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Elmars LW Basteln mit 4-Weg-Maskierung: Über Rollladen, Gammalux, Schiebetüren und C-Control

    • Elmars LW Basteln mit 4-Weg-Maskierung: Über Rollladen, Gammalux, Schiebetüren und C-Control

      Hallo zusammen.

      Meine Rollo-Maskierung ist endlich fertig. Mit diesem Thread möchte ich das Wesentliche dazu zusammenfassen, schließlich haben auch viele mir guten Tipps mitgewirkt.


      TEIL 1: HORIZONTALE MASKIERUNG - ROLLLADEN-TECHNIK

      TEIL 2: LEINWAND - GAMMALUX AUF KEILRAHMEN

      TEIL 3: VERTIKALE MASKIERUNG - SCHIEBETÜR-BESCHLÄGE MIT MOLTONVORHANG

      TEIL 4: FORMATSTEUERUNG - C-CONTROL MIT INFRAROT-MAKROS

      TEIL 5: FORMATSTEUERUNG - C-CONTROL STEUERT RELAIS DIREKT



      TEIL 1: HORIZONTALE MASKIERUNG - ROLLLADEN-TECHNIK


      Das wird KEINE Schritt-für-Schritt Anleitung, dazu ist das Thema zu einfach: Motor in die Wellen schieben, montieren, anschließen, Behang drauf, unteren Teil mit Seilzug und Gegengewicht versehen, fertig. Das weiß jeder, der nicht gerade zwei linke Hände hat selber. Und die mit zwei linken Händen gehen sowas sowieso nicht an.

      Der Teufel steckt wie immer im Detail und lauert an Ecken, an denen man ihn nicht erwartet. Daher werde ich STATT der Schritt-für-Schritt Anleitung zu jedem Teil, das ich verbaut habe ein bissl was erzählen, zum Beispiel warum gerade dieses Teil, wo beschaffbar, Probleme bei der Bearbeitung und deren Lösungen etc. Auch die Fotos sind nicht immer in chronologischer Reihenfolge.



      WARUM AUSGERECHNET EINE ROLLO MASKIERUNG MIT ROLLLADENTECHNIK?

      Eine Reihe von Kriterien haben mich dazu gebracht, eine Rollo-Maskierung zu bauen. Die wichtigsten waren für mich die beiden ersten in der Liste:

      • Ich möchte mit der Maskierung VÖLLIG UNABHÄNGIG vom Format der LW sein, die dahinter hängt. Wenn ich eines Tages eine breitere oder höhere will, mache ich die Maskierung ganz auf, hänge die eine ab und die andere auf. Endschalter neu einstellen und gut
      • Digital-Fotos egal ob 4:3 oder 3:2 will ich relativ groß -also auch hoch- sehen. Wenn ich meine derzeitige 250x190 LW auf 2,4:1 maskiere, bräuchte ich oben/unten jeweils 43cm hohe Maskierungsblenden. Gibt eine Raumhöhe von 190+43+43=276 cm + Platz für die Lautsprecher drunter. Die Raumhöhe habe ich nicht, da war eine Aufroll-Lösung am sympathischten.
      • Ich wollte keine 3 Meter breiten "Bretter" verbauen
      • Sollte leicht auf eine 4-Weg Maskierung erweiterbar sein, ohne das Problem, dass ich horizontale und vertikale Maskierung irgendwie behindnern oder im Weg sind.
      • Rollladen-Komponenten gibts im Baumarkt und passen Baukasten-mäßig zusammen
      • Die Mechanik sollte absolut simpel werden. Meine Devise: Je weniger Komponenten etwas hat, umso zuverlässiger funktioniert es
      • Die Ansteuerung sollte einfach werden, keine extra Endschalter. Einfach an den freien AUF/ZU Kanal meines Busch-Jäger Ferncontrol Jalousie-Empfängers den ich für den Vorhang habe anhängen und fertig
      • NICHT WICHTIG war mir persönlich jede Art von Positionserkennung, -speicherung oder -steuerung. Bevor ich den Aufwand spendiere, drücke ich lieber immer von Hand auf "Stop" der FB, wenn das Format passt.


      Hier schon mal vorweggenommen eine Gesamtansicht des Endergebnisses für die Formate 21:9, 16:9 und 3:2.

      Falls jemand meint, da würde was durchhängen: Nein, tut es nicht. Das Weitwinkel meiner Kamera verzeichnet deutlich - für Tele ist der eingebaute Blitz zu schwachbrüstig. Und noch eines zu den folgenden Fotos: Auf machen sieht die schwarze Wand hinter der LW recht siffig aus. Das ist in natura nicht so, die Fotos sind teilweise absichlich deutlich überbelichtet, dass man die schwarz auf schwarz-Sachen einigermaßen erkennen kann.
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    • Teile, Bezugsquellen, Kosten, Zeitaufwand

      FOLGENDE TEILE HABE ICH VERBAUT:
      • 2 Rollladen-Wellen, 40mm Achtkant, 3.200 mm - Rollladenbauer - 75 Euro
      • 2 Rohrmotoren für 40er Welle - Ebay - 102 Euro
      • 2 Rollladen-Lager, Walzenkapseln, Montagebleche - Baumarkt - 15 Euro
      • 1 Trennrelais - ebay - 19 Euro
      • 1 Wohnungsverteilerkasten zum Einbau der Ansteuerung - Baumarkt - 15 Euro
      • 2 Alu-Profile 12x54x1mm, Länge 3.500 mm - Rollladenbauer - 90 Euro
      • 6m Nylonseil 3mm - Seilerei - 3 Euro
      • 2 Seilrollen - ebay - 17 Euro
      • 2 x 2kg Blei - ebay - 14 Euro (...später ersetzt durch 2 x Flachstahl 60x10x318mm - Schlosserin - 15 Euro)
      • 2 x 1m Molton, Breite 3m, 300g/m² - ebay - 22 Euro
      • Schwarzer Matter Sprühlack - Baumarkt - 5 Euro
      • Diverse Montagewinkel, Schrauben, Gewindestangen, Muttern, Scheiben, 10cm Plasikschlauch, Dübel, Kabelkanal - Baumarkt - 25 Euro

      Die Beträge von Versand-Einkäufen (ebay) beinhalten auch das Porto. Rechen, rechen, rechen - zusammen etwa ...

      Total Teil 1: 400 Euro.

      Sparpotential gibt es, wenn man nur einen Motor für beide Wellen benutzt und Wellen und Alu-Profile zum Freundschaftspreis kriegen kann.


      DARÜBER HINAUS
      • Busch-Jäger IR Jalousiecontrol Fernsteuerung - war bereits vorhanden - relativ teuer
      • Eine Packung Merci Schokolade um die Sekretärin des Rollladenbauers bei Laune zu halten - 1,60 Euro
      • Eine Nähmaschine, die bei Metro mal als Palettenware verramscht und bisher nie benutzt wurde - Metro - 50 Euro
      • 30 Minuten telefonischer Crash-Kurs in Maschinennähen - Mutti - unbezahlbar


      ZEITAUFWAND

      Insgesamt war ich an dem Thema etwa 3 Monate mit Unterbrechungen dran. Die Unterbrechungen waren meist durch Lieferzeiten bedingt. Manche Teile dauerten ewig, bis ich sie erhalten habe.

      Reine Netto-Arbeitszeit war schätzungsweise 4 Wochenenden = 60 Stunden (ohne die Zeit bei Beisammen und auch ohne Wartezeit bis Lackierungen trocknen)


      Auf dem Foto die ersten Teile, bei denen ich dachte, ich hätte schon das Wichtigste. Danach bin ich noch mindestens 5 mal in den Baumarkt gefahren...
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    • Rollladen-Wellen, Rohrmotoren, Trennrelais, Wohnungsverteiler, Nachlauf-Relais

      ROLLLADEN WELLEN, 40mm ACHTKANT, 3.200 mm

      Meine LW ist nur 2,5m breit. Ich wollte aber den 3m breiten Moton voll ausnutzen um für eine zukünftige, breitere LW gerüstet zu sein. Damit die Montagewinkel auch sicher hinter dem Vorhang verschwinden habe ich die Welle noch etwas breiter gewählt, 3.200mm, wie der Metallbauer sagt.

