[Baubericht] Das erste eigene Heimkino oder wie alles begann…

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    • [Baubericht] Das erste eigene Heimkino oder wie alles begann…

      Hallo zusammen,


      nach jahrelanger Abwesenheit bedingt durch die vielen Veränderungen in meinem Leben (neue Frau, nächstes Kind, neues Haus :zwinkern: ) bin ich wieder zu meiner damals noch in 2007 geborenen Idee über das eigene Heimkino zurückgekehrt.


      Nachdem wir uns gerade mal nach einer recht komplizierten und nervenreibenden Bauphase erholt haben, machte sich der Gedanke immer häufiger bemerkbar, den für das Heimkino reservierten Raum im Keller endlich mal in Angriff zu nehmen. Nach einer (zugegeben relativ problemlosen) Verhandlung mit der Regierung zum Thema „Der Raum wäre aber auch gut als Gästezimmer“ ist die Entscheidung gefallen: ich darf anfangen! :jump:


      Trotz der Tatsache, dass der Raum schon während der Hausbauplanung als Heimkino geplant war, habe ich damals nicht aufgepasst: der Raum ist leider nicht sehr groß geworden. Mit 473x295x233 ist er relativ klein. Zudem ist die Eingangstür sehr nah an der hinteren Wand und wird meine Möglichkeiten in dieser Ecke sicher einschränken.




      Ansonsten handelt es sich um einen Vollbetonkeller mit Außenisolierung und einer „schwarzen Wanne“. Außenwände sind die mit dem Fenster und die gegenüber der Tür.


      Das zur Verfügung stehende Budget ist sehr knapp. Daher werde ich viel selbst bauen müssen. Erschwerend kommt die Tatsache hinzu, dass meine jetzige Audio-Anlage (AVR X4000, 2xPlatinum M4, 2xPlatinum M2, Platinum M10 Base und Cube 12) nach Meinung meiner Frau „schön im Wohnzimmer bleibt“. Einzig der DBT-3313UD und der Kleinkram (Xbox 360, FireTV) dürfen ihren Platz verlassen. D.h. das Thema „Lautsprecherbau“ wird auch angegangen.


      Nach einer Woche schlafloser Nächte und Lesen hier im Forum habe ich für mich folgende Liste zusammengestellt. Diese enthält die Punkte, über die ich mir zunächst Gedanken machen muss, bevor ich zu der eigentlichen Planung übergehen kann.

      • Akustikmessung. Der UMIK-1 und SL-100 liegen vor mir auf dem Tisch und warten darauf, mein Wohnzimmer zu vermessen. Ziel ist es, sich in die Materie einzuarbeiten und gleichzeitig als „Abfallprodukt“ die akustische Situation in meinem Wohnzimmer zu verstehen. Vielleich kann ich es irgendwann später optimieren :yes: . Gebrauchen kann ich dieses Wissen dann später bei der akustischen Optimierung des Kinos.
      • Belüftung und Entfeuchtung. Der Raum hat eine Fußbodenheizung. Zum Glück nichts weiter zu tun hier. Die Entfeuchtung würde ich über einen Stand-Alone Gerät realisieren. Über die Be- und Entlüftung muss ich mir mehr Gedanken machen. Denn ich glaube ich muss eine (zwei? :plaerr: ) Kernbohrungen in den Flur machen, um die Luft auszutauschen.
      • Strom. Daran habe ich schon beim Bau gedacht und den Elektriker angewiesen eine (!) :thumbsup: Steckdose im Raum zu verbauen und einen SAT und einen CAT Anschluss zu legen. Dass die Steckdose an demselben Stromkreis wie der Rest des Kellers (mit Ausnahme meines Serverschranks) hängt, muss ich wohl nicht erwähnen :rofl: . Daher wäre die oben erwähnte Kernbohrung gut, um eine separate Leitung in den Raum zu führen. Aber irgendwie will ich keine Löcher in so einem teuren Haus machen :plaerr: .
      • Fenster und Tür. Das Fenster gehört natürlich luftdicht geschlossen. Bei der Tür überlege ich diese gegen eine Schiebetür (von außen) auszutauschen. Zufällig hierrüber gestoßen geht mir sowas nicht aus dem Kopf: neuform-tuer.com/produkte/neuf…or-venti/funktionsprinzip. Damit könnte ich mir die Belüftungsbohrung sparen.
      • Wandverkleidung (Akustikstoff oder Farbe). Reine Kostenfrage. Muss ich kalkulieren. Des Weiteren natürlich irgendwie hübsch machen (Design).
      • Bodenbelag. Ich wollte eigentlich Laminat legen aber einige Diskussionen hier über Vinyl haben mich verunsichert.
      • Subwoofer. Mehrere Einzelteile oder SDA oder DBA? Muss mich in die Thematik einarbeiten und abhängig vom vorhandenen Platz (vor allem hinten) entscheiden. Danach steht die Auswahl der Treiber und der Endstufe an (tendiere zu P7000S).
      • Lautsprecher. Auch hier muss ich entscheiden, welche Lautsprecher ich bauen sollte und mich in die Thematik einarbeiten. Fest steht, es soll ein 7.X.4 werden, wobei die Deckenlautsprecher im ersten Schritt nur vorbereitet werden sollen.
      • Leinwand. Es wird eine 16:9 Leinwand mit einer Maskierung auf 21:9 und einem akustisch transparentem Tuch werden. Ich muss mich mit der motorisierten Maskierung beschäftigen. Verstehe momentan nicht, wie sowas funktionieren kann.
      • Beamer. Eigentlich würde ich mich während der Bauphase nach einem gebrauchten JVC DLA-X35 umgucken. Das ist ein relativ einfacher Punkt.
      • Eckabsorber. Wie man in der Skizze sieht, würden bei mir nur 3 Eckabsorber reinpassen. Zudem es hinten eigentlich wegen der Tür nicht wirklich Platz dafür gibt. Des Weiteren muss ich mich mit dem Bau der Teile noch ein wenig beschäftigen.
      • Absorber & Diffusor. Ich werde beides einsetzen. Beides wird selbst gebaut. Bei Diffusoren muss ich noch entscheiden, ob 1D oder 2D, versuchen den Bedarf zu berechnen, etc. Viel zu tun.
      • Deckensegel. Bevorzuge momentan einen Absorber vorne und 2D-Diffusor über den Sitzen. Aber auch hier muss ich mich noch tiefer in die Materie einarbeiten.
      • Technik. Wenn schon, denn schon, dachte ich mir. Wenn der X4000 oben bleiben muss, dann gehe ich gleich auf eine Vor-/Endstufen Kombi. Bei Endstufen favorisiere ich gerade die Rotel RB-1080 und RMB-1075. Aber das alles werde ich mir gar nicht leisten können ;( . Hier brauche ich primär einen Plan, wie ich ans Geld komme :neu_boese: .
      • Kino-Name. Last but not least. Auch den brauche ich.


