass alle "relevanten" Punkte in einer Gliederung aufgeführt sind, ungeachtet der Reihenfolge. Die Relevanz der Punkte wird dann jeder Newbie für sich selbst entscheiden müssen.


      Was wieder auf Ausprobieren und Aufrüsten hinausläuft...

      Aus diesen Gründen frage ich mich, wie sinnvoll ist es überhaupt, alte Threads zu aktualisieren, weil es 6 Jahre später neue Erkenntnisse gibt - oder sich jemand an der Schreibweise stört?


      Dann sollte man sich aus denselben Gründen auch die Frage stellen, ob ein 6 Jahre alter Thread überhaupt noch gepinnt sein sollte... ;)

      Ich verstehe die Intention deines Beitrags nicht ganz. Du kritisierst die Kritiker und plädierst dafür, es einfach ruhen zu lassen. Das ist nicht wirklich hilfreich.
    • FoLLgoTT schrieb:

      Was wieder auf Ausprobieren und Aufrüsten hinausläuft...
      Wenn ich mir das Bauthreadforum so anschaue und auch mal etwas zurückblättere, dann muss ich sagen, dass diese von Dir angesprochenen Fälle die Ausnahme sind. Klar wird ein Kino "niemals fertig", aber die große Masse baut sich ein Kino und gut ist. Natürlich wird dann mal Equipment ausgetauscht, weil es defekt war, weil neue Normen oder Technologien erfunden wurden, weil mehr Geld zur Verfügung steht, weil die Ansprüche gestiegen sind oder man sich ganz einfach gegenseitig motiviert. Das hat aber alles nichts damit zu tun, dass man am Anfang alles ganz anders gemacht hätte, wenn man es nur gewusst hätte.

      Ich finde Sukes Thread nach wie vor für den unbedarften zukünftigen Heimkinobesitzer einen sehr guten Einstieg, mit dem er eigentlich nichts falsch machen kann. Daraus eine wissenschaftliche Abhandlung des Baus eines perfekten Kinos (was ohnehin eine subjektive Sache ist) machen zu wollen, finde ich, würde viele Einsteiger (und an die glaube ich ist der Thread gerichtet) verschrecken.

      Ich kenne niemanden, egal welches Hobby, der in der höchsten Ausbaustufe gestartet ist. (Selbst Schumacher hat seine ersten Runden noch im Kart bestritten ;) )
      HD RGB
      Homecinema Dreams Regensburg
    • Last Action Hero schrieb:

      Wenn ich mir das Bauthreadforum so anschaue und auch mal etwas zurückblättere, dann muss ich sagen, dass diese von Dir angesprochenen Fälle die Ausnahme sind.


      Ich habe das inzwischen über viele, viele Jahre (13 um genau zu sein) bobachtet und bleibe bei meiner Aussage. Fast alle, die länger bei dem Hobby bleiben, rüsten regelmäßig auf und um. Alle, die ich kenne (und kannte), haben es getan und sogar Alteingesessene haben bei der Planung extrem aufwändiger Heimkinos Fehler gemacht und es später korrigiert. Ich könnte diverse Beispiele nennen, bei mir selbst angefangen. Die letzten paar Seiten des Bauforums sind da nicht wirklich repräsentativ. Vor allem nicht, weil es sich bei vielen Heimkinovorstellungen nicht um das erste des Vorstellers handelt und die Neulinge erst nach einiger Zeit überhaupt aufrüsten.

      Ich habe eben länger überlegt. Ich glaube, ich kenne kaum jemanden persönlich, der noch seine erste Leinwand hat...

      Ich kenne niemanden, egal welches Hobby, der in der höchsten Ausbaustufe gestartet ist. (Selbst Schumacher hat seine ersten Runden noch im Kart bestritten ;) )


      Hier ist einer. :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FoLLgoTT ()

    • FoLLgoTT schrieb:

      Fast alle, die länger bei dem Hobby bleiben, rüsten regelmäßig auf und um.
      Das mag schon sein, aber weniger um Fehler zu korrigieren, sondern wohl eher aus den von mir genannten Gründen:

      Last Action Hero schrieb:

      Natürlich wird dann mal Equipment ausgetauscht, weil es defekt war, weil neue Normen oder Technologien erfunden wurden, weil mehr Geld zur Verfügung steht, weil die Ansprüche gestiegen sind oder man sich ganz einfach gegenseitig motiviert.


      FoLLgoTT schrieb:

      Hier ist einer
      Wer sagt, dass das die höchste Ausbaustufe ist :biggrin: ?
      HD RGB
      Homecinema Dreams Regensburg
    • Last Action Hero schrieb:

      Das mag schon sein, aber weniger um Fehler zu korrigieren, sondern wohl eher aus den von mir genannten Gründen:

      Ich bin ja nun auch schon viele viele Jahre dabei und bin mehr als einmal durch Deutschland gefahren... Meine Erfahrung deckt sich zu 100% mit der von FollGott.

      Ich kenne keinen, der es noch mal so machen würde wie beim ersten mal... und das hat ganz sicher nichts mit irgendwelchen monetären Gründen zu tun. Ganz im Gegenteil: Viele würde sogar bei 2. mal Geld sparen. Zeig mir doch mal ein Kino von den wirklich alten Kinos, die nicht aufgrund von Fehlern aufgerüstet / umgebaut haben... Die meisten haben sogar eine lange lange Liste...

      Auch bei Euch von HD RGB...

      Ich habe gerade einen großen Umbau hinter mir. Dort habe ich Zeit / Nutzen etc. abgewogen. Würde ich ganz neu Anfangen, würde ich das ein oder andere sicher anders machen.

      Gruß

      Nilsens
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