      Es gibt auch noch dickere Wellen, z.B. 60mm. Für die 40mm habe ich mich entschieden, weil ich erstens nicht zu viel Platz verbraten wollte und, noch wichtiger, zweitens wollte, dass sich die Maskierung möglichst langsam bewegt. Daher die dünnste Welle.

      Eines der Themen, bei denen ich anfangs die größten Bedenken hatte war, ob die Welle durchhängt.

      Wir haben das in diesem Thread besprochen: Rollladentechnik für LW-Maskierung: Jemand Erfahrung mit Achtkantwellen?

      Kurze Antwort: Wie Kreuzi (er hatte auch mal so eine ähnliche Lösung) vorhergesagt hat - das geht! Meine Bedenken waren unbegründet.

      Aus dem Diagramm im beiliegenden Datenblatt (PDF im ZIP) sieht man, dass eine 40er Welle bei 3m Breite mit 50 N -gleichmäßig über die gesamte Breite verteilt- belastet werden kann um sich maximal 1/500 der Breite, also bei mir 6,4mm durchzubiegen. Molton und Abschlussleiste haben etwa 2kg - also liege ich weit innerhalb der Grenzen. Eine Durchbiegung konnte ich weder sehen noch messen.


      ROHRMOTOREN FÜR 40er WELLE

      Da hatte ich erst welche aus dem Baumarkt mit 16 U/Min. Sofort daheim getestet, einer war kaputt, beide zurückgebracht. Die Umtausch-Tusse wollte mir partout einen Ersatzmotor anbieten, aber da wollte ich nicht mehr. Wenn einer von zwei schon am Anfang kaputt ist, dann traue ich der Qualität nicht. Sah sie irgendwann ein.

      Also hab ich die Motoren bei Ebay gekauft - und zwar die am langsam-drehendsten, die ich kriegen konnte, 12 U/Min., um die Maskierung möglichst genau einstellen zu können.


      Warum 2 Motoren?

      Klar, einer hätte gereicht. Ich hatte aber keine Lust die zweite Welle über einen Zahnriemen oder wie auch immer mitzuziehen. Die Lösung mit zwei Motoren schien mir zuverlässiger, einfacher und flexibler.

      Nur eines hatte ich befürchtet: Die Dinger könnten unterschiedlich schnell drehen - wodurch sich die Maskierung asymmetrisch schließt. Auch hier waren meine Bedenken unbegründet, das klappt gut, die sind soweit mit Stoppuhr und Meterstab beurteilbar genau gleich schnell.


      Endschalter...

      Tja, war auch so ein Thema. Irgendwo wurde behauptet, dass die Endschalter kaum genau einstellbar sind. Das ging aber sehr gut, auf den Zentimeter genau, vielleicht sogar auf einen halben Zentimeter


      TRENNRELAIS

      In meiner anfänglichen Naivität dachte ich, man kann zwei Motoren einfach elektrisch parallel schalten. Ausnahmsweise habe ich die Anleitung gelesen - und wurde stutzig. Ne, das geht nicht, man braucht ein Trennrelais, da der jeweils offene Eingang nicht potentialfrei ist. Sind die offenen Eingänge zweier Motoren verbunden, dann ist das nicht so gut...

      Hintergrundinformation dazu in diesem Thread: Zwei Rohrmotoren: Wie symmetrisch ansteuern?


      WOHNUNGSVERTEILER

      Bisher war mein Busch-Jäger-Empfänger nur für den Vorhang zuständig - und einfach hinter dem Vorhang an die Decke geschraubt. Kabel dran, feritg. Da nun doch einige Strippen mehr wurden, musste ein Gehäuse her. Ein kleiner Wohnungsverteiler aus dem Baumarkt war eine günstige Lösung - und hat praktische Leisten für N und PE.

      Ich hoffe nur, dass er nicht zu klein wird, wenn ich die vertikale Maskierung nachrüste: Da muss dann noch ein Netzgerät, eine Mini-Relaislogik und ein zweiter Busch-Jäger Empfänger rein.

      Anbei ein Foto der Steuerung. Wie an anderer Stelle schon gesagt: Kein Gesellenstück in Sachen Verkabelung, aber Deckel drauf, dann ist alles aufgeräumt und funktioniert.


      NACHTRAG: SPANNUNGSVERSORGUNG ÜBER HAUPTSCHALTER UND NACHLAUF-RELAIS

      Wir verbrauchen für unserem 2-Personenhaushalt überdurchschnittlich viel Strom. Wir hatten schon Spitzen-Jahre mit 6.600 kWh. So bin ich bestrebt unnötigen Standby-Verbrauch auf Null zu drücken. Nur Kühlgeräte, Wasserbett und Kommunikation (DSL, Router, Telefon, Fax) dürfen rund um die Uhr Strom verbrauchen.

      Der Busch-Jäger-Empfänger braucht 3 Watt. Dazu kommt für die veritkale Maskierung ein zweiter BJ Empfänger und ein Netzgerät für den DC-Getriebemotor. Wird in Summe bei 15 Watt liegen. Das ist mir zu viel für Technik, die man nicht rund um die Uhr braucht.

      Das Kino wird über eine Steckdosenleiste mit Hauptschalter versorgt. Diese Steckdosenleiste habe ich nun umgebaut: Über ein eingebautes Nachlaufrelais schalten sich zwei Steckdosen zeitverzögert um ca. 8 Minuten aus. An diesen Steckdosen hängt nun der Projektor (damit er abkühlen kann) und die Stromversorgung für Vorhang und Maskierung (falls ich vergesse vor Ausschalten des Hauptschalters den Vorhang zu schließen).
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    • Schwarzer SprÜhlack, Walzenkapseln, Kugellager

      SCHWARZER SPRÜHLACK

      Die Eingangstüre meines Kinos ist so angeordnet, das man beim Betreten des Raumes in flachem Winkel hinter den Vorhang sieht, wenn dieser GANZ auf ist. Das ist er momentan normalerweise nicht, weil für meine noch kleine LW nicht nötig. Aber wenn ich mal eine breitere LW habe möchte ich nicht, dass man beim Betreten des Raumes metallische Teile hinter dem Vorhang rausblitzen sieht.

      Daher habe ich alle etwas größeren Metallteile schwarz lackiert. Alles außer Kleinteile wie Schrauben oder Scheiben.

      De facto habe ich zwei verschiedene Lacke verwendet. Da ich aber jeweils nur einen Teil der Dose gebraucht habe, ist in der Kostenaufstellung nur einer aufgeführt.

      Ich bin nämlich ausgesprochen untalentiert bei allem was mit Farben und Lacken zu tun hat. Hitzefester Lack, so habe ich festgestellt, gibt selbst bei mir einwandreie gleichmäßige Ergebnisse. Aushärten in der Küche, Backofen auf 300 Grad - und das Ergebnis ist perfekt und kratzfest.

      Die Teile, die nicht im Backofen Platz haben (3.200 und 3.500mm) habe ich mit "normalem" Sprühlack lackiert.

      Damit man sich vorstellen kann, warum ich die Teile alle schwarz haben wollte: Auf dem ersten Foto sieht man den fast ganz geöffneten Vorhang - und die Eingangstüre (gelb...)


      WALZENKAPSELN, KUGELLAGER

      Am zweiten Foto sieht man die Walzenkapseln und die Kugellager. Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen.

      Walzenkapseln: Die Walzenkapseln haben eine etwas flachere Seite, die kommt an die Seite der Rollladen-Welle, an der die Schweißnaht ist - das selbe gilt übrigens auch für den Anschluss-Achtkant des Rohrmotors. Der hat auch eine Seite mit einer Ausnehmung, an der die Schweißnaht der Achtkantwelle hinkommt.

      Kugellager: Na ja, unter einem Kugellager verstehe ich etwas anderes. Die Teile sind ausgesprochen windig. Egal, es ist ja fast keine Last drauf. Die Bohrung war etwas zu groß für die Welle der Walzenkapsel - die ist immer durchgerutscht und das sogenannte Kugellager blieb stehen. Ein 3cm langer Streifen Tesa-Klebefilm um die Welle der Walzenkapsel gewickelt um diese etwas dicker zu machen - und das klappte prima.
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    • Alu-Profil 12x54mm 3,5 m lang

      ALU-PROFILE 12x54x1mm, LÄNGE 3.500 mm

      Das war das eines der spannendsten Teile der ganzen Maskierung:
      • Der Molton sollte umgenäht werden. In den so entstehenden Saum wird eine Abschlussleiste hineingeschoben.
      • Die Leiste darf sich nicht durchbiegen
      • Die Leiste sollte aber auch nicht zu schwer sein
      • Sie sollte so lange sein, dass der Seilzug weit außerhalb der Montagewinkel der Achtkantwelle und auf keinen Fall von der Türe aus sichtbar ist, 3.500mm lang.
      • Und wo kriegt man so lange Profile, leicht und nicht durchbiegend...
      • Und brauche ich an den Seiten unbedingt Führungsschienen? Deren Montagewinkel würde im Weg sein, wenn ich die vertikale Maskierung baue.