      Ihr seht es ist einiges zu tun. Mein Job beschäftigt mich 10-12 Stunden am Tag. Des Weiteren braucht mich meine 5 Monate alte Prinzessin auch täglich. Ich fürchte es wird eine Riesenbaustelle werden. Deswegen kann ich einen baldigen Abschluss nicht versprechen. Das wird sicher zu dem „langsamsten“ Baubericht in diesem Forum. :yes:


      In diesem Sinne. Bis zum nächsten Mal (wann auch immer die Fortsetzung folgt)…


      Gruß

      antland
    • Hallo zusammen,

      ich habe heute kurz mal mein Wohnzimmer vermessen. Das Ergebnis war leider bei diesem offenen Raum mit viel Glas- und Fliesenflächen zu erwarten :plaerr:


      Die Messung wurde mit zugeschaltetem Audyssey meines X4000 gemacht, nur um den Ist-Zustand zu bewerten. Da wir aus optischen Gründen auch zukünftig nicht viel optimieren werden, habe ich zunächst ganz vorsichtig meine Frau gefragt, ob eine Platinum M4 (die ich für eine gute Box beim Hören beim Händler gehalten habe) nicht etwas zu schade für diesen Raum wäre. Wenn ich damit durchkäme, würde ich im ersten Schritt meine komplette Anlage in den Keller umziehen dürfen. Dann bräuchte ich nur einen Beamer an neuen Gerätschaften. Das dürfte im Budgetrahmen liegen, so dass ich eventuell viel schneller vorgehen könnte als geplant. Die Umstellung auf mehrere Subwoofer, Vor-/Endstufen Kombi und ggf. neue Lautsprecher könnte ich dann in der zweiten Phase bei einem bereits funktionierenden Heimkino machen. Mal sehen… Ich lasse mal die Idee in uns paar Tage wirken…


      Gruß

      antland
    • Hallo zusammen,

      antland schrieb:

      Wenn ich damit durchkäme, würde ich im ersten Schritt meine komplette Anlage in den Keller umziehen dürfen.
      ...hab ich das wirklich geschrieben? :rofl:

      Gerade eben habe ich 8x Eminence LAB-12C bestellt :jump:

      Aber der Reihe nach:
      Nachdem meine erste SketchUp Planung gezeigt hat, dass ich mit 50x50 Eckabsorbern vorne und hinten kaum eine Chance auf eine 2,5m Leinwand, 1:1 Sitzabstand und zwei Sitzreihen habe, habe ich mich der Theorie für SBA/DBA gewidmet. In der Tat hat es mich insofern weitergebracht, als dass es mir weitere Alternativen aufgezeigt hat. Zunächst habe ich mir aus Kostengründen überlegt, Richtung SBA zu gehen. Problem dabei war: vorne habe ich bedingt durch die nicht direkt an der Wand stehenden Fronts ohnehin einen Abstand von ca. 50 cm. Wenn man diesen für die für SBA notwendige Dämmung nutzen könnte, dann kann ich den SBA an der hinteren Wand aufbauen. Nach langem hin und her und der Lektür vom Bauthread von FoLLgoTT habe ich die Idee aus Qualitätsgründen verworfen.


