Ersatz Mitsubishi HC6000 durch aktuelleres Neu-/Gebrauchtgerät um 600 Euro sinnvoll?

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    • Ersatz Mitsubishi HC6000 durch aktuelleres Neu-/Gebrauchtgerät um 600 Euro sinnvoll?

      Hallo Forum,

      Ich trage mich seit längerem mit dem Gedanken, meinen Mitsubishi HC6000 abzustoßen und durch ein aktuelleres Gerät zu ersetzen, wobei das Budget hierbei nur rund 600 Euro betragen kann.

      Ich habe folgende "Heimkino-Situation":

      1. "Kellerkino", nicht optimiert, teilweise noch helle Wände (der Raum wird auch zum Spielen am Tischkicker etc. genutzt), Rahmenleinwand weiß mit großzügiger Kaschierung, Bildbreite ohne Kasch 2,40m; hier steht der HC6000

      2. Wohnzimmer (weiß gestrichen) mit grauer Rahmenleinwand; hier hängt ein Optoma HD300x an der Decke.

      Der Optoma, selbst schon in die Jahre gekommen, liefert mir zusammen mit der grauen Leinwand ein für mich (!) tadelloses, nahezu perfektes Bild. Trotz des wohl eher schlechten nativen Schwarzwertes des Optoma ist das Schwarz auf der grauen Leinwand schön satt und selbst bei Restlicht macht das Bild noch richtig Freude; lediglich bei 3D (wird selten genutzt) fehlt der letzte Rest an Helligkeit.

      Beim HC6000 freue ich mich zwar über die tollen Features wie das motorisierte Objektiv, oft stößt mir aber das leicht digital anmutende Bild auf. Im Vergleich empfinde ich den Optoma deutlich ausgewogener ohne diese Künstlichkeit, die der HC6000 bei manchen Quellen zeigt. Die Farben sind ebenfalls nicht ideal, habe sie einigermaßen im Griff. Er hat gut 5.500 Stunden Betriebszeit hinter sich und seit 25 Stunden die 3. Lampe.

      Nun kam der HC6000 bereits 2007 oder 2008 auf den Markt und seither hat sich sicher einiges getan. Es liegen sicherlich Welten im Vergleich zu Geräten, die heute - wie der Mitsubishi damals - rund 3.000,00 Euro kosten.

      Ich frage mich nun, ob ich mit dem o.g. Budget das Bild in meinem Keller gegenüber dem Mitsubishi aufwerten kann. Dass einiges an Komfort auf der Strecke bleibt ist mir klar, aber zu vernachlässigen, da ich einen gut eingestellten Beamer irgendwann ohnehin nur noch ein- und ausschalte und die übrigen Funktionen kaum nutze.

      Wichtig wäre mir neben einem natürlich wirkenden Bild ohne digitale Artefakte ein guter Schwarzwert, insbesondere da auf eine weiße Leinwand projiziert wird. Mir ist bewusst, dass da in dem Preissegment keine Wunder zu erwarten sind. 3D wäre schön, ist aber kein Muss. Nun gibt es eine Vielzahl an DLP-Projektoren, die unter 600 Euro zu haben sind, wie etwa der BenQ W1090. Im Vergleich zu den etwas teureren LCD-Projektoren von Epson scheint der Kontrastwert bei diesen DLPs aber nicht besonders hoch zu sein. Zudem schrecken mich Lichtleistungen jenseits der 2.000 Lumen eher ab als dass sie begeistern, da der Projektor ausschließlich im abgedunkelten Raum genutzt werden soll und Fußball etc. kein Thema ist.

      Gebrauchtgeräte würde ich keinesfalls ausschließen. Ein wenig schiele ich auch in Richtung Epson/LCD, da mir die Technik durchaus "sympatisch" ist, auch wenn ich mit DLP/RBE keine Probleme habe.

      Um mal zu Ende zu kommen: Ich weiß trotz umfangreicher Recherche nicht, ob so ein "Downgrade" unterm Strich das gewünschte bildtechnische upgrade wäre und bin zudem aufgrund des großen Angebots unschlüssig, wohin die Reise ggfls gehen sollte (DLP oder LCD, neu oder lieber doch ein höherwertiges gebrauchtes Gerät...?).

      Daher würde ich mich über Eure Meinungen oder Anregungen sehr freuen.

      Noch kurz ergänzt: Lens-Shift und großzügiger Zoom sind toll und auch ein Faktor, aber ich bin in der Aufstellung weitgehend flexibel.

      Gruß,
      Mathias
    • In der Regel möchte ich mich verbessern, wenn ich mir einen neuen Projektor kaufe.
      Ganz ähnlich siehst du es ja auch.

      Wenn du nur 600 Euro für einen neuen Projektor ausgeben möchtest, musst du relativ flexibel sein bezüglich Installation.
      Kalibriert erreichen ein BenQ W1090 oder W2000 preisklassenübliche On/Off-Kontrastwerte von ca. 1200:1. Der HC6000 kommt auf etwa 6000:1, schwächelt aber beim ANSI-Kontrast. Dieser ist bei den DLPs deutlich besser.

      Die Lichtleistungen in den Prospekten sind Marketingwerte, die kalibriert nicht erreicht werden.
      Rund 1200 Lumen erreichen beide Projektoren und sind damit etwa dreimal heller als der HC6000 (D65-kalibriert), der lediglich um 400 Lumen erzielt. Das ist eine sehr angenehme Lichtausbeute, finde ich, und bietet ausreichend "Reserven" für 3D.
      Durch die höhere Lichtausbeute sehen Farben leuchtender aus und auch die Brillanz nimmt sichtbar zu gegenüber dem HC6000.