      Beschaffung:

      Ich bin nochmal zum Rollladenbauer gedackelt. Der hat mir dann ein Alu-Vierkant-Profil gezeigt, Muster mit 12x54mm, Materialstärke 1mm, 2.000mm Länge.

      Ja, da hatte ich sofort einen guten Eindruck von dem Teil. Sehr leicht und biegt sich nicht. Außerdem gibt es passend dazu Führungsschienen. Einzige unschöne Sache ist, dass das Ding auf einer der schmalen Seiten eine Art "Nase" hat, eine ca. 5mm vorstehende Kante über die gesamte Länge. Das haben die wohl alle, das Ding wird gebraucht, um die Absschlussleiste in den Rollladenpanzer einzuhängen.

      Nicht ganz billig, dafür aber vielversprechend. Ich habe keine Sekunde überlegt, ob ich noch weitersuche um das preiswerter zu kriegen, sondern war heilfroh etwas Passendes gefunden zu haben.

      Na gut, Führungsschienen gleich mitgenommen, Abschlussleiste bestellt. Die Führungsschienen habe ich dann doch nicht verwendet, wegen besagter Inkompatibilität zur vertikalen Maskierung. Statt den Führungsschienen habe ich mir etwas anderes einfallen lassen. Später mehr, wenn es um die Seilführung geht.

      Die Lieferzeit der Abschlussleisten kam mir ewig vor. Nächste Woche hat er versprochen - ich glaube es waren zwei einhalb Wochen.


      Bearbeitung:

      Durch diese Leisten musste ich für die Seildurchführung Löcher bohren. Das war nicht so einfach, die gerade und Mittig reinzubringen, wegen besagter "Nase". Die erste Bohrung war so schief, dass ich den ganzen Rotz gleich wieder hinwerfen wollte. Also erst mal am Balkon, Zigarette, mich gesammelt. Langsam, nochmal von vorne...

      Bei der verbohrten Leiste habe ich dann die 5cm mit der schiefen Bohrung abgesägt - und ganz neu angefangen. Wie wir es gelernt haben: Körner, vorgebohrt, nachgebohrt. Und zwar auf mehreren Schritten: 1mm, 3mm, 5mm, 7mm und zwischendrin immer mit der Schlüsselfeile die Bohrung etwas "verschoben", wenn die 1/2 mm daneben war.

      Noch schlimmer war die andere Schmalseite - die mit der "Nase": Vor der Bohrerei habe ich die Nase weggefeilt.

      Und so war ich mit einer Aktion, die ich auf eine Stunde beraumt habe einen ganzen Nachmittag beschäftigt. Wer sowas vor hat, dem kann ich nur mitgeben: Zeit nehmen, in der Ruhe liegt die Kraft. Dann ist man auch mit dem Ergebnis zufrieden.


      Durchbiegung / Zugstange:

      Und noch was Wichtiges: Wenn die Leiste sauber hochkant ist, dann biegt sie sich nicht durch. Weder vertikal, noch horizontal. Neigt man sie aber leicht oder legt sie gar quer - also mit der Breitseite nach oben - dann biegt sie sich deutlich durch. Das wurde mir erst bei der unteren Maskierung zum Verhängnis. Durch das Gegengewicht am Seilzug rechts und links wurden die äußeren Seiten nach oben gezogen - die Leiste kippte leicht zur LW. Das Kippen wäre egal gewesen - aber durch das Kippen hat sie sich zur LW gekrümmt. Sehr unschön.

      Die Lösung war, das Seil nicht direkt an der Leiste zu montieren. Die Leiste habe ich nach oben mit einer Stahlstange, die ich zufällig hatte (war Sonntag...) starr nach oben verlängert - und an dieser "Zugstange" habe ich dann erst das Seil montiert. Später habe ich die Konstruktion durch eine Gewindestange ersetzt. Durch die Hebelwirkung ist nun auch die untere Abschlussleiste perfekt senkrecht - und biegt sich auch horizontal nicht mehr durch. So war das Ding doch zu bändigen.


      Abstand zur Leinwand

      Der Anschlussleiste ist etwa 7cm vor der Leinwand und 5cm vor dem Leinwandrahmen. Dazu hatte ich in einem der zitierten Threads auch mal Bedenken geäußert - das könnte eine unsaubere Kante geben. Die Bedenken waren nicht begründet, das funktioniert trotzdem.

      Mein Projektor strahlt fast On-Axis direkt über meinen Kopf hinweg - aber ist doch etwas höher. D.h. er "sieht" weiter unter die untere Leiste als ich - als Zuseher sieht man also nur die Leiste, nicht die ein, zwei Zentimeter, die er wegen dem Abstand darunter noch reinstrahlt. Oben ist es umgekehrt: Der Zuseher sieht mehr von der Leinwand - also auch einen Teil, der aus Sicht des Projektor von der Leiste verdeckt ist.

      Oben sieht der Zuseher also - rein theoretisch - etwa 1 oder 2 Zentimeter LW ohne Bild. Aber: In der Praxis ist das nicht sichbar, weil der "Schatten" der Leiste so hart ist, dass dieser Bereich absolut schwarz aussieht. Es ist keine Abgrenzung zwischen der abgeschatteten LW und dem Molton erkennbar.

      Mal sehen, ob das morgen auch noch so aussieht - da kriege ich neue Spezial-Kontaktlinsen zum Nachtsehen.

      Auf jeden Fall hat dieser 5cm Abstand zwischen Leiste und Leinwandrahmen den Vorteil, dass ich dazwischen noch die Mechanik und das Tuch für die vertikale Maskierung unterbringen kann.


      Interessantes Detail noch: Gewicht

      Die Leiste wiegt bei 3.500mm Länge nur 1.050 Gramm. Dazu der Soff von 300 Gramm/m² x 3 m² = 900 Gramm. Gesamtgewicht des Behanges damit knapp 2kg.

      Auf dem Foto sieht man die Leiste, die Zugstange kann man einigermaßen erkennen und oben der "Flaschenzug". Die Wasserflasche habe ich benutzt, um das theoretisch errechnete Gegengewicht auch in der Praxis zu testen - und mit etwas mehr/weniger zu vergleichen.
      Bilder
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    • Nylonseil, Seilrollen, Seilführung

      NYLONSEIL

      Ich habe ein 3mm Nylonseil genommen. Es reicht sicher auch ein wesentlich dünneres Seil, aber da braucht man schon Teppichknüpferfinger um einen Knoten wieder aufzumachen.

      Apropos Knoten: Wer da keine Idee dazu hat, es lohnt sich nachzuschlagen, welcher Knoten, wie, wofür... Bei Wiki oder auch hier.. Kreuzknoten, vielleicht Achter und ein Sackstich (aua) zum Sichern ist nichts Kompliziertes und reicht hier allemal.

      Für die Münchner: Ich kaufe Seilereiwaren gerne beim Kienmoser, eine sympathische, kleine Seilerei in der Sendlinger Straße. Das Ladengeschäft gibt es seit einigen Jahren nicht mehr. Die sind nun im Innenhof Sendlinger Straße 36 Rgb. Eine unscheinbare Türe, die nur durch angeschlagene Öffnungszeiten als Laden erkennbar ist (samstags geschlossen). Dort verkaufen sie direkt aus dem Lager - mit großer Auswahl und so hilfsbereit wie eh und je. Für Meterware scheinen die einen Pauschalpreis zu haben, für 1m dünnes Seil (2-3mm) habe ich immer 50 ct. bezahlt - egal welches Seil. Wer immer wieder mal ein Seil braucht oder mehr vor hat ist mit einer 100m Spule besser bedient, kostet um die 10 Euro für 2-3mm Seile.