      Gestern Nacht habe ich ein gutes Angebot in der Bucht entdeckt und seitdem kämpften Kaufsucht und Vernunft in mir. Nachdem auch meine Frau die Seite der Kaufsucht eingenommen hat (hab ich schon erwähnt, dass sie toll ist? :yes: ), musste ich unser Frühstück kurz unterbrechen und habe die Teile gekauft.


      Nun ist ein 4x2 DBA mit 2x2 Gitter geplant. Durch die Tatsache, dass die geschlossenen Subwoofer Gehäuse in den Dimensionen variabel sind, möchte ich die Tiefe bei ca. 20-25 cm halten. Aktuell ist ein Gehäuse von ca. 70 l. geplant. Als Maße habe ich mir 70x50x20 angedacht. Da ich mich in die Materie erst einlese: meint ihr solche geringe Tiefe wäre akzeptabel?


      Des Weiteren muss natürlich nun schnell eine Endstufe her. Bisher hatte ich mit einer Yamaha P7000 geliebäugelt. Wie viel Leistung brauche ich aber pro Kanal bei 4 LAB's? Der Lab12C ist ein 4 Ohm-Treiber. Vier Stück würde ich parallel und seriell schalten, um wieder auf 4 Ohm zu kommen. Aber brauche ich dann für 4 Stück 4x500=2.000 Watt oder nach wie vor nur 500W? Sorry bin auch in der Elektronik nicht zu Hause :silly: .


      Danke schon mal vorab für die Antworten.

      Bis denne...

      antland
    • Hallo, deine Messung alleine von oben sagt noch nicht viel über die Qualität des Raumes aus.
      Auch etwas gedämpfte Räume können bei einer Messung mit geringer Glättung sehr sprunghafte Frequenzgänge zeigen.

      Das soll jetzt aber nicht heißen, dass dein Raum eine gute Akustik haben muss.

      Viel wichtiger ist eine Darstellung der frühen und späten Reflektionen.
      In der Messung siehst du dann Spitzen bei gewissen Zeiten nach dem Schallereignis.

      Wenn du eine Spitze bei einer Schalllaufzeit von 2 Metern hast, was du aus den Millisekunden in Distanz umrechnen musst, dann weißt du wo über einen Umweg Schall verzögert zum Beispiel über einen Fußboden oder eine Seitenwand reflektiert.

      Es können auch Wohnzimmertische sein oder auch eine Rückwand, aus dessen Richtung Schall zeitverzögert am Mikrofon eintrifft.

      Wenn du anhand dieser Messung weißt, wo frühe oder späte Reflektionen reflektiert werden, dann kannst du diese Flächen mit Absorbern oder Diffusoren behandeln.

      Auch das gesamte Abklingen des Raumes, also die Nachhallzeit, würde ich begutachten.
      Die beträgt im HK meist ab 500 Hz 300ms bis der Schall 60db leiser ist, unter 500Hz wird die meist länger.

      Im gefliesten Wohnzimmer sind es dagegen meist 1000ms bis der Schall um 60 DB leiser geworden ist.

      Speichere auf jeden Fall alle Messungen von jetzt, so dass du nach Behandlung des Raumes immer einen Vorher-Nachher-Vergleich hast.


      Wenn du das zeitliche Abklingen ,,Wasserfall,, begutachtest oder hier darstellst, würde ich mal auf 12 dB Glättung stellen, auch für den Frequenzgang.

      Aus dieser REW datei kann man ja später jede Ansicht erzeugen, du musst nicht noch mal extra Messungen machen für Abklingen oder Reflektionen.

    • @rumper123: Danke für die Empfehling. Über die iNuke habe ich schon viel gelesen. Das wäre für mich eine Notlösung, wenn die anderen finanziell nicht funktionieren würden. Primär möchte ich nicht am Lufter bauen müssen. Gleichzeitig soll sie nicht so stabil in der Leistung sein. Aber nichtsdestotrotz: wie soll denn eine Endstufe dimesioniert sein?


