Diffusor-Selbstbau aus Papphülsen

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    • Diffusor-Selbstbau aus Papphülsen

      Hallo,

      da ich recht günstig an Papierhülsen rankomme (by the way, ich produziere die Dinger :-)), habe ich mich gefragt ob man daraus einen 2D-Diffusor bauen kann.

      Folgender Gedanke:
      Ich nehme Papphülsen mit einem Durchmesser von 6-8 cm in schwarz, klebe diese stehend in verschiedenen Längen auf eine dünnes Sperrholzbrett und verschließe sie mit einem schwarzen Kunststoffdeckel.
      Nun die Frage ob Pappe für solch einen Diffusor geeignet ist ? Die Wandstärke der Hülse kann ich von 2 mm bis 5 mm realisieren. Zudem könnte man die Hülsen noch mit Steinwolle, Glaswolle ausstopfen.
      Ich würde gerne über dem Sitzplatz bzw. an der Rückwand noch ein wenig den Schall verändern.
      Eventuell gibt es hier ja einen Spezialisten, der mir die Fragen beantworten kann.

      Hier habe ich ein Bild, allerdings sind hier alle Hülsen gleich lang, in braun und ohne Deckel. Nur das Ihr mal eine Vorstellung davon bekommt.

      .
      There´s no faith without fear. The one who doesn´t fear the devil needs no God anymore !
    • Naja, es bleibt natürlich rel. viel Fläche ungenutzt. Zudem wäre die Frage, ob die Zwischenräume verschlossen werden müssen.

      Mit der Berechnung wird es auch schwierig, da alle Programme auf rechteckige Elemente ausgelegt sind.
      Mein Equipment: Jede Menge bald ziemlich wertloser Elektroschrott, der eh alle paar Monate wechselt. Aufzählung daher totaler Schwachsinn ;-)

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    • Hosman schrieb:

      ....nur ob es auch funktioniert weiß ich nicht.
      Ich habe keine Ahnung wie man sowas messen kann
      Soweit ich das verstanden habe berechnet man Diffusoren vorher und baut sie dann entsprechend, man baut sie nicht erst und misst dann ;)
      Es gibt ja schon einige Threads hier dazu, z.B. diesen hier.
    • hocky schrieb:

      Soweit ich das verstanden habe berechnet man Diffusoren vorher und baut sie dann entsprechend, man baut sie nicht erst und misst dann ;) Es gibt ja schon einige Threads hier dazu, z.B. diesen hier.
      ...und genau da hört es bei mir auf.
      Kann mir dabei eventuell jemand aus dem Forum helfen ?
      Meine ganze Umsetzung mit Raumabmessung usw. gibt es hier
      .
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    • und wie wäre es mit Bass-Traps aus runden Papphülsen ?

      2 m hoch
      Durchmesser 25 cm
      Löcher oder lange Schlitze reinsägen
      mit Steinwolle ausstopfen
      mit Akustikstoff beziehen

      Könnte diese Ausführung funktionieren ?
      Auf jeden Fall wären diese Teile extrem einfach zu bauen und je nach benötigter Position im Raum zu platzieren.
      .
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    • @Hosman

      achwas.. Er baut Karton-Röhren 8o
      Bis zu welcher Wandstärke und welchen Maßen wären die denn uU auch käuflich bei dir zu erwerben?
      Hintergrund:

      Ich hatte ne Zeitlang Zugriff auf 50cm durchmessende Pappröhren aus dem Messebau.
      Damit habe ich einige 'ultraleichte' Subs gebaut, einfach nur nen 'MDF-Deckel' oben und unten (Bzw nen Sandwich-Deckel, eine Scheibe auf Aussenmaß, eine auf Innenmaß)

      Und 'leicht' lerne ich mit zunehmendem Alter immer mehr zu schätzen..
      Aber keinen Stress, falls du zB grundsätzlich nicht an Endkunden verkaufst- mir waren die Röhren nur gerade ins Auge gefallen :)
      Gruss,

      het raetsken
    • kinodehemm schrieb:

      @Hosman

      achwas.. Er baut Karton-Röhren 8o
      Bis zu welcher Wandstärke und welchen Maßen wären die denn uU auch käuflich bei dir zu erwerben?
      Das Maximum an Papphülsen was ich produzieren kann ist Durchmesser 250 mm mit 12 mm Wandstärke.
      Ich habe durchaus schon welche an Lautsprecher-Selbstbauer verkauft.
      .
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    • kottan schrieb:

      Machen kann man natürlich alles aber was brauchst du denn nun Diffusion, Absorption oder beides?
      Als Basstrap würde ich eher 40-50 cm Durchmsser präferieren.
      Primär brauche ich Diffusion speziell für den Bereich ab Sitzplatz nach hinten.
      Vorne bin ich gerade dabei mit der Spiegelmethode die Absorber aus Basotect zu platzieren.
      Fertig gerahmt und mit Akustikstoff bezogen sind sie schon. Die grossen Absorber für die Decke ebenso.

      Was mir noch fehlt ist eine Lösung für den Schrank hinter dem Sofa. Ich dachte da eventuell an Pyramidenschaumstoff, welchen ich so ungefähr auf Ohrhöhe mit der Abmessung 100x45 cm an jede der 8 Türen kleben wollte.
      So könnte man den Schrank noch öffnen ohne die Absorber zu zerstören. Basotect bricht doch ziemlich schnell und Schaumstoff gibt nach.
      .
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    • Danke! :)
      Aktuell fangen meine in Frage kommenden Chassis leider erst bei 12" an..
      Auch wenn die Kollegen deine Idee offensichtlich nicht so doll finden- ich würde das durchaus an deiner Stelle mal antesten!
      Wenn in den auf Bild 1 zu sehenden Rohrabschnitten Dämmwolle oder auch einfach ein Basotect-Pfropf wäre (gerne im Sinne von fuzzy-logic willkürlich in unterschiedlicher Dicke, wäre das hinter dem Hörplatz sicher ne hilfreiche Sache, was MHT-Reflektionen an der Wand angeht. 'Untenrum' nützt es sicher wenig bis nichts.


      @Ravenous
      die haben mich schamlos kopiert. :spank:
      Nee., mein erstes Projeekt war ein JBL Gti1800 in einer 1m hohen, 50er Pappröhre mit etlichen uF Vorkondenser!
      Gruss,

      het raetsken
    • Hallo Hosman,

      ich finde die Idee mit den Pappröhrendiffusoren sehr gut.

      Man könnte sich an einem QRD orientieren und ein erstes Muster bauen, zum Beispiel:
      1m hoch, 1m breit .
      Alle Röhren mit gleichem Durchmesser ( z.Bsp 50 mm) und unterschiedlichen Höhe.
      Wenn Du eine 7er Reihe nimmst , mit einer theoretischen Tiefe von 20 cm bräuchtest Du Röhren mit 114 mm, 57mm und 29 mm Länge.( siehe hier: Beispiel)


      Gleich lange Röhren an der Wand übereinander, und dann nach dem Muster im Link jede weitere Reihe gestalten.

      So erhältst Du einen Diffusor, der sich wahrscheinlich ganz grob an den Werten des calculators orientiert. Aber das ist meiner Meinung nach zweitrangig.; Wichtiger ist, das überhaupt ein Diffusor da wäre, anstelle einer nackten Wand...

      Über das Ergebnis darfst Du uns dann berichten :bier:

      Ahoi

      Uwe
    • kinodehemm schrieb:

      Auch wenn die Kollegen deine Idee offensichtlich nicht so doll finden- ich würde das durchaus an deiner Stelle mal antesten!
      Stimmt gar nicht - ich finde die Idee total gut. Allerdings - Du hast es geahnt - erstmal primär aus optischen Gründen, zur akustischen Seite kann ich mangels Ahnung nix beitragen. ;)
      Also ich bin auch für machen. :biggrin:
    • Opa Uwe schrieb:

      Hallo Hosman,

      ich finde die Idee mit den Pappröhrendiffusoren sehr gut.