      SEILROLLE

      Ich habe mir einen Samstag Vormittag in der Stadt erfolglos die Hacken nach einer schönen Seilrolle abgelaufen. Also bei Ebay was bestellt. Die Artikelbescheibung was etwas knapp - und als die Rollen dann da waren, waren sie viel zu klein. Also dem Verkäufer erklärt worum es geht - und der hat mir doch tatsächlich genau die Rollen gebastelt, die ich brauche. Perfekt die Teile, total nett der Verkäufer, ich bin begeistert.


      SEILFÜHRUNG - DIE SCHLAUE IDEE

      Zur Seilführung hatte ich eine schlaue Idee. Sie sollte folgende Bedingungen erfüllen:
      • Das Gewicht der oberen Leiste (inklusive dem abgerollten Stoff) sollte sich genau mit dem Gewicht der unteren Leiste (inklusive abgerolltem Stoff) aufheben
      • Die Seile sollten gleichzeitig als Führung dienen, dass ich keine Führungleisten brauche
      • Die Seilrolle sollte so montiert sein, dass die einer vertikalen Maskierung nicht im Weg ist
      • Auf der oberen und unteren Leiste sollte jeweils genau der selbe Zug sein, unabhängig davon wieviel Stoff abgerollt ist

      Nun kam der zündende Funke - der sicher nicht neu ist, ich war trotzdem stolz, dass ich alleine drauf gekommen bin:

      Das Seil von der UNTEREN Leiste DRUCH die OBERE Leiste führen, über die Umlenkrolle an der Decke wieder nach unten und dann fest mit der OBEREN Leiste verbinden. So heben sich die Gewichte auf - auch mit Molton Behang. Siehe die ersten beiden Fotos.

      An der oberen Leiste sollten dann die Zuggewichte dran. Dadurch, dass beide Leisten verbunden sind, entsteht der selbe Zug für oben und unten. Die Gewichte der Leisten+Molton dagegen sind nicht mehr relevant.

      Damit die Seildurchführung durch die obere Leiste glatt läuft, habe ich ein Gewinderöhrchen gesucht, wie am dritten Bild skizziert.

      Siehe Beitrag Suche Gewinderohr M8, möglichst aus Kunststoff - wo kriegt man sowas?

      Nachdem so ein Teil nicht zu kriegen war, habe ich mir anders beholfen. Aus meiner Elektronikbastelzeit habe ich noch Distanzrollen für die Montage von Printplatten. Innen 3,5mm - Außen 7,0mm - Länge 35mm. Zu kurz, aber sonst ideal. Also habe ich jeweils zwei von den Dingern mit Zweikomponentenkleber stirnseitig zusammengeklebt. Den Ein- und Ausgang mit einem Senker und Schleifpapier bearbeitet, dass er konisch und ohne Kanten ist. Dann ein kurzes Stück Kunststoffschlauch über das Röhrchen - und es ist in der Abschlussleiste fixiert. Ging super.

      Aber zurück zur Seilführung: Die schlaue Idee funktionierte gut. Nur die Leisten (ohne Molton) ließen sich fast ohne Kraft in jede Position schieben und blieben dort. Ich war begeistert. Also Molton drauf, Gegengewichte drangehängt - ja, so habe ich mir das vorgestellt. Immer der gleiche Zug oben und unten.

      Brauchbar war die Lösung trotzdem nicht: Die Endschalter mussten sehr exakt eingestellt werden. Ansonsten hat ein Motor einen minimal längeren Fahrweg - und der Molton hängt an der Stelle leicht durch, wenn man an den Endanschlag fährt. Am anderen Endanschlag ist es dann der andere Maskierungsteil, der durchhängt. Alle fünf Parameter (Länge des Seiles bestimmend für die Lage der Höhe des Maskierungsfensters, oberer Motor Endschalter oben + unten, unterern Motor Endschalter oben + unten) mussten genau passen, dass immer auf beiden Tüchern Zug drauf ist. Das war zwar hinzubringen, aber eine ziemlich nervige Sache.

      Mit der Aussicht, bei jeder kleinen Maskierungbastlerei oder Verstellung diese nervige Feinabstimmung neu machen zu müssen - habe ich die Idee nach einer Nacht drüber schlafen in hohem Bogen über Board geworfen.


      SEILFÜHRUNG - DIE FUNKTIONIERENDE IDEE

      Am nächsten Morgen habe ich umgebaut: Das von der Rolle nach unten zur oberen Leiste führende Seil wird nun nicht mehr fest AN der oberen Leiste montiert, sondern ein zweites Mal DURCH diese Leiste durchgeführt - und da kommt nun das Gewicht dran.

      Nachteil ist, dass der Zug sich ändert, je nachdem wieviel Molton abgerollt ist. In der Praxis konnte ich aber nicht feststellen, dass das irgendeine Auswirkung hat. Dafür sind sämtliche Einstellmöglichkeiten nun völlig voneinander entkoppelt - und beide Molton-Tücher sind immer sauber gespannt. Dieser halbstündige Umbau hat mir den ganzen Tag allerbeste Laune beschert - ich konnte erstmals die Maskierung perfekt in Aktion sehen.

      Auf den letzten beiden Bildern sieht man, dass nun das Seil nicht mehr an der oberen Leiste befestigt ist, sondern zweimal durch diese durch läuft. Gut erkennen kann man auch, dass die Seilrolle an der Decke ist, die mit Schlauch fixierten Druchführungsröhrchen - und schwarz lackiert ist die Leiste nun auch.
      Bilder
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    • Blei und Flachstahl

      BLEI

      Ich war ja total happy, dass die Auswahl an Blei bei Ebay so riesig ist. Ich wusste, dass ich 2 x 1,5 kg brauche. Da es keine 1,5 kg Blöcke gab, habe ich an einem Montag 2 kg Blöcke bestellt - und wollte die Gewichte an einem der nächten Abende fertig machen: Absägen, bohren...

      Nun kamen und kamen die nicht - erst am Samstag habe ich sie erhalten. Egal, trotzdem happy.

      Blei ist weich, das hast du gleich... Denkste, wieder mal lauerte der Teufel in einer Ecke, wo ich ihn nicht vermutet habe. Blei ist zu weich, vergiss es gleich!

      Das Zeug kann man nicht so ohne Weiteres sägen oder bohren. Aus den Spänen bilden sich winzige weiche Kügelchen zwischen Sägeblatt und Werkstück, die dort Munter hin- und herrollen. Die Säge gleitet wie auf einem Kugellager - aber sägt nicht.

      Nicht zuletzt dank diesem Beitrag habe ich es doch irgendwie geschafft:

      Blei sägen und bohren: Gibt's da Tricks - ich kriege noch einen Vogel hier...

      Sägen: Geht mit einer eher grobzahnigen Hand-Metallsäge, viel Geduld und dem alten Ausbildungsspruch "Säge, Feile, Schwanz - die benutzt man ganz". Jeden Vorwärtshub mit leichtem Druck voll durchziehen, im letzten Viertel des Hubes weniger Druck, dass die Späne gut rausbefördert werden. Beim Rückwärtshub dann den Durck ganz wegnehmen (noch mehr als bei Eisen oder Alu) um unnötige Erwärmung zu vermeiden.

      Bohren: Die ersten 40mm der Längsbohrung für das Seil gingen gut, schöner Fließspan. Danach fing es an zu schmieren. Hier half langsame Schnittgeschwindigkeit, und nach jeden 2mm Vorschub den Bohrer wieder ganz raus um die Späne aus dem Sackloch zu bekommen. Durch einen Tropen Öl sind die weichen Späne auch nicht mehr mit der Bohrerspitze verbacken.

      So konnte ich endlich meinen provisorischen "Flaschenzug" oder "Getränkeaufzug" mit den Wasserflaschen durch ein richtiges Gewicht ersetzen.

      Nie wieder Blei, wenn es eine Alternative gibt!

      Eisen hat soviel weniger Dichte auch nicht, also habe ich bei meiner Lieblings-Schlosserin Flachstahl bestellt.