      @Deflection: Danke für die Erläuterungen. Die Analyse der Messergebnisse werde ich sicherlich angehen, sobald ich ein wenig mehr Zeit für's Wohnzimmer habe. Momentan bin ich gedanklich nur im Keller :D . Wenn ich die Nachhalzeit auf 500 ms stelle, siet das Bild in einigen Bereichen nicht mehr so schlecht aus. Ich dachte 300ms sei das Ziel. Die Messungen speichere ich natürlich für die Zukunft.


      Beflügelt duch die neue Anschaffung heute habe ich noch ein wenig mit SketchUp rumgespielt und grob die Gehäuse eingezeichnet. Diese sind nun mit Außenmaßen 75x60x25,4 geworden, um auf 80 l. Brutto zu kommen. Netto wären es dann die gewünschten 70 l. Volumen.





      Bitte nicht die Holzstühle beachten - habe auf die Schnelle nicht die Kinositze in SketchUp gefunden :whistling:

      Vorne ist die Platzierung der Subwoofer optimal: ich kann momentan meine Fronts und Center nutzen, kann aber später auch den Center durch einen dritten M4 austauschen. Hinten behindern die Subwoofer das Fenster :plaerr: . Kann man eigentlich die Position der Gehäuse vorne und hinten unterschiedlich realisieren, solange die Treiber identisch auf 1/4 des Raumes geplant sind? Dann würde ich sie an der hinteren Wand in die Ecke verschieben.


      Und noch eine Frage: würden die 5 cm reichen, die ich momentan zwischen dem Treiber und der Seitenwand geplant habe oder ist der Treiber dadurch zu nah "in der Ecke"?


      Gruß

      antland
    • antland schrieb:

      Kann man eigentlich die Position der Gehäuse vorne und hinten unterschiedlich realisieren, solange die Treiber identisch auf 1/4 des Raumes geplant sind?
      Ja. Würde hinten die Box so machen, dass die Treiber mittig im Gehäuse sind. Eventuell so, das man die Gehäsue aufeinader stellen kann (mit z.B. Filzfüssen dazwischen).

      antland schrieb:

      Und noch eine Frage: würden die 5 cm reichen, die ich momentan zwischen dem Treiber und der Seitenwand geplant habe oder ist der Treiber dadurch zu nah "in der Ecke"?
      Wenn Du die Gehäuse aus MDF herstellst, sind die Randabstände auf der Deckplatte mit dem Treiberausschnitt doch etws gering. Schraubenlöcher mit Einschlagmuttern müssen hinten ja auch noch platz haben.
    • Fritzibaby schrieb:

      Ja. Würde hinten die Box so machen, dass die Treiber mittig im Gehäuse sind. Eventuell so, das man die Gehäsue aufeinader stellen kann (mit z.B. Filzfüssen dazwischen).
      Versuche ich umzuplanen. Aufeinander kann ich sie nicht stellen, denn den Platz dazwischen habe ich für die surrounds vorgesehen.


      Fritzibaby schrieb:

      Wenn Du die Gehäuse aus MDF herstellst, sind die Randabstände auf der Deckplatte mit dem Treiberausschnitt doch etws gering. Schraubenlöcher mit Einschlagmuttern müssen hinten ja auch noch platz haben.
      Ich hatte hier im Koserthal-Thread einen Bauplan gesehen, in dem der Abstand 4,5 cm betrug. Daher dachte ich mit 5 cm ok zu sein. Als Material wollte ich 19mm MDF mit aufgedoppelter Front nehmen. Ich muss sowieso noch mit WinISD etwas spielen. Werde ich dabei berücksichtigen. Danke!






      steve72de schrieb:

      darf ich dich fragen mit welcher Version von SketchUp du arbeitest.
      Es ist SketchUp Make 2017. Ich meine man kann nur eine Version herunterladen. Sie läuft die ersten 30 Tage (glaube ich) als Pro, danach als Make für nicht kommerziellen Einsatz. Unbedingt die Einstiegsvideos anschauen. Die 60 Minuten sind gut investiert :yes:


      Gruß
      antland
    • Hallo zusammen,

      kurzes Update: am Samstag sind meine Emi’s angekommen: :jump:



      Ich habe mich übrigens kurzfristig von Eminence LAB 12C auf LAB 12 (klassische 6 Ohm Version) umentschieden und dank der Freundlichkeit des bekannten Händlers in England wurde trotz der anderslautenden Bestellung diese Version geliefert. Somit ist das Chassis klar.

      Ich arbeite gerade an der Finalisierung der Planung für die Subwoofer inkl. DBA, die ich hier zur Begutachtung vorstellen möchte. Habe gehofft, dass ich es heute fertig stellen kann. Es wird aber leider nichts. Brauche wohl noch eine Woche (kann nur am Wochenende an dem Projekt arbeiten) :plaerr: .