      Man könnte sich an einem QRD orientieren und ein erstes Muster bauen, zum Beispiel:
      1m hoch, 1m breit .
      Alle Röhren mit gleichem Durchmesser ( z.Bsp 50 mm) und unterschiedlichen Höhe.
      Wenn Du eine 7er Reihe nimmst , mit einer theoretischen Tiefe von 20 cm bräuchtest Du Röhren mit 114 mm, 57mm und 29 mm Länge.( siehe hier: Beispiel)


      Gleich lange Röhren an der Wand übereinander, und dann nach dem Muster im Link jede weitere Reihe gestalten.

      So erhältst Du einen Diffusor, der sich wahrscheinlich ganz grob an den Werten des calculators orientiert. Aber das ist meiner Meinung nach zweitrangig.; Wichtiger ist, das überhaupt ein Diffusor da wäre, anstelle einer nackten Wand...

      Über das Ergebnis darfst Du uns dann berichten :bier:

      Ahoi

      Uwe
      Den Kalkulator verstehe Ich soweit.
      Hast Du evtl. ein Bild wie der fertige Diffusor am Ende aussieht.
      Die Anordnung ist gerade mein Vorstellungsproblem???
      .
      There´s no faith without fear. The one who doesn´t fear the devil needs no God anymore !
    • Wie ich bereits weiter Oben schrieb, ist bei den Röhren natürlich rel. viel Fläche ungenutzt. und was passiert mit den Zwischenräumen. Es ist unklar, ob diese verschlossen werden müssen bzw was passiert, wenn sie offen bleiben.

      Mit der Berechnung wird es auch schwierig, da alle Programme auf rechteckige Elemente ausgelegt sind. Die Reflektrion an einer runden Oberfläche ist ja anders, als an einer geraden und welchen Einfluss haben die ungenutzten Bereiche zwischen den Röhren?
      Mein Equipment: Jede Menge bald ziemlich wertloser Elektroschrott, der eh alle paar Monate wechselt. Aufzählung daher totaler Schwachsinn ;-)

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    • Ravenous schrieb:

      was passiert mit den Zwischenräumen. verschlossen werden müssen.
      Es ist zwar kein korrekter Gebrauch der deutschen Sprache, aber der Punkt ist richtig:
      Was passiert mit den Zwischenräumen?

      Leider ist es so, dass QRDs, PRDs und die anderen auf Zahlenfolgen basierenden Diffusoren nur funktionieren wenn die Geometrie eingehalten wird.
      Daher habe ich auch dann Bedenken wenn die Zwischenräume verschlossen werden da die Querschnittsfläche mit den gestapelten Röhren für die Schächte und Türme unterschiedlich ist.

      Um möglichst kleine Zwischenräume zu haben wäre darüber hinaus eine hexagonale Packung der Rohre besser als eine kubische Anordnung.
      Die bekannten QRDs sind allerdings für eine kubische Anordnung ausgelegt.

      Von daher bin ich skeptisch.
    • Aries schrieb:

      Leider ist es so, dass QRDs, PRDs und die anderen auf Zahlenfolgen basierenden Diffusoren nur funktionieren wenn die Geometrie eingehalten wird.
      Hallo Freunde, das sehe ich nicht ganz so verbissen.

      Natürlich wird Hosmans Anordnung nicht die exakt selbe Diffusion erreichen, wie ein auf Schröders Gleichungen basierender Absorber.

      Aber wer will/ kann das im Endergebnis beuteilen? Mir ist keine Messmethode geläufig, mit der man die exakte Wirkung eines Diffusors im realen Raum bewerten könnte.