      NACHTRAG: FLACHSTAHL STATT BLEIBLOCK

      Wieder mal ein kleiner Nachtrag: Ich habe jetzt das Gegengewicht aus Blei gegen eines aus Flachstahl ersetzt. Folgende Gründe:

      • Durch die Seil-Führung DURCH die Bohrung im Blei muss ich zum Aushängen des Gegengewichtes das gesamte Seil ausfädeln.
      • Der Bleiblock war mir mit 22mm zu dick, ich wollte etwas Schlankeres um eine Kollision mit der vertikalen Maskierung (die eines Tages dahinter vorbeilaufen soll) zu vermeiden.
      • Ich war skeptisch, ob sich Blei ordentlich lackieren lässt.
      • Das Blei hat mich bei der Bearbeitung so genervt, dass ich es einfach los werden wollte.

      Also habe ich ein einfaches Flacheisen (Baustahl, St 37 oder sowas) besorgt. Mit 60x10x318 mm ist es nicht mehr dem Seil und der späteren vertikalen Maskierung im Weg - und wiegt 1.5 kg.

      Gebohrt, angefast, lackiert.

      Damit sich das Gewicht nicht verdreht, habe ich aus Polystyrol-Glas Laufflächen gebastelt und mit Zweikomponentenkleber seitlich an das Gewicht geklebt. Zwischen diesen Flächen im Abstand von 4mm soll das 3mm Seil durchlaufen. Siehe Fotos. Vorteil gegenüber der Bohrung durch das Blei: Das Gegengewicht kann man nun aushängen ohne das Seil ausfädeln zu müssen.

      Alternativ hätte ich seitlich auch Gewinde reinschneiden können und dort einfach einen oder zwei (offene) Schraubhaken reinschrauben können. Doch es war Wochenende, kleine Schraubhaken hatte ich nicht - und Gewindebohrer auch nicht. Die Variante mit den PS-Laufflächen schien mir auch eleganter.
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    • MOLTON

      Der Stoff war das Thema, vor dem ich am meisten Respekt hatte - und das sich als ausgesprochen harmlos erwies. Wie gesagt - die Probleme waren immer an anderen Ecken als vermutet - daher auch dieser Bericht, damit jemand, der das eine oder andere Detail nachbaut es leichter hat.


      Beschaffung

      Ich habe überlegt, ob 150g/m² oder 300g/m² - und wollte mir im Einzelhandel beide Qualitäten ansehen. "Filze und Molton" stand im Branchenbuch. Also dort hin - Nööö Molton haben wir nicht, oder einen ganzen Ballen, 60 Meter. Andere Lösung? Nööö. Wer könnte kleinere Mengen verkaufen? Öhm, keine Ahnung.

      Gewisse Sachen kaufe ich lieber, wenn ich sie vorher gesehen habe - aber gut, wenn die Einzelhändler das nicht raffen, dann eben nicht. Also den Einzelhandel Einzelhandel sein lassen - und wieder mal bei Ebay gekauft.

      Ich habe den schwereren Stoff genommen. Bezüglich Lichtdurchlässigkeit nehme ich an würde auch der dünne reichen, nur beim schwereren habe ich erwartet, dass er sich besser verarbeiten lässt und sauberer hängt. Wie das mit dem leichten Stoff geworden wäre weiß ich nicht, mit dem schweren ist es auf jeden Fall gut geworden.


      Nähen

      Nun wollte ich an dem langen Wochenende mit dem 03. Oktober meine Mammi besuchen, dass sie mir das näht. Die 2 x 350km wäre ich gefahren - hätte ich zu dem Zeitpunkt die Alu-Leiste als Muster schon gehabt.

      Nun, die Leiste kam und kam nicht - und ich wollte an dem Wochenende trotzdem einen guten Schritt weiterkommen. Also Mammi angerufen - und mir einen telefonischen Crash-Kurs im Maschinen-Nähen sowie sonstige Tipps geben lassen.

      Manno, hatte ich einen Respekt vor der Nähmaschine. Das ist ein total windiges Teil. Meine Mutter ist Schneidermeisterin - von daher weiß ich schon seit frühester Kindheit, wie eine solide Nähmaschine aussieht. Na ja, und davon habe ich hier auch ein bissl profitiert. Für den Umgang mit Textilien habe ich mich direkt nie interessiert, nur hat meine Mutter zuhause gearbeitet - und da schaut man als Kind natürlich zu.

      Wie auch immer - als ich mit einem Test-Stück mal die Nähmaschine richtig eingestellt habe (vor allem Fadenspannung oben/unten) und die Stiche ausprobiert habe, ging es los: Mit einem Zick-Zack-Stich die Ränder ge-endelt - und dann einfach mit einem (geraden) Stepp-Stich den unteren Bereich umgenäht. Ich war selbst perplex, wie gut das klappte.


      Nicht Bügeln!

      Wer eine saubere Kante will, der bügelt normalerweise. Ich habe überlegt, vor dem Nähen die Kante des umgeschlagenen Teiles zu Bügeln. Meine Mutter hat mir davon abgeraten - Gott-Sei-Dank, ich hasse bügeln. Grund: Der Molton könnte "platt" werden, also die aufgerauhte Oberfläche an den gebügelten Stellen etwas glatter, was man bei Streiflicht sehen könnte.

      Nachtrag 2009-01-04: Bin gerade dabei, den Stoffbehang für die vertikale Maskierung zu nähen. Um die senkrechte Kante (die, die die Abgrenzung zur LW darstellt) sauber und gerade hinzubekommen habe ich doch versucht zu Bügeln. Das geht - mit leichten Abstrichen: Links, nicht zu heiß (Seide bis Wolle) und mit wenig Druck bügeln. Die aufgerauhte Oberfläche wird zwar etwas platter (eigentlich schöner), fängt aber nicht an zu spiegeln.

      Mein Stoff hat nun noch eine leichte Kante in der Mitte durch die doppelt-breite Bahn am Ballen. Nicht schlimm und nur bei Tageslicht oder Streiflicht sichtbar. Was ich da eventuell noch mache sobald er sich ausgehängt hat, ist den Stoff im hängenden Zustand (!) entweder mit der Blumenssprühflasche und Aqua dest. einzusprühen oder ohne Druck (!) mit dem Polti-Vaporella-Dampfbügler zu dämpfen - dessen Bügeleisen dampft nämlich auch in vertikaler Lage. Mal sehen.




      Die einzige Schwierigkeit dabei: Stoff zum Abstecken gerade auslegen

      Wie gesagt, das Nähen vor dem ich am meisten Respekt hatte war kein Problem. Die Schwierigkeit war, den Stoff gerade auszubreiten um abzustecken, wo der Molton umgeschlagen werden musste.

      Die gelieferten Stücke waren nämlich ziemlich krumm geschnitten, also nicht parallel zum sogenannten Schussfaden (das ist die Webrichtung die quer zum Webstuhl verläuft). Das waren richtig schöne Wellenlinien. Nun kann man bei dem filzigen Molton schlecht erkennen, wann er wirklich gerade und parallel zur Leiste liegt. Zieht man ihn ein bissl, dehnt er sich so, dass er gerade aussieht - aber in Wirklichkeit krumm liegt - was wiederum zu einer krummen Naht führt.

      Also habe ich ihn mehrmals in die quer und längs versucht glattzustreichen, bis ich den Eindruck hatte, es passt. Dann mit Stecknadeln abgesteckt (meine Mutter hat empfohlen mit einem Faden zu heften, aber das war mir echt zu langwierig) und ab zur Nähmaschine.


      Was ich das nächste mal probieren werde: Reißen

      Viele gewebte Stoffe muss man nicht unbedingt mit der Schere schneiden. Man kann sie ein kleines Stück einschneiden - und dann mit der Hand reißen. Hier konnte ich das nicht, weil meine Teile schon fast auf Maß waren. Aber beim nächsten Mal versuche ich das mit dem Reißen - der große Vorteil dabei ist, dass der Riss IMMER GENAU PARALLEL zum Schuss ist. Ich weiß zwar nicht, ob sich der filzige Molton wirklich gut reißen lässt - aber wenn, dann nimmt einem das schon die Sorge, der Stoff würde schief liegen. Einen Versuch ist das wert.

      Nachtrag 2009-01-04: Ich habe es probiert - es geht, sowohl parallel zum Faden als auch parallel zum Schuss. Wer sich Zirkus mit krummen oder nicht parallelen Kanten sparen will, sollte den Stoff gut 20 cm größer bestellen und dann reißen. Meiner war auf 3m Breite um gut 10cm schief zugeschnitten geliefert.