      Gruß
      antland
    • Hallo zusammen,


      mit diesem Beitrag möchte ich euch die Ergebnisse meiner vielen Recherchen in Form der finalen DBA-Planung vorstellen in der Hoffnung auf euer Feedback.


      Chassis: Eminence LAB 12. Aufstellung: 2x4 DBA.


      Gehäuse:
      • Material Wände: MDF 22mm.
      • Material Verstrebungen: MDF 16mm.
      • Außenmaße: 72x44x25.
      • Innenmaße: 67,6x39,6x20,6. Bruttovolumen: 55,15 l.
      • Nettovolumen: 50,56 l. ohne Treiber und 2 Verstrebungen.
      • Gedämmt wird’s mit IKEA Kissen.


      Nach der Lektüre von Anleitung: Dimensionierung eines geschlossenen Subwoofers habe ich mit WinISD geplant, die Auslenkung mittels Linkwitztransformation zu begrenzen (Grün ist der Sub ohne die Linkwitz- und Gelb mit der Linkwitztransformation):




      SPL wäre in diesem Fall zwar bei ca. 21 Hz doppelt so leise wie ohne die Transformation, damit würde ich aber das Chassis nicht einer Gefahr aussetzen und das Group Delay würde auch davon profitieren:




      Die Gehäuse will ich mit den Winkeln direkt an die Betonwand anbringen ohne Gummigranulat dazwischen, damit ich quasi noch mehr Masse beim Gehäuse erreiche (habe ich irgendwo hier als Empfehlung gelesen).


      Da ich mich für die Baffle Wall entschieden habe, wird die Tiefe der Subwoofer die Tiefe der Baffle Wall bestimmen: 25 cm insgesamt. Davon werde ich 5 cm Luft zu Wand einhalten, 2 x 25 mm Rigips + 19mm MDF = 69mm Frontabdeckung. Es verbleiben 13,5 cm Dämmung.




      Da meine Platinum M4 für diese Tiefe nicht geeignet ist, werde ich wohl auch diese Lausprecher ersetzen müssen :plaerr: . Momentan neige ich zur Forenbox, wobei ich noch keinen Plan für die Surrounds hätte.


      Noch eine Info: ich habe heute doch eine iNuke NU6000DSP bestellt (@rumper123: Du hast es gewusst :bier: ). Die Erfahrungen scheinen doch nicht so schlecht zu sein. Zudem ich sie in meinem Serverschrank außerhalb des Kinos betreiben würde (Stromverkabelung muss ich eh' machen, da fallen die Lautsprecherkabel nicht auf).


      Zum Schluss hätte ich noch ein paar Fragen. Wäre nett, wenn jemand mich in meinen Entscheidungen bestärken könnte:

      1. Reichen zwei Verstrebungen im Gehäuse oder würdet ihr noch eine dritte (anteilige) unter dem Chassis unterbringen?
      2. Habe ich das mit Linkwitztransformation richtig verstanden oder kann ich mein Ziel, Chassis zu schützen, auch mit dem Limiter von iNuke NU6000DSP erreichen?
      3. Ist die Anbringung der Subwoofer direkt an die Betonwand zielführend oder sollte man die Gehäuse doch abkoppeln?
      4. Ist die Tiefe der Baffle Wall (insb. die Dämmung von nur 13,5 cm) ausreichend?
      5. Brauche ich 5 cm Luft zwischen baffle Wall und der Wand, wenn sich hinter der Wand ein Wohnraum befindet? Ist die Beluftung nur notwendig, wenn dahinter eine Außenwand ist?


      Danke und Gruß
      antland

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von antland ()

    • Zu 1. Denke das genügt. Habe bei meinen Subwoofergehäusen alle 40cm eine Verbindung zwischen Front- und Rückwand mit verschraubten Stäben gemacht.

      Zu 3. Habe die Subwoofergehäuse mit 5mm Filz an die Wand gestellt und mit einem Winkel an der Wand befestigt. Den Winkel mit 5mm Filz an der Box unterlegt um möglichst wenig Körperschall zu übertragen. Man hört zwar leise das «rumpeln» des Basses im Haus, aber nur als Luftschall.
    • Hallo,

      immer wieder schön von neuen Projekten zu lesen. Beim Subwoofer liegt das Kind js schon im Brunnen, du musst die Hauptlautsprecher aber nicht genauso hoffnungslos überdimensionieren ;) Bei deinem kleinen Raum wären die Follhonks Overkill. Ich würde mich eher auf zweiweger mit 6 oder höchstens 8 Zoll Bass konzentrieren.

      Gruß
      rumpeli
      Besuch mich mal im Schrein oder im Bau Thread oder im Keller!