      Ich sehe vor allem Verbesserungen in Bezug auf Lichtausbeute, Schärfe und 3D.
      Gruß
      George Lucas

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      Lumière, 12 Plätze, Projektor: JVC DLA-N7, Leinwand: Alphaluxx Barium Reflax 4K, Lautsprecher-: KCS S-1200 (Front), KCS SR-10A (Surrounds/Top), KCS C -218-A THX (SUB), Receiver: Marantz SR7011, 4K-Player: Sony UBP-X800, Panasonic DP-UB824, Endstufen: 4x Crown XLS 402D, 1x Liker BST 930,

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von George Lucas ()

    • Da ich den HC6000 ja auch mal hatte, kann ich nur sagen, dass fast jeder aktuelle Projektor eine Verbesserung darstellt.

      Besonders bei Farbraum und Stimmigkeit der Farben ist der HC6000 eher suboptimal, da der Gamma EQ der Autoiris teilweise deutliche Farbverfälschungen in Richtung Gelbstich verursacht. Auch war es schwierig dem HC6000 den leichten Grünstich abzugewöhnen.

      Und bei der Helligkeit ist er mit entsprechender Lampenlaufzeit eine Funzel im Vergleich zu aktuellen Geräten.
      Mein Equipment: Jede Menge bald ziemlich wertloser Elektroschrott, der eh alle paar Monate wechselt. Aufzählung daher totaler Schwachsinn ;-)

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    • Besten Dank für Eure Beiträge! Sie bestärken mich in meinem Vorhaben, einen Ersatz für den HC6000 zu finden. Wobei ich auf den On/Off Kontrast auch Wert lege und daher womöglich eher in Richtung Epson LCD gehen sollte. Dort ist der Kontrast, wenn man den Herstellerangaben trauen darf, offenbar regelmäßig höher als bei den DLPs. Da werde ich mir insbesondere Gebrauchtgeräte ansehen.

      Gruß
      Mathias
    • ice-09 schrieb:

      Wobei ich auf den On/Off Kontrast auch Wert lege und daher womöglich eher in Richtung Epson LCD gehen sollte. Dort ist der Kontrast, wenn man den Herstellerangaben trauen darf, offenbar regelmäßig höher als bei den DLPs.

      Aber leider nicht bei den 600 Euro Projektoren.
      Gruß
      George Lucas

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    • jogi73 schrieb:

      Konnte mir Anfang des Jahres einen Epson EH-TW 6600 ergattern für 450,-€ mit knapp 200 Stunden bin zufrieden hat meinen TW6000 ersetzt der knapp 10000 Stunden drauf hatte.

      Ich habe mich auch schon nach gebrauchten Epson umgesehen und aus der 6xxx-Reihe gibt es da schon einiges in meinem Preisrahmen. Nachdem ich mal verschiedene Projektoren "durchgerechnet" habe fallen leider doch einige raus, da ich ihn idealerweise in ca. 4,00-4,50m Entfernung (Breite der Leinwand 2,40m) aufstellen möchte. Das wäre dann über bzw. hinter der Sitzposition. Aufgrund der niedrigen Kellerdecke wäre eine Installation in der Mitte des Raumes nicht ideal. Wie ich nun feststellen musste sind insbesondere viele DLPs wohl auf geringen Abstand zur Leinwand ausgelegt. Zusammen mit dem nicht gerade üppigen Zoom hat man nicht viel Spielraum. Mein Optoma HD300X scheint da (bis auf den Zoom) eine Ausnahme zu sein, da er sich gut in größerem Abstand zur Leinwand (bei meiner o.g. Leinwandbreite) aufhängen lässt. Ich war davon ausgegangen, dass das bei anderen DLPs ähnlich ist.

      Gruß
      Mathias
    • Bei mir ist es nun auch der Epson EH-TW6600(W) geworden. Ich hatte noch nicht die Zeit, einen kompletten Film zu sehen, und werde sicher noch an den Einstellungen drehen, aber mein erster Eindruck im Vergleich zum HC6000:

      - gute Optik und Haptik, wobei der Lens-Shift im Wirkungsgrad und der Handhabung nicht ansatzweise mit dem HC6000 mithalten kann. Aber einmal eingerichtet spielt das keine Rolle mehr.

      - Sehr hell, selbst im Eco-Modus fast noch zu hell. Mal sehen, ob ich hier einen ND2-Filter nutze oder mich nur erstmal gewöhnen muss.

      -Schwarzwert gefühlt nicht besser als beim Mitsubishi, eher schlechter, wohl auch aufgrund der Lichtleistung. Der vermeintliche Kontrastwert von 70.000:1 ist absolut nicht ernst zu nehmen.

      - Auto-Iris deutlich hörbar und weniger effektiv als beim HC6000, evtl. schalte ich sie ganz ab.

      - Im Vergleich zum HC6000 tolle Farben und gute Einstellmöglichkeiten.

      - Nach erstem Schock, da ich das Menü nicht richtig scharf stellen konnte, nach Zuspielung einer Blu-Ray dann Erleichterung: das Bild ist knackscharf! Das Menü scheint einfach sehr soft zu sein. Mit den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten zu Schärfe und Detaildarstellung muss ich mich noch gründlich auseinandersetzen. Da habe ich bislang auch im Netz wenig hilfreiches finden können. Das Handbuch führt hier viel zu knapp aus.

      Insgesamt bin ich zufrieden, sehe aber auch, dass der HC6000 in vieler Hinsicht soooo schlecht nicht war. Allein der Farben wegen hat sich das Update aber gelohnt.

      Gruß
      Mathias
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