      Montage des Molton an der Welle: Krepp-Klebeband

      Auch so ein Punkt, über den ich mir mehr Gedanken gemacht habe als nötig. Es war ausgesprochen leicht, den Stoff gerade und faltenfrei zu montieren.

      Zunächst muss man den Stoff entlasten. Entweder zu zweit (einer hält) oder mit einem Trick. Ich war alleine und brauchte einen Trick. Dazu habe ich eine Paketschnur an die oberen Montagewinkel geknotet (ist auf irgendeinem der oben geposteten Bildern noch sichtbar) - und daran die Abschlussleiste auf der richtigen Höhe angehängt.

      Dann mit Krepp-Klebeband an der Achtkantwelle festgeklebt. Erster Streifen genau in der Mitte, dann einer mit etwas Spannung am Stoff links, einer rechts. Dann von der Mitte ausgehend immer Stück für Stück angeklebt, dabei den Stoff so hingezogen, dass er keine Falten wirft. Das geht einfacher, als man meint. Wenn gewünscht noch etwas Finetuning: Am Ende nochmal von der Mitte ausgehend einen Streifen nach dem anderen leicht gelöst und wieder angeklebt.

      Für die provisorischen Tests habe ich nur 5 Krepp-Klebebandstreifen benutzt, bei der Endmontage dann etwa 12.

      Das Tuch ist so bemessen, dass es bei maximaler Schließung der Maskierung (Scope) NICHT ganz abgerollt ist. Es bleiben immer etwa zwei Lagen aufgewickelt.

      Auf dem Foto sieht man noch Wellen, das war vor der finalen Montage mal schlampig hingepappt.


      NACHTRAG: "MANTEL-VELOURS" ALS ALTERNATIVE ZU MOLTON?

      Molton hatt zwei kleine Nachteile: Er lässt sich in alle Richtungen und Formen ziehen - und ist sehr stark aufgerauht. Man muss aufpassen, dass man an keiner Stelle irgendwie reibt - da gehen sofort Fasern ab, die Stelle sieht dann unschön aus.

      Nun war ich gerade beim Shoppen. Nähgarn, Schneiderkreide, Klettverschluss für die veritkale Maskierung. Da bin ich auf einen Stoffballen gestoßen, nannte sich "Mantel-Velours". Satt schwarz, leicht aufgerauhte, filzig-samtige Oberfläche. Der Stoff machte mir den Eindruck, als lasse er sich noch besser verabreiten: Er war in sich stabiler - ließ sich also nicht so in alle Richtungen ziehen wie Molton und war etwas weniger aufgerauht als Molton. Mir kam vor, als würde er sich noch unproblematischer verarbeiten lassen und noch glatter hängen und aufrollen.

      Die einzie offene Frage dazu: Wie sieht es mit den Reflexionseigenschaften aus? Da LW Rahmen auch oft mit Velours bezogen sind, habe ich wenig Bedenken. Wer vor hat sowas zu machen, sollte sich auf jeden Fall neben Molton auch Mantel-Velours ansehen - und mit einem kleinen Stück mal vergleichen. Denn die Feuerschutzklasse von Molton - die braucht man nur bei Bühne, Events und Gastro.
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    • FAZIT

      Zu meinen "CRT-Zeiten" war der Leidensdruck eine Maskierung zu haben noch nicht ganz so groß, es gab auch immer wieder mal 4:3 Material - und bei 16:9 waren die schwarzen Balken doch schwärzer als beim LCD Projektor.

      Ich wusste zwar schon beim CRT, dass das Bild ungemein gewinnt - aber erst der LCD war dann schuld, dass ich es endlich in Angriff genommen habe. Digitalprojektoren lassen einem auch mehr Zeit für andere Themen ;)

      Auf jeden Fall bin ich begeistert, dass ich es endlich geschafft habe.

      Was bei der ganzen Aktion seltsam war ist, dass die Probleme dort auftauchten, wo ich nicht damit gerechnet habe - und umgekehrt - was ich als kritisch angesehen habe, das flutschte.

      Nervig und teilweise aufwändig war die Beschaffung einzelner Teile. Die anfängliche Idee "Rollladentechnik = Baukausten; nur Rollladenpanzer durch Molton ersetzen und fertig" hat sich nur teilweise bewahrheitet. Lieferzeiten erschienen mir wie Ewigkeiten.

      Doch alles in allem kann ich sagen, dass das ganze Projekt einfach war. Die Herausforderungen konnten alle mit Hilfe des Forums und etwas Grips gelöst werden.

      Klar, auch die Lösung die ich gewählt habe ist nun nicht die Luxus-Variante. Vor allem kann ich keine Formate automatisch anfahren. Vielleicht mal mit einer lernfähigen FB, die das über Fahrzeiten macht, mal sehen.

      Diese derzeitige Lösung reicht mir völlig, ich wollte das auch so. Denn jedes Stück Elektronik oder Automatik beschäftigt einen (nicht nur während dem Bau - auch später), kann ausfallen usw. Das Ding läuft mechanisch, elektrisch und vor allem vom optischen Ergebnis sauber - mehr braucht es nicht.

      Vor allem gefällt mir aber, dass das Ding völlig unabhängig von einer Leinwand oder einem Leinwandformat ist - und so spiele ich mit dem Gedanken mal 300x170cm zu bestellen.

      Nachtrag 2009-01-07: Umstieg auf Leinwandformat 300x170cm in Kürze. Keilrahmen und Folie sind bestellt, die vertikale Maskierung ist auch schon im Entstehen. Beschreibung der vertikalen Maskierung folgt, sobald das Teil fertig ist.

      Was für ein Glück, dass ich die letzten 6 Wochen Strohwitwer war, sonst wäre ich zu Weihnachten noch nicht fertig.

      Herzlichen Dank an alle, die mit Ideen und Tipps unterstützt haben.

      :bier:

      Und nun göne ich mir erst mal ein lecker Mineralwasser.

      :bier:

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    • Super Bericht!

      Freut mich immer wieder, wenn jemand seine Maskierungslösung so detailliert beschreibt. Ich habe in meinem Wohnzi.-Kino leider keine Maskierung.
      Hatte mir aber auch schon mal so eine Art Rollomaskierung überlegt... weil wenig Platzbedarf.
      Allerdings finde ich die Cinemascope-Balken beim HD1 auch nicht so schlimm... trotzdem...irgendwann nehme ich das auch mal in Angriff.

      Mit der Rolladentechnik finde ich das ganz geschickt....

      Gruß,
      Tom
    • Danke :bigsmile:

      Ich habe überlegt, ob ich mir das mit dem Bericht überhaupt antun soll - schließlich gibt's schon eine Reihe sehr guter Maskierungbastel-Threads mit ausgefeilteren Lösungen. Und das Rollo-Grundprinzip ist auch keines, zu dem es vieler Erklärungen bedarf.

      Doch gerade gerade die Einfachheit der Lösung, die Unabhängigkeit von der LW und deren Format und der geringe Bedarf an Raumhöhe (vor allem wenn jemand z.B. für Fotos auch für 4:3 oder 3:2 viel Bildhöhe will) im Vergleich zur momentan gängigen, linear angetriebene Mainstream Brettermaskierung haben mich dazu bewegt, doch die Tücken und deren Lösung zu beschreiben.


      Allerdings finde ich die Cinemascope-Balken beim HD1 auch nicht so schlimm... trotzdem...irgendwann nehme ich das auch mal in Angriff.


      Selbst wenn in diesen Balken vom Projektor gar kein Licht kommt - etwas Reflexion aus dem Raum kommt da immer hin. Beim WZ Kino etwas mehr, beim völlig schwarzen Loch sehr wenig. Doch selbst die LC CRT Betreiber in ihren schwarzen Höhlen beschäftigen sich mit einer Maskierung.

      Du wirst begeistert sein, wenn du es eines Tages machst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Elmar ()

    • Hallo Elmar,

      ja, das befürchte ich auch... :bigsmile: Deshalb lässt mir das auch keine Ruhe.

      Naja, da die Wand eh schon mit schwarzem Teppich bezogen ist und das dann eigentlich das i-Tüpfelchen wäre... wenn ich mal Zeit habe, nehme ich es bestimmt mal in Angriff, denn deine Lösung empfinde ich als wirklich einfach, praktisch und vor allem ist es mit fertig zu kaufenden Teilen relativ professionell machbar und ausbaubar.

      Gruß,
      Tom
    • Toll gemacht und toll beschrieben!