      Exodus 12:9 "Do not eat the meat raw or boiled in water, but roast it over a fire"
    • Ich würde die untere Strebe in der Mitte mit einem einfachen Brett noch mit der kurzen Wand verbinden. Sowie rund um das Chassis drei senkrechte Versteifungen einbauen. Das sind sonst sehr große Flächen mit nur 19mm MDF.

      Ist alles nicht viel Aufwand, da simple Bretter, bringt aber was. Ich würde auch die Versteifungen nicht dünner machen - warum?

      VG
    • Hank schrieb:

      Guten Morgen,

      rumpeli: Warum?


      Gruß

      Hank
      Warum Overkill? Er muss nur 32 m3 beschallen und hat vielleicht 2 m Hörabstand von jeder Box, da braucht er nicht den Leistungspegel der Follhank. Bei einem so kleinen Raum fällt sogar das Volumen der einrichtung ins Gewicht, wodurch er netto noch mal kleiner wird. Die flache Bauweise ist allerdings sehr vorteilhaft.

      Warum ich kleinere Boxen nähme? Da gibt es jede Menge fertige Kauflösungen, sogar zu günstigerem Preis, die im Vergleich zur Follhank lediglich den maximalen Schalldruckpegel nicht verzerrungsfrei hinkriegen. Eine geringere Schallwandgröße macht auch die Positionierung der Surrounds einfacher. Für mich persönlich wäre Preis und Aufwand beim Besorgen ausschlaggebend.

      Ich hab noch keine Follhank oder Menhir S gehört und daher keine Erfahrung zum Klang, bin jedoch überzeugt dass sie geil klingen. Wenn er Spaß an DIY und "viel hilft viel" hat - nur zu!
      Besuch mich mal im Schrein oder im Bau Thread oder im Keller!

      Exodus 12:9 "Do not eat the meat raw or boiled in water, but roast it over a fire"
    • Hallo zusammen,

      danke für die vielen Antworten!

      Zum Gehäuse: ich habe die Vorschläge von Bolle eingearbeitet:


      Insbesondere die Idee mit den Versteifungen rund um das Chassis gefällt mir sehr gut. Ich hatte schon das Gefühl es ist etwas "leer" in dieser Ecke. Auch die untere Strebe habe ich übernommen. Damit ich nicht unter 50 l. Nettovolumen komme, habe ich die Gehäusehöhe um 2 cm. auf 74 cm. erweitert. Damit komme ich abzüglich Verstrebungen und Chassis auf 51,31 l. Die Verstrebungen mache ich aus 16mm MDF, um das Volumen nicht unnötig zu verkleinern (dann muss ich noch größer bauen) und weil ich entgegen der Aussage von Bolle das Gehäuse komplett mit 22 mm. MDF baue. Damit dürften 16 mm Verstrebungen ausreichend sein.

      Zu der Dimensionierung der Subs und LS:
      1. Da mein Raum sehr klein ist, muss ich jeden cm sparen. Große Eckabsorber kommen damit nicht in Frage. Also musste ein DBA her. Sicher hätte man mit 2x2 versuchen können und vielleicht hätte eine JBL es auch getan, aber hey bei einem Hobby ist es tatsächlich manchmal so, dass man sich einbildet "viel hilft viel" :silly: :bier:
      2. Ich meine irgendwo im Bauthread von Ravenous wurde auch die Frage gestellt, wofür er die großen RF-82 II bei einer unwesentlich größeren Raumfläche wie bei mir braucht. Er sprach von mehr Volumen und Souveränität.
      3. Probehören wäre sicher das Beste, aber eine FH bekommt man ja leider nicht ausgeliehen. @rumpeli: welche Fertigboxen würden da in Frage kommen?
      Übrigens mein Sitzabstand wird 1:1 zur Leinwand sein: also 2,5 m. Die LS werden 20 cm. hinter der Leinwand sein -> also Gesamtabstand ca. 2,7 m. Alpenpoint hatte bei einem ähnlichen Sitzabstand gute Erfahrungen mit der FH gesammelt.


      Gruß
      antland
    • antland schrieb:

      @rumpeli: welche Fertigboxen würden da in Frage kommen?
      Da gibt es ja eine nahezu unendliche große Auswahl und dank Fernabsatzgesetz kann man sich auch mal einen Kandidaten testweise bestellen.

      Ich selbst setze nur noch auf aktive Studiomonitore, aktuell Mackie HR824 vorne, HR624 hinten und Behringer B2030a oben. Davor hatte ich Behringer B3031a und Samson Rubicon 6a und mit denen war ich genauso zufrieden. Wie gesagt, ist nur meine persönliche Wahl. Früher hatte ich auch schon verschiedene Hifi Lautsprecher, teils sogar sehr große, an einem Pioneer AX10i Boliden und würde die im Heimkino nicht mehr einsetzen wollen. Grundsätzlich sehe ich da eher das Risiko, dass solche Modelle in vergleichbarer Preisklasse dynamisch abgemischte Filmeffekte nicht so gut reproduzieren können wie für Profis vermarktete Geräte mit aktiver Frequenzweiche und individuell abgestimmten Endstufen. Die Basskapazitäten von großen Standboxen halte ich im Heimkino eher für schädlich als nützlich. Wie gesagt, meine persönliche Meinung die auf Vorurteilen beruht.
      Besuch mich mal im Schrein oder im Bau Thread oder im Keller!

      Exodus 12:9 "Do not eat the meat raw or boiled in water, but roast it over a fire"
    • rumpeli schrieb:

      Die Basskapazitäten von großen Standboxen halte ich im Heimkino eher für schädlich als nützlich. Wie gesagt, meine persönliche Meinung die auf Vorurteilen beruht.
      Naja, das sehe ich anders. Einzig, es muss die TT Abteilung gut auf den SUB eingemessen werden.

      Im 60-80hz Bereich profitieren die Lautsprecher davon.

      Die ganzen Minisatellitchen sind alle für den Popo. :biggrin:
      Wenn du immer nur tust, was du schon kannst, bleibst du immer das, was du schon bist.
    • Ich hab ja nicht empfohlen die Dobly surroundanlage für 119 EUR beim Kaffeeröster zu nehmen.

      rumpeli schrieb:

      Ich würde mich eher auf Zweiweger mit 6 oder höchstens 8 Zoll Bass konzentrieren.
      Einen seriös ermittelter -3db linearer Freifeld Frequenzgang ab 50 Hz und 110 dba in 1m Entfernung pro Box ist damit überhaupt kein Problem. Wenn ein DBA eingesetzt wird, wozu dann noch 36 Hz mit Standboxen wiedergeben wollen (die dafür übrigens schon sehr gut sein müssen).
      Besuch mich mal im Schrein oder im Bau Thread oder im Keller!

      Exodus 12:9 "Do not eat the meat raw or boiled in water, but roast it over a fire"
    • Hallo zusammen,

      icebaer schrieb:

      Falls du planst Einschlagmuttern für die Verschraubung zu nutzen, würde ich noch 2,3cm mehr Platz um den Lochkreis rum lassen. So sieht mir das etwas eng aus.
      Danke für den Hinweis! Ja, ich habe geplant, die Einschlagmuttern einzusetzen, wollte jedoch diese so platzieren, dass die Verstrebungen nicht im Weg sind:

      Die Einschlagmuttern kommen von Innen, die Schrauben wollte ich mit 12mm nicht sehr lang wählen, so dass diese zu sehen sind (22mm MDF - Ausfräsung 9mm + Chassis-Dicke 2,4mm = 15,4 mm Gesamttiefe). Somit müsste es nach meinem Verständnis so passen. MPX wollte ich eigentlich nicht verwenden, lasse mir aber noch mal durch den Kopf gehen...

      @rumpeli: danke für die Empfehlungen. Schaue ich mir an. Wenn ich es aber auf den ersten Blick richtig verstanden habe, liegen die Teile aber preislich weit über FH :(

      Gruß
      antland
    • Hallo zusammen,

      nicht dass ihr denkt, ich tue nix :rofl:

      Zunächst habe ich über den Vorschlag von rumpeli nachgedacht. Auch wenn ich mich beim Preisvergleich zur FH etwas geirrt habe (DCX und die Endstufe habe ich bei der FH ignoriert), so sind mir die Kosten etwas zu hoch (auch für die FH). Zudem glaube ich nicht, dass man die Mackie in eine Baffle Wall einbauen kann. Studiomonitore reizen mich nach kurzer Einarbeitung schon sehr, aber nachdem ich verstanden habe, dass ich eher nach Midfieldmonitoren ausschau halten soll und deren Preise gesehen habe... :plaerr:

      Zudem habe ich verstanden, dass ich sowohl bei der FH als auch bei Aktivlautsprechern einen neuen AVR (besser gesagt eine Vorstufe) brauche. Daher habe ich mir - erschrocken von so vielen neuen Anschaffungen - ein neues Konzept überlegt.
      Ich werde mein Kino in Stufen ausbauen. Sollte ich mich später für die FH entscheiden, dann kann ich im Endausbau folgendes machen:

      Die Seiten würde ich (der FH zuliebe :thumbsup: ) um 16,2° einwinkeln und somit bessere Ausrichtung auf den Hörplatz erreichen (gelbes Dreieck stellt es dar). Damit verliere ich zwar 15 cm. Tiefe, kann allerdings:
      • im ersten Schritt auf die angewinkelten Seitenteile vorerst verzichten und damit meine M4 samt AVR eine Zeit lang weiterhin verwenden (mit insgesamt 40 cm. Tiefe würden sie gut hineinpassen)
      • im zweiten Schritt - sollte ich mich gegen die FH eintscheiden - die Seitenteile gerade bauen und die 15 cm. wieder zurückgewinnen. Damit habe ich alle Optionen noch offen.
      Ich halte das für einen guten Kompromiss. Die Frage ist nur: sollte ich die (vorläufige) Baffle Wall seitlich auch schliessen oder offen lassen, so dass Steinwolle zu sehen ist:


      Achso, nur um es zu erwähnen: ich habe den Bauthread zur FH komplett durchgelesen. Ihr könnt mir glauben: ich beschäftige mich jeden Tag mit der Planung, auch wenn es anfangs aufgrund von viel Lesebedarf sehr langsam vorangeht. :silly:

      Zu den Subs:
      Nachdem ich gesehen habe, was MPX kostet, bin ich davon abgekommen. Ich bleibe bei MDF mit Einschlagmuttern. Des Weiteren habe ich erst jetzt den Preisunterschied zwischen MDX 22 und 19 mm. gesehen :plaerr: . Da die meisten hier die 50 l. Subs aus 19 mm. MDX ohne Probleme gebaut haben, neige ich dazu auf 19 mm. zu wechseln. Bei den vielen Verstrebungen die ich habe, müsste es machbar sein. Ich frage vorerst in meiner Bekannschaft rum, ob mir jemand freundschaftlich unter die Arme greifen kann (ggf. inkl Fräsierung) und treffe dann die Entscheidung. Bei der Dämmung neige ich dazu, Basotect zu nehmen, da es einfach schick ist (ist halt schwer einen Kompromiss zwischen vernünftig und selbsterfüllend zu finden :saint: ).


      Übrigens, im Keller ist immer noch Chaos. Trotz der Tatsache, dass ich mir schon seit zwei Wochen vorgenommen habe, mal eine Stunde zu räumen, ist noch nix passiert :spank: . Es ist halt bequemer auf der Couch zu lesen :klopfer: .



      Gruß
      antland
    • Hallo zusammen,

      nun war es letztes Wochenende endlich soweit! :jump:
      So sah der Raum noch vor 8 Tagen aus:


      Nach nur einem Tag Arbeit war es soweit:


      Die unangenehmste Arbeit - einen neuen und daurhaften Platz für das Sammelsurium an wervollen Sachen zu finden - ist vollbracht. Was übrig blieb, wird verkauft oder entsorgt. Übrigens hat mich meine Frau wieder mal überraschen wollen und still und heimlich den Müll (schwere Farbeimer!) entsogt. Da war die Freude bei mir groß. :jump: Erstaunlich fand ich auch, dass die Entsorgung kostenlos war. Ich habe schon mit einer kleinen Delle in meinem Budget gerechnet :klopfer:

      Ein paar Sachen habe ich inzwischen auch schon angeschafft:



      Wie man sieht, geht auch die Planung voran. Bei den Gehäusern liegt mir schon ein Angebot des örtlichen Tischlers für den Zuschnitt vor. Ich weiß, dass mein Dübelset nicht die Profiliga ist, aber für den Notfall wäre das für mich ausreichend. Ggf. lasse ich den Tischler auch die Flachdübel fräsen.


      Meine iNuke ist inzwischen auch mit zwei Noctua Redux NF-R8 bestückt und erwartungsgemäß superleise. Der "Anti-Plopp"-Schutz wird noch folgen.


      Drei DCX2496 habe ich inzwischen auch gebraucht besorgt und die erste gleich durch meine Ungeduld und ein USB zu RS323 Adapter beim Firmware-Update zerschossen :plaerr:

      Nach einiger Recherche wurde ein EEPROM-Programmer in China bestellt, Original-EEPROM in Weiten des Internet gefunden, neu geflasht und nun läuft die DCX wieder wie vorher :jump:


      Wofür so viele DCX'en? Nun trotz der Versuche von @rumpeli, mich zur Vernunft zu bringen, habe ich mich auf die FH eingeschossen :silly: . Ich weiß, in dem kleinen Raum usw.... Aber in den Weiten des FH-Threads habe ich mal gelesen: "haben ist besser als brauchen". Den Spruch fand ich gut. Mich hat er überzeugt :rofl:


      Momentan plane ich die Entlüftung. Dazu werde ich die Tage bestimmt ein, zwei Fragen haben. Für's heute soll's aber genügen.


      Ähhh... Eine Frage hätte ich doch! Womit würdet ihr die Subs befüllen: Sonofil, Steinwolle (würde ich sehr ungerne tun), Basotect, IKEA-Kissen? Irgendwie finde ich unterschiedliche Aussagen darüber, was sinnvoller ist. Preislich würden alle Varianten in Frage kommen!


      Danke und Gruß

      antland
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