      Aber rein aus den physikalischen Gesetzmäßigkeiten: Jeder einzelne, egal wie auch immer geformter Körper, reflektiert den auftreffenden Schall.
      In Abhängigkeit von Größe und Form dieses Körpers in unterschiedlicher Weise. Je größer die Anzahl und ggf. auch die Varianz dieser Körper deste mehr Schall wird reflektiert/ diffusiert.

      Auf jeden Fall ist eine Wand mit vielen unterschiedlichenPapphülsen bedeckt besser, als eine glatte unbehadelte Wand, oder?


      @Hosman: Dein Bild zeigt einen 2D Diffusor, welcher gut für Deckenmontage geeignet sind, da diese Bauform den auftrefffenden Schall in alle Ebenen streut.

      Mein Link oben zeigte einen 1D-Dffusor, welcher den Schall eigentlich nur horizontal streut, nicht jedoch Richtung Decke und Fußboden.

      Bzgl der Anordnung versuche ich es nochmal bildlich zu beschreiben, der Einfachheit halber lege ich den Diffusor auf den Fußboden :)

      Du hast ( bspw.) 3 Längen Papprohre mit Deckel. Langen Papprohre sind (L) , die mittleren (M) kürzesten (K) und dann noch Bereiche ohne(O)

      Jetzt stellst Du diese so auf wie es der calculator bei einer 7er Reihung vorsieht:

      M O K K O M L
      M O K K O M L
      M O K K O M L
      M O K K O M L
      M O K K O M L
      M O K K O M L
      M O K K O M L

      Das wäre ein Diffusor mit 7*7 Elementen. Natürlich kannst Du recht daneben wieder "anbauen" und unten auch..


      14*7 z.Bsp

      M O K K O M LM O K K O M L
      M O K K O M LM O K K O M L
      M O K K O M LM O K K O M L
      M O K K O M LM O K K O M L
      M O K K O M LM O K K O M L
      M O K K O M LM O K K O M L
      M O K K O M LM O K K O M L


      Ich würde das auf jeden Fall mals versuchen. Kostet zwar Zeit, aber bei deinen Voraussetzungenkein/wenig Geld..


      Ahoi

      Uwe

      Edit sagt: Hockys link ist wohl verständlicher, auch wenn der Kollege dort einen 2D Diffusor baut...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Opa Uwe ()

    • Opa Uwe schrieb:

      Hallo Freunde, das sehe ich nicht ganz so verbissen.
      Uwe,

      das ist keine Frage der Sichtweise sondern der Physik.
      Ich habe mir das auch nicht ausgedacht sondern in einem Buch gelesen, das von schlaueren Leuten geschrieben wurde als wir beide es sind.

      Aries

      PS @ Hosman
      Wenn der Aufwand für Dich nicht groß ist dann bau ein paar Diffusoren.
      Sie werden sicher eine gewisse Streuung des Schalls bewirken, sie werden allerdings nicht so effektiv funktionieren wie ein "richtiger" QRD / PRD.
    • Opa Uwe schrieb:

      Hallo Freunde, das sehe ich nicht ganz so verbissen.
      So sehe ich das auch.
      Wenn man sich mal die Produktreihe der Artnovion Diffusoren anschaut, da ist wohl auch das Design nicht ganz unwichtig.

      Opa Uwe schrieb:

      Natürlich wird Hosmans Anordnung nicht die exakt selbe Diffusion erreichen, wie ein auf Schröders Gleichungen basierender Absorber.
      Absorber? :biggrin:

      Aries schrieb:

      Sie werden sicher eine gewisse Streuung des Schalls bewirken, sie werden allerdings nicht so effektiv funktionieren wie ein "richtiger" QRD / PRD.
      Das ist auch richtig.

      Probiere es aus, ein optisches Highlight ist auch viel Wert im Heimkino.
      Gruß
      kottan



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