      Ich baue das grade ähnlich. Allerdings kommt bei meinem Wohnzimmerkino leider keine Rahmenleinwand in Frage. Da meine manuelle Rolloleinwand prinzipiell ein gutes und stabiles Tuch hat, habe ich sie auf Welle gezogen und mittels Rohrmotor angetrieben (und siehe da, ich bin überrascht, sie liegt seitdem superplan, keine Wellen mehr juhuu :jump:) - direkt davor sitzt dann noch eine Welle mit schwarzem Rollo und Rolladenmotor für die Maskierung von oben herab und no a bissle Rigips als Blende davor. Ich habe vor, das CS-Bild auf dem Panel nach unten zu schieben, so dass der Leinwandendpunkt immer gleich bleibt und nur die Maskierung von oben kommt. So muss ich halt damit leben, dass CS kleiner ist als 16:9, aber dafür ist der Bildeindruck viel besser. Beide Motoren werden über Funk angesteuert und mittels Harmony bedient.

      Ich bin von den Motoren auch begeistert, sind Schellenberg Motoren, laufen schön langsam mit 12U/min und sind sehr leise. Und die Endpunkte sind sehr genau einstellbar, echt eine unkomplizierte und feine Lösung.

      Werde, wenn ich soweit fertig bin auch ein paar Details dazu schreiben.

      Gruß Mathias
      ______________________________________

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    • Yepp, das ich bei Rollo-Leinwänden echt ein Vorteil: Man braucht sich keine Gedanken für die untere Maskierung zu machen.

      Es gibt auch noch Rundwellen statt Achtkantwellen.

      Für eine LW wäre das auch eine Überlegung wert. Als ich angefangen habe, konnte ich nur keine Adapter von den Rohrmotoren zur Rundwelle finden (mittlerweile kriegt man die leicht). Daher ist es bei mir eine Achtkantwelle geworden. Für die Maskierung passt das - nur wie gesagt, bei der LW finde ich eine Rundewelle sehr geschickt.

      Sehr leise? Hm, kann ich von meinen Billig-Motoren nicht behaupten. Finde ich nun aber nicht so schlimm, die Dinger bedient man ja nicht ständig.
    • Ups, sorry vergessen: Die LW ist auf einer 40er Rundwelle, die ich von einem Bekannten bekommen habe, der einen "Tuchtotalschaden" hatte. Und meine ursprüngliche Rundwelle konnte ich nicht benutzen, da sie mir erstens zu schwer war und zweitens einen Durchmesser hatte, dass es mit den Verbindern schwierig geworden wäre, sowas zu finden geschweige denn selbst zu machen. Die Adapter für 40er Rundwelle gabs sogar bei uns im Baumarkt, Rundwellen selbst keine. Für das Maskierungsrollo habe ich deshalb 8kant benutzt.

      Apropos Billigmotor: habe je Motor 15 Euro mehr bezahlt, also von "highend" kann da auch keine Rede sein. :biggrin: Ich habe mir aber noch die "Luxus" Motor- und Wellenadapteraufhängung dazu besorgt, da diese stark vibrationsdämpfend sein soll - und ihr Versprechen auch gut erfüllt.
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    • Original von Kunobert
      vibrationsdämpfend...


      Das ist wohl auch der Grund, warum die Dinger bei mir eher laut sind. Die sind über Winkel direkt an eine Rigips-Doppelwand geschraubt. Wunderbar um Körperschall zu übertragen und einen Resonanzraum zu bilden. So laut wie sich es nun vielleicht anhört ist es nicht. Es ist OK wie es ist.
    • Original von Kunobert
      Ich habe mir aber noch die "Luxus" Motor- und Wellenadapteraufhängung dazu besorgt, da diese stark vibrationsdämpfend sein soll - und ihr Versprechen auch gut erfüllt.


      Wie sehen die Teile aus? Vielleicht ist es ja für eine einfache Nachrüstung bei mir geeignet. Hast du mal einen Link?
    • Na ja, in der Regel bin ich da auch zu faul. Nur dachte ich mir

      1) ...ich profitiere ja vom Forum. Da kann ich auch mal was Konstruktiveres beitragen als 3-Zeilen-Postings mit ketzerischem Inhalt.
      2) ...weil ich da schon jahrelang drauf rumdiskutiere entsteht der Eindruck, das wird nie was. Damit musste ich aufräumen.

      Endschalter:

      Ganz einfach - die Rohrmotoren haben Endschalter jeweils für oben und unten eingebaut. Das ausgesprochen Positive daran ist, dass diese auch für meine Maskierungs-Zwecke benutzbar sind. Sie sind gut einstellbar auf <1cm genau. Die KissenVerzeichnung meiner Projektorlinse liegt auch bei ca. 1cm auf 140cm Bildhöhe - also wäre sinnlos das noch genauer einstellen zu können.

      Schwieriger könnte die Endschalter-Einstellung werden, wenn jemand schneller drehende Motoren und/oder eine 60er Welle hat. Drum habe ich mich auch für die langsamen und die 40er Welle entschieden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elmar ()

    • Ich habe in meine Beiträge zwei Nachträge eingebaut:

      • SPANNUNGSVERSORGUNG ÜBER HAUPTSCHALTER UND NACHLAUF-RELAIS (WG. STANDBY STROMVERBRAUCH)
      • FLACHSTAHL STATT BLEIBLOCK (WEIL SCHLANKER)

      Siehe oben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elmar ()

    • Danke dir. Wenn ich das auf dem Bild richtig sehe, gibt es zwei Varianten - eine mit quatratischer Aufnehmung für den Motor - und eine mit runder Aufnehmung für die Walzenhülse. Sieht gut aus.

      Hm, zu spät, das könnte ich zwar noch umbauen - will ich aber nicht. So laut ist es dann auch nicht, dass ich dafür nochmal alles demontieren würde. Wichtiger ist mir momentan ist die Erweiterung auf 4-Weg-Maskierung.
    • Ja, es sind beide Aufnehmer im Päckchen drin, der quadratische und der runde, das ganze mit dickem Gummi außenrum. Das ist schon schön laufruhig. Ich kann dir aber leider auch nicht sagen, inwiefern mehr das resonanzmindernd ist, als nur Winkel zu benutzen, da ich das gleich von vornherein verwendet habe.
      ______________________________________

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    • Ansich ist das für CRT´s auch interessant, aber es gibt einfach Dinge, da ist der Aufwand anscheinend einfach zu groß, wie dass es umgesetzt wird...
      Wenn ich ehrlich bin, vergewaltige ich den Film eher dahingehend, und "stretche" ihn dahin, quasi mal Eierkopf hoch und mal quer ;) Jetzt mit der Gebogenen LW wird es sowas auch noch etwas schwieriger.

      ;)
    • Original von fft
      Wenn ich ehrlich bin, vergewaltige ich den Film eher dahingehend, und "stretche" ihn dahin, quasi mal Eierkopf hoch und mal quer ;)


      Na, du machst ja Sachen.

      Der Aufwand ist eigentlich nicht so groß. Auch nicht größer, als für eine Maskierung mit "Brettern".

      Interessant wird die Rollo-Geschichte dann, wenn Bauhöhe ein Thema ist, z.B. weil man Fotos in 4:3 oder 3:2 auch möglichst groß zeigen will - oder wenn man einen CRT hat und für 4:3 die gesamte Röhrenfläche nutzen will. Extrembeispiel: 4:3 mit 3m Constant Width auf CS zu maskieren, da bräuchte man ganz ordentliche Maskierungsbretter - und eine Raumhöhe um die 3,3 m. Mit einem Rollo geht das.
    • Ja, so bin ich eben ;)
      Jeder hat eben so seine Prios! MIch stört das nicht so sehr, wenn das Bild etwas vorverzerrt wieder gegeben wird, jedoch stört mich zB extrem das MPEG Rauschen in den unteren IRE Bereichen..
      Ne, ich meinte das so, ich hätte absolut kein Platz mehr für so eine Maskierung, da müsste ich schon das Dach erweitern, ich habe Dachschräge...
      Und die LW steht quasi oben an!

      Gruß Georg

      Original von Elmar
      Original von fft
      Wenn ich ehrlich bin, vergewaltige ich den Film eher dahingehend, und "stretche" ihn dahin, quasi mal Eierkopf hoch und mal quer ;)


      Na, du machst ja Sachen.

    • Teil 2: Leinwand

      Ein Update zu meiner Leinwand-mit-4-Weg-Maskierung-Bastlerei...

      Die vertikale Maskierung ist fast fertig, Bericht folgt demnächst. Da ich bisher eine 4:3 LW mit nur 250cm Breite hatte, habe ich zwischendrin noch schnell eine breitere 16:9 Leinwand gemacht. Kurz die wesentlichen Infos dazu.



      TEIL 2: LEINWAND - GAMMALUX AUF KEILRAHMEN



      KOSTEN

      • Leinwand-Tuch 320x190cm - Gerriets - Tuch 157 Euro, Versand gerollt 35 Euro
      • Keilrahmen - boesner - Rahmen 74 Euro, Versand 9 Euro
      Total Teil 2: 275 Euro (inkl. MwSt und ink. Versand)


      ZEITAUFWAND

      Der Leinwandbau ging erstaunlich fix. In zwei Stunden war alles passiert. Dazu noch mal etwa zwei Stunden für den Bau und das Anbringen der Montageleiste.

      Total: Ein Nachmittag.


      FORMAT: 300x170cm

      Ich habe mich für 16:9, 300x170cm entschieden. Diese Entscheidung hat einen ganz einfachen Grund: Der Raum hat 410cm Breite. Seitlich brauche ich links 60cm und rechts 50cm für Vorhang, vertikale Maskierung und Antrieb. Die maximale Breite, die ich in meinem Raum unterbringe ist daher 300cm.

      Mit dem aktuellen Projektor habe ich zwar nicht vor die gesamte Breite zu nutzen - andererseits habe ich auch keine Lust, in 2 Jahren wieder eine LW zu bauen um z.B. von 280cm auf 300cm zu verbreitern.

      Dank der 4-Weg-Maskierung kann ich innerhalb der Grenzen der Leinwand jedes beliebige Format einstellen - also bestand keine Veranlassung mich auf irgendein Format festzulegen.

      Momentan habe ich vor folgende Formate zu verwenden:

      • 2,35:1 = 285 : 121 cm
      • 1,78:1 = 250 : 141 cm
      • 1,50:1 = 230 : 153 cm
      • 1,33:1 = 216 : 163 cm
      • 1,00:1 = 170 : 170 cm (für konventionelle Dias)
      Das entspricht (bis auf den letzten Wert) etwa Constant Area. Gefällt mir das nicht, bin ich ja nun flexibel :biggrin:


      TUCH: GERRITES GAMMALUX

      Hier die Diskussion zum Tuch: Gerriets Gammalux welche von dr' Alb 'ra gestartet hat.

      Verglichen habe ich meine Deluxx mit Gerriets Gammalux, Gerriets Opera, Rabenring Aufprojektionsfolie weiß, Rabenring Aufprojektionsfolie Blackout und die Cinetec 1.3.

      • Das Cinetec 1.3 ist das stabilste Material, es hat ein eingebettetes Gewebe und ist nicht bis kaum dehnbar und auch sonst sehr robust. Vermutlich ist es für ein Rollo oder andere Einsätze, wo es auf mechanische Stabilität ankommt (Outdoor, Vereinsheim, Kindergarten) oder wenn man Ösen einstanzen will eine interessante Option. Für mich ist es wegen der schweren Spannbarkeit auf jeden Fall sofort ausgeschieden. Wer dieses Ding ernsthaft einsetzen möchte, sollte sich auch ansehen, ob es bei seinem Projektor zu einer Moiree Bidldung kommt - es hat vom Gewebe eine deutlich sichtbare Struktur.

      • Die Gerriets Opera ist ebenfalls ausgeschieden: Sie hat einen sehr hohen Blau-Anteil, wirkt dadurch unkalibriert am hellsten. Da mein Projektor mit Blau sehr großzügig ist, wäre dieses Tuch genau das falsche gewesen (für einen CRT aber aus dem selben Grund sicher sehr interessant).

      • Die Rabenring Aufprojektionsfolie Blackout hat ähnlich die die Opera viel Blau und wirkt dadurch unkalibriert ebenfalls recht hell. Die Oberfläche hätte mir sehr gut gefallen, die schwarze Rückseite auch. Wegen der Blau-Lastigkeit habe ich auch diese Folie nicht genommen.

      • Die Rabenring Aufprojektionsfolie Weiß ist von Farbe und Struktur (feine Rasterprägung) sehr ähnlich meiner bisherigen Deluxx. Von der Blau-Wiedergabe liegt sie zwischen der bläulichen Opera und der gelblichen Gammalux - also recht neutral. Die Folie wäre interessant gewesen, hätte es nicht eine noch interessantere gegeben.

      • Die Gerriets Gammalux schien mir am besten geeignet. Das leichte Blau-Defizit passt gut zu meinem Projektor, die lichtundurchlässige Rückseite vereinfacht die Verarbeitung.

      Das Material der Gammalux ist ausgesprochen gutmütig. Es lässt sich gut elastisch dehnen und reagiert auf Falten und Knicke nicht sofort beleidigt. Ich habe Reststücke mal ordentlich malträtiert (geknickt, gedehnt, über Ecken gespannt), in kurzer Zeit war die Folie wie vorher, man sah das nicht mehr.


      KEILRAHMEN: BOESNER CLASSIC 65

      Hier habe ich mich bei Keilrahmen.de, Gerstaecker.de und Boesner.de umgesehen. Da Boesner Forstinning nur 15 Autominuten von mir weg ist, wurde das mein Favorit. Ich wollte hinfahren, mich beraten lassen, gleich kaufen und mitnehmen.

      Also vorher angerufen und gefragt. Nein, in 300cm Länge gäbe es den Rahmen nicht, hat man mir gesagt. Ich soll einen anderen nehmen oder zwei schmallere zusammenschrauben. Die Ideen gefielen mir nicht, also habe ich beim Boesner Versand angerufen. Ja, die haben so lange Leisten. Versand um die 9 Euro. Passt, bestellt.

      Der Rahmen hat 1 waagrechte und 2 senkrechte Zwischenstücke. Ich war skeptisch, ob der 65 Rahmen mit den beiden Streben für dieses Format ausreicht. Mein Gedanke war: Wenn das keinen Sinn macht, würde Bösner das so nicht verkaufen.

      Bei der Verarbeitung und Montage gab es keinerlei Probleme, der Rahmen passt und hängt nicht durch. Gut, Gewalt und großen Kräften sollte man das Ding nicht aussetzen, aber wenn man ihn zu zweit (!) ganz normal an die Wand hängt, dann geht das.

      Auf das Verspannen der Diagonalen habe ich verzichtet. Das schien mir etwas zu umständlich und ich hatte die Befürchtung, dass sich Seil/Schnur im Promille-Bereich dehen könnten, was zu einem Fehler im Bereich mehrerer Millimeter führt. Ich habe den Rahmen genau ausgerichtet (Diagonalen gleich lang) und dann gleich losgetackert. Am Anfang habe ich die Diagonalen immer wieder kontrolliert. Der "Diagonalfehler" war stets etwa 2-3mm, wesentlich genauer hätte das mit einer Diagonalverspannung vermutlich auch nicht geklappt.


      MONTAGESCHIENE

      Ich habe einige Zeit überlegt, wie ich das Ding an die Wand hängen soll. Am Rahmen wollte ich nicht rumschrauben oder bohren, also habe ich eine Idee aus dem Netz aufgegriffen: Zwei kleine Holzleisten, oben eine Alu-Schiene drauf - und in diese Schiene den Rahmen einhängen.

      Die Alu-Schienen habe ich etwas rund gefeilt, damit man beim Aufhängen kein Triangel in das Tuch reißt (zwischen der Alu-Schiene und dem Tuch sind zwar 2mm Luft - aber man weiß ja nie...)

      Vorteil ist, dass ich die LW horiontal noch verschieben kann um sie genau auszurichten.

      Auch eine geringe vertikale Justierung ist möglich, um das Ding in die Waage zu bringen, falls man ungenau gebohrt hat. In eine der Alu-Schienen eine flache Leiste reinlegen und schon hängt die LW auf dieser Seite etwas höher.

      Zur besseren Vorstellung: Siehe Fotos.
      Bilder
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      Dieser Beitrag wurde bereits 15 mal editiert, zuletzt von Elmar